FIFA.com sprach mit Bakhit Alabadla, Kapitän der VAE, der sich während der Vorbereitung auf die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Dubai 2009 Zeit für ein Interview nahm.
Bei der Teilnahme an den letzten beiden FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaften waren die Vereinigten Arabischen Emirate nicht über die Gruppenphase hinausgekommen. Beim Turnier im eigenen Land wollen sie nun unbedingt die K.o.-Runde erreichen.
"Unser Hauptaugenmerk beim Turnier im kommenden Monat ist das Erreichen der K.o.-Runde, und auf dieses Ziel konzentrieren wir uns voll und ganz", erklärt der Kapitän der VAE, Bakhit Alabadla, vor dem anstehenden Turnier gegenüber FIFA.com. Die WM findet im Zeitraum vom 16. bis zum 22. November statt. "Die Gruppenauslosung hat ergeben, dass wir mit Portugal und Uruguay zwei schwere Gegner haben und zudem gegen die Salomon-Inseln spielen, die den Teams dieser Gruppe als Außenseiter ein Bein stellen könnten."
Asiens Fussballer des Jahres
"Nimmt man die europäischen Teams, zählen die Portugiesen zu den Favoriten auf den Turniersieg. Viele von ihnen spielen in Spanien und eine ganze Reihe sind Profis, zum Beispiel Madjer. Uruguay spielt ähnlich wie Argentinien, gegen die wir im letzen Jahr in Marseille verloren haben", fügt der Kapitän der Emirate hinzu. "Die Erfahrung ist sicherlich ein wichtiger Punkt für das Erreichen der K.o.-Runde. Unsere Spieler sind Amateure, während die anderen Mannschaften hauptsächlich Profis stellen und das könnte den Unterschied ausmachen."
Die VAE können jedoch auf die Erfahrung der letzten beiden Turniere 2007 in Rio de Janeiro und 2008 in Marseilles zurückblicken und Alabadla ist überzeugt, dass sie trotz des frühen Ausscheidens Fortschritte gemacht haben. "In den letzten beiden Turnieren haben wir nicht viel erreicht. Wir sind in Rio ohne jegliche Erfahrung an den Start gegangen und in Marseille im letzten Jahr hatten wir mit dem Spiel gegen Kamerun einen guten Start. Im Anschluss sind wir dann lediglich aufgrund unserer mangelnden Erfahrung gescheitert."
"Meine größten Erfolge mit der Beach-Soccer-Mannschaft waren die zweimalige Qualifikation zur Weltmeisterschaft, der Gewinn der asiatischen Beach-Soccer-Meisterschaft sowie die Wahl zu Asiens Fussballer des Jahres. Solche Erfolge konnte ich im herkömmlichen Fussball nicht erreichen, aber ich freue mich, denn ich kann meiner Biographie noch einige Kapitel hinzufügen", ergänzt Alabadla, der Anfang der 90er-Jahre zu den besten Fussballern der VAE zählte. "Beach Soccer und herkömmlicher Fussball unterscheiden sich gewaltig voneinander. In den Vereinigten Arabischen Emiraten haben die Medien wenig Interesse am Beach Soccer, und so gut wie niemand interessiert sich für die Nationalmannschaft. Das finden wir sehr schade."
Die WM am Strand von Jumeirah
"Ich denke, dass die Fortschritte, die wir im Beach Soccer gemacht haben, auf die Anstrengungen unserer Spieler sowie unseres exzellenten Trainers Marcelo Mendes zurückzuführen sind. Daneben hat der erfahrene Funktionär Mohamed Alkus unermüdlich gearbeitet, um die Mannschaft auf das Turnier vorzubereiten", erklärt der 39-jährige Altstar, der erst kürzlich seine Karriere beenden wollte, sich allerdings von seinen Mitspielern zum Weitermachen überreden ließ.
In Bezug auf seinen brasilianischen Trainer meint Alabadla: "Trainer Mendes hat die Mannschaft der VAE wirklich vorangebracht. Seit seinem Amtsantritt haben wir uns für zwei Weltmeisterschaften qualifiziert, und angesichts seiner vorherigen Tätigkeit als Trainer Portugals hat er natürlich große Erfahrung im Beach Soccer. Es ist sogar so, dass viele andere Länder in unserer Region versuchen, ihn aufgrund unserer Erfolge abzuwerben."
"Müssen Fortschritte machen"
"Ich denke viele Fans aus den VAE sowie aus aller Welt werden zur Weltmeisterschaft kommen", fügt Alabadla hinzu, der am Strand von Jumeirah mit zahlreichen Zuschauern rechnet. Hier fand im letzten Jahr auch die asiatische Beach-Soccer-Meisterschaft statt, die die VAE zum zweiten Mal in Folge gewannen.
In Bezug auf das bereits erwähnte mangelnde Interesse am Beach Soccer in den Emiraten ist der Kapitän der VAE überzeugt, dass die herrliche Kulisse bei der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Dubai 2009 den Stellenwert der Sportart erhöhen wird. "Ich glaube, dass dieses Turnier einen Wendepunkt für unser Land bedeuten wird. Das gilt insbesondere deshalb, weil das Dubai Sports Council (Sportministerium) einen Langzeitplan aufgestellt hat, um Beach Soccer in den Emiraten zu fördern", erklärt Alabadla zum Abschluss des Interviews.
"Bis zum Abschluss des Turniers rechnen wir mit der Einführung einer organisierten Liga. Dadurch würde die Sportart in den Emiraten an Popularität gewinnen, und dies würde sich ebenfalls positiv auf die Beach-Soccer-Nationalmannschaft der Emirate auswirken. Wir müssen weiter Fortschritte machen."



