Die Inselgruppe der Bahamas besteht aus rund 700 Inseln und 240 Eilanden, die sich im Atlantischen Ozean auf einer Fläche von mehr als 100.000 km² verteilen. Mit unzähligen Traumstränden an den Küsten sind die Bahamas der perfekte Austragungsort für die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft. Die Bahamas sind eine parlamentarische Demokratie, die 1973 von Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Das Land ist Mitglied des British Commonwealth mit Königin Elizabeth II. als Staatsoberhaupt.

Christoph Columbus betrat 1492 als erster Europäer die Bahama-Insel San Salvador. Er nannte die seit dem 4. Jahrhundert v.Chr. besiedelte Inselgruppe nach dem sie umgebenden sehr seichten Meer (baja mar), woraus sich die Bezeichnung Bahamas entwickelte.

Wegen der Nähe zu wichtigen Schiffsrouten und der unübersichtlichen Geographie waren die Bahamas später ein bevorzugtes Versteck von Freibeutern und Piraten wie Blackbeard und Calico Jack. Bis heute halten sich zahlreiche Gerüchte um auf den Bahamas vergrabene Piratenschätze.

Die Hauptstadt Nassau liegt nur rund 300 Kilometer vor der Küste Floridas und ist damit ein ideales Ziel für Touristen, von denen die meisten mit Kreuzfahrtschiffen anreisen. Doch die Bahamas sind nicht nur bei den U.S.-Amerikanern ein sehr beliebtes Reiseziel. Jährlich kommen rund sechs Millionen Touristen aus aller Welt auf die Inseln. Neben Nassau ist auch Freeport eine beliebte Station auf Karibik-Kreuzfahrten.

Sport
Die sportliche Landschaft der Bahamas ist sehr vielfältig. Weit oben auf der Liste der beliebtesten Sportarten rangiert die Leichtathletik. Auch Basketball ist sehr beliebt, ebenso wie Schwimmsport. Auch das Slup-Segeln gehört zu den traditionellen Sportarten der Bahamas. In den letzten Jahren ist die Beliebtheit des Fussballs deutlich gestiegen.

Der Fussballverband der Bahamas (BFA) wurde 1968 gegründet und ein Jahr später FIFA-Mitglied. Der BFA mit Sitz in Nassau ist für die Liga der Inseln New Providence und Grand Bahama sowie für die Nationalmannschaft des Landes zuständig. Auch das Beach-Soccer-Programm wird von dem BFA geführt. Auch im Nachwuchsbereich ist der Verband sehr aktiv: Mehr als 3.500 Kinder im Alter von vier bis 17 Jahren spielen in ihrer Freizeit Fussball.

Größere Erfolge haben die Bahamas bislang auf der internationalen Bühne noch nicht errungen. Auch in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ konnte das Land noch nicht für Furore sorgen. Dennoch ist die Leidenschaft für das schönste aller Spiele groß. Die FIFA hat die Entwicklung des Fussballs auf den Bahamas im Rahmen ihres Goal-Programms gefördert. Erst 2014 wurden USD 500.000 in ein Leistungszentrum in Malcolm Park investiert, wo geeignete Infrastruktur für Beach Soccer und Futsal geschaffen wurde.

Beach Soccer
In den letzten Jahren hat sich Beach Soccer auf den Bahamas zu einer sehr beliebten Aktivität entwickelt. 2013 hat das Land mit großem Erfolg die CONCACAF Beach-Soccer-Meisterschaft ausgerichtet. Zwei Jahre später stürmten die Bahamas bis ins Viertelfinale des Qualifikationsturniers.

Im April 2017 begrüßen die Bahamas 15 Mannschaften aus aller Welt zur FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft, bei der die Beach-Soccer-Nationalmannschaft vor den Augen der Welt ihr Leistungsvermögen unter Beweis stellen will.

Zahlen und Fakten
Die Hauptstadt Nassau ist mit fast 250.000 Einwohnern (rund 70 Prozent der Landesbevölkerung) die mit Abstand größte Stadt der Bahamas. Die am weitesten verbreitete Sprache ist Englisch.

Als Währung gilt der Bahama-Dollar, dessen Wert eng an den U.S.-Dollar gebunden ist. Der wichtigste Wirtschaftszweig der Bahamas ist der Tourismus, gefolgt vom ebenfalls stark ausgeprägten Bankensektor. Wichtigste Exportgüter sind Fisch und Meeresfrüchte. Angesichts der dominanten Rolle des Tourismus sind Veranstaltungen wie die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft 2017 für die wirtschaftliche Situation des Landes von großer Bedeutung.