El Salvador setzte sich im Finale des CONCACAF-Qualifikationsturniers für die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Dubai 2009 mit 6:3 gegen Costa Rica durch und sicherte sich damit seinen ersten Triumph überhaupt bei einem CONCACAF-Turnier. Gleichzeitig lösten beide Finalgegner das Ticket für das diesjährige WM-Turnier, das vom 16. bis 22. November in Dubai ausgetragen wird.

Die Treffer in der Finalpartie des Qualifikationsturniers, das vom 17. bis 21. Juni im mexikanischen Puerto Vallarta stattfand, erzielten Tomás Hernández (2), José Garay, Agustín Ruiz, Walter Torres und Francisco Velásquez für den Turniersieger, während sich Greivin Pacheco mit einem Hattrick faktisch im Alleingang für die Resultatsverbesserung aus costaricanischer Sicht verantwortlich zeichnete. Bislang hatte El Salvador lediglich ein Mal den UNCAF-Cup (1995) sowie zwei Goldmedaillen (1935 und 2002) bei den Mittelamerika- und Karibikspiel gewinnen können. Im Rahmen der CONCACAF ist es indes der erste bedeutende Titel in der Fussballgeschichte des kleinen mittelamerikanischen Landes.

"Wir haben uns im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert. Die Erfahrungen, die wir beim vergangenen WM-Turnier in Marseille sammeln konnten, wo wir gegen die weltbesten Teams angetreten sind, haben uns dabei sehr geholfen", ist sich Luis Rodas, Kapitän im Team von El Salvador, sicher. Zudem gingen bei diesem Qualifikationsturnier auch zwei Einzeltrophäen an seine Mannschaft: Agustín Ruiz wurde mit acht Treffern zum erfolgreichsten Torschützen des Turniers und José Portillo wurde als bester Torhüter ausgezeichnet. Die Ehre als wertvollster Spieler wurde Richard Sterling aus Costa Rica zuteil.

Trotz der Finalniederlage hatten die Ticos ausreichend Grund, ihre Qualifikation für das WM-Turnier gebührend zu feiern. "Ich kann es kaum glauben, dass wir dieses Jahr zur WM fahren. Allerdings haben wir es uns auch redlich verdient. Wir haben im Halbfinale die Mexikaner auswärts und vor Hunderten ihrer Fans besiegt. Jetzt haben wir es unter die besten 16 Teams der Welt geschafft", freute sich Costa Ricas Coach Christian Ovares.

Die Überraschung
Mexiko und die USA waren zwar beide als Favoriten in die Halbfinal-Begegnungen gegangen, konnten die Erwartungen jedoch nicht erfüllen und mussten sich am Ende mit dem Spiel um Platz drei begnügen, bei dem es dann eher um die Ehre als um einen Trostpreis ging. Hinzu kam, dass die Partie im strömenden Regen über die Bühne ging. Am Ende besiegten die Mexikaner, die bei der WM-Auflage 2007 präsent waren und dieses Mal vor heimischer Kulisse antraten, ihre Nachbarn aus dem Norden knapp mit 5:4.

"Wir mussten im Dauerregen spielen. Die Fans sind trotzdem im Stadion geblieben, um uns weiter anzufeuern und schließlich zum Sieg zu treiben. Nach diesem Spiel waren wir mächtig erleichtert, denn es war auch ein Dank an unsere Fans. Auch wenn wir uns diesmal nicht für das WM-Turnier qualifizieren konnten, sie haben nie aufgehört, uns zu unterstützen", so der Mexikaner Gustavo Rosales, dem die Enttäuschung ob der verpassten Qualifikation in der Stimme mitklang.

Im Halbfinale waren die gastgebenden Mexikaner erst im Neunmeterschießen - nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es 2:2 - an Costa Rica gescheitert, das seinerseits zuletzt drei Mal in Folge vergeblich versucht hatte, sich die Teilnahme an einer WM-Endrunde zu sichern. Das U.S.-Team hingegen hatte im Halbfinale gegen El Salvador mit 3:5 das Nachsehen gehabt. Die Plätze fünf und sechs belegten Kanada und die Bahamas.