Die ersten Viertelfinalpartien der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft 2015 stehen fest. Gastgeber Portugal setzte sich gegen Argentinien durch, sicherte sich damit den ersten Platz in der Gruppe A und wird in der nächsten Runde auf die Schweiz treffen. Italien trifft als Tabellenerster der Gruppe B auf Japan. FIFA.com fasst die Ereignisse der Montagspartien für Sie zusammen.

Nach dem Sieg Omans gegen Costa Rica im Duell zweier Teams, die zuvor beide nur Niederlagen auf dem Konto hatten, erlebten die Zuschauer in Espinho das erste "Endspiel" des Turniers. Dem Sieger winkte ein Startplatz im Viertelfinale. Die Portugiesen erhielten viel Unterstützung von den 3.500 Zuschauern auf den Rängen, zeigten ihre ganze Qualität und setzten sich mit 7:2 gegen Argentinien durch.

Das folgende Spiel verlief zunächst ähnlich. Die Japaner spielten gegen Senegal eine deutliche 4:0-Führung heraus, ließen die Afrikaner dann jedoch noch einmal bis auf 4:3 herankommen. Dabei blieb es dann aber auch, und Japan stand im Viertelfinale. Nun galt es nur noch herauszufinden, auf welchen Gegner man treffen würde.

Italien und die Schweiz waren beide bereits vor dem letzten Spieltag der Gruppenphase für die nächste Runde qualifiziert, und es ging nur noch um den Gruppensieg in der Staffel B. Grund zum Feiern hatten am Ende die Italiener, die als Tabellenerster eine Begegnung mit Gastgeber Portugal vermeiden und stattdessen auf Japan treffen. Die Schweiz muss am Donnerstag gegen Portugal antreten.

Die Ergebnisse
Gruppe A

Portugal – Argentinien 7:2
Japan – Senegal 4:3

Gruppe B

Oman – Costa Rica 7:2
Schweiz – Italien 4:6

Die besonderen Momente

Freundschaftliche Gesten zum Abschied

Oman und Costa Rica verabschiedeten sich am Montag aus dem Turnier, versäumten es jedoch nicht, sich mit schönen Gesten bei den portugiesischen Fans zu bedanken. Die Omaner warfen zum Dank offizielle Trikots auf die Tribünen, während die Ticos Armbänder mit der Aufschrift "Pura Vida", dem offiziellen Motto des Landes, verteilten. Die Fans antworteten mit stehenden Ovationen für beide Teams. "Wir haben einige unserer offiziellen Trikots verschenkt, weil es das letzte Spiel war und wir uns für die Unterstützung bedanken wollten", so der omanische Verteidiger Yahya al Araimi.

Vorzeitige Verbeugung

Am Ende des ersten Drittels zwischen Portugal und Argentinien wurde Alan gefoult und musste verletzt vom Platz. Für ihn kam Madjer ins Spiel, und als ahnten die portugiesischen Fans schon, was nun kommen würde, riefen sie auf den Rängen den Namen des Stars und verbeugten sich ehrfürchtig. Die Prophezeiung sollte sich erfüllen. Der Kapitän erzielte mit einem harten Schuss den zweiten Treffer der Partie.

Ein Trainer in Aktion

Vor Turnierbeginn musste der Schweizer Trainer Angelo Schirinzi seinen Namen aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls eines seiner Schützlinge auf die Spielerliste setzen. An diesem Montag kam er nun zum ersten Mal zum Einsatz. Aber das ist noch nicht alles: Schirinzi markierte nämlich auch gleich noch mit einem wunderschönen Fallrückzieher den zweiten Treffer seines Teams. Gelernt ist eben gelernt - und der Schweizer erzielte sein insgesamt sechstes WM-Tor.

Die Verzweiflung des Torwarts

Hier geht es nicht etwa um den Augenblick vor der Ausführung eines Strafstoßes, sondern um den Abschied Senegals von der Weltbühne. Al Seyni Ndiaye vollbrachte Glanzleistungen im Tor der Afrikaner, nach der Niederlage gegen Japan sank er jedoch im Sand von Espinho zusammen, als könne er gar nicht fassen, was da soeben passiert war. "Ich bin vollkommen erledigt, weil wir dachten, wir würden gewinnen", erklärte der Schlussmann.

Die Zahl des Tages

5
– So viele Male hat Japan bei insgesamt acht WM-Teilnahmen bereits im Viertelfinale der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft gestanden. Das beste Ergebnis der Asiaten war ein vierter Platz bei der Auflage von 2005.

Die Zitate
"Trotz der drei Niederlagen war das meiner Meinung nach eine positive Erfahrung. Portugal ist ein tolles Land, und ich würde gern einmal hier leben."
Danny Johnson (Flügelspieler, Costa Rica)


"Das war unser erster Sieg bei einer WM-Endrunde. Es war überhaupt nicht schwierig, die Spieler für diese Partie zu motivieren, denn die Fans waren bereits Motivation genug."
Talib al Thanawi (Trainer, Oman)


"Es war zwar ein entscheidendes Spiel, aber wir haben keinen größeren Druck verspürt als sonst auch. Die Nervosität ist normal, und ich möchte diesen Sieg den zahlreichen Fans widmen, die uns unterstützen."
Madjer (Kapitän, Portugal)


"Wir haben extrem schlecht gespielt! Die Abwehr hat einfach nicht funktioniert, und jetzt sind wir ausgeschieden."
Rodrigo Lopez (Pivot, Argentinien)

"Der Einzug ins Viertelfinale war unser erstes Ziel, und daher ist weiterhin alles in Ordnung. Selbst als Senegal noch drei Tore erzielt hat, habe ich nie den Glauben [an unsere Mannschaft] verloren."
Shingo Terukina (Torhüter, Japan)


"Japan ist ein physisch sehr starkes Team und hat mit Ozu außerdem einen Giganten in der Abwehr. Aber wenn wir unseren besten Fussball spielen, können wir gegen die Japaner gewinnen."
Gabriele Gori (Pivot, Italien)


"Wir verspüren keinen zusätzlichen Druck, weil wir im Viertelfinale gegen Portugal antreten müssen. Ich glaube, sie sind viel nervöser als wir, weil sie zu Hause spielen."
Mo Jaeggy (Verteidiger, Schweiz)


Der Spielplan
Dienstag, 14. Juli 2015


Gruppe C

Mexiko – Iran (13:00 Uhr)
Brasilien – Spanien (17:30 Uhr)

Gruppe D

Russland – Tahiti (14:30 Uhr)
Paraguay – Madagaskar (16:00 Uhr)

(Alle Anstoßzeiten in Ortszeit)