Ein "alter" König und eine neue Königin
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Wie jedes Jahr wurden auch im Januar 2012 im Rahmen der Gala FIFA Ballon d'Or 2011 in Zürich die besten Fussballer der Welt ausgezeichnet. Lionel Messi dürfte sich in der Schweiz inzwischen ziemlich heimisch fühlen. Auch dieses Mal hatte er bei der Rückreise so manche goldene Trophäe im Gepäck. Die Japanerin Homare Sawa wurde hingegen zum ersten Mal zur besten Spielerin der Welt gewählt und löste damit die Brasilianerin Marta ab, die den Titel seit 2006 durchgehend gewonnen hatte.

Zum Abschluss der Zeremonie, in deren Verlauf unter anderem Pelé, Ronaldo, Ruud Gullit, Lothar Matthäus, Christian Karembeu und Hugo Sanchez zahlreiche Preisträger ehrten, wurde der Argentinier vom FC Barcelona zum dritten Mal als bester Weltfussballer des Jahres ausgezeichnet. Messi setzte sich gegen den Portugiesen Cristiano Ronaldo und den Spanier Xavi durch, der zum dritten Mal auf dem dritten Podiumsplatz landete! "Ich muss diesen Ballon d’Or mit Xavi teilen: Du hast ihn genauso verdient wie ich", so sein Mannschaftkamerad bei den Blaugrana.

Bei den Frauen wurde Sawa als FIFA Weltfussballerin 2011 ausgezeichnet, nachdem sie die Nadeshiko während der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011™ zum Titel geführt hatte. Die logische Konsequenz war ein weiterer Triumph, der in den fünf Vorjahren niemandem vergönnt gewesen war: Marta als beste Spielerin der Welt abzulösen. Die Brasilianerin musste sich vor der U.S.-Amerikanerin Abby Wambach mit dem zweiten Platz zufriedengeben.

Auch die Verantwortlichen an der Seitenauslinie wurden während der Veranstaltung ausgezeichnet. Neben Pep Guardiola und Norio Sasaki, die als Trainer des Jahres im Männer- beziehungsweise Frauenfussball ausgezeichnet wurden, erhielt Sir Alex Ferguson für seine 25 Jahre als Trainer von Manchester United den FIFA Presidential Award.

Tapferkeit zahlt sich aus
Der schottische Trainer hat ein Vierteljahrhundert benötigt, um einen der stärksten Klubs der Welt zu formen. Im März 2011 reichte hingegen ein Nachmittag aus, um einen großen Teil Japans zu zerstören. Ein Erdbeben gefolgt von einem Tsunami richteten enormen Schaden an. Dennoch haben die Japaner im Dezember eine überragende FIFA Klub-Weltmeisterschaft ausgerichtet. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Frauen-Nationalmannschaft des Landes den WM-Titel sicherte. Diese Tapferkeit wurde mit dem Fairplay-Preis belohnt, der an den Japanischen Fussballverband ging.

Weitere Preisträger des Abends waren Iker Casillas, Daniel Alves, Gerard Piqué, Sergio Ramos, Nemanja Vidic, Andrés Iniesta und Xabi Alonso, die gemeinsam mit Xavi, Messi, Ronaldo und Wayne Rooney die FIFA/FIFPro World XI 2011 bildeten. Der Brasilianer Neymar war zwar nicht anwesend, erzielte 2011 aber einen sensationellen Treffer, für den er mit dem Puskás-Preis der FIFA ausgezeichnet wurde.

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