
Dafür, dass sie 2011 die Fussballwelt zum Träumen brachten, haben sich die besten Spieler, Spielerinnen und Trainer eine Belohnung verdient. Und genau dies geschah bei der Gala FIFA Ballon d’Or 2011, die Montag, den 9. Januar 2012, in Zürich stattfand.
Bei den Männern wurden Lionel Messi und Pep Guardiola für ihre Leistungen auf dem Platz beziehungsweise an der Seitenlinie gewürdigt, bei den Frauen wiederum freuten sich Homare Sawa und ihr Coach Norio Sasaki über die Auszeichnung zur Weltfussballerin des Jahres beziehungsweise zum Frauenfussball-Trainer des Jahres 2011.
Der Brasilianer Neymar wiederum düpierte zwar die Verteidiger von Flamengo, begeisterte damit aber weltweit die User auf FIFA.com, die sein außergewöhnliches Tor mit dem FIFA Puskás-Preis belohnten.
Ein Abend, der viel Freude bereitete, und viele Kommentare hervorrief...
Die Preisträger
"Es ist eine große Ehre, diesen Preis drei Mal und obendrein auch noch hintereinander zu bekommen. Schließlich ist es schon schwierig genug, überhaupt mit dieser Auszeichnung geehrt zu werden, und ungleich schwieriger, gleich drei Mal zum besten Spieler der Welt gekürt zu werden. Ich bin sehr glücklich und genieße es genau wie beim ersten Mal." - Lionel Messi, FIFA Ballon d’Or 2011
"Es war ein sehr bewegender Abend. Als ich den Namen meines Trainers bei der Auszeichnung des besten Frauenfussball-Trainers hörte, in diesem Moment fingen meine Beine zu zittern an und ich war sehr bewegt und aufgeregt. Und als ich meinen Namen hörte, war ich einfach sprachlos. Ich konnte es fast nicht glauben." - Homare Sawa, FIFA Weltfussballerin des Jahres 2011
"Das ist ein bisschen wie Ursache und Wirkung. Wenn du Titel gewinnst, kommen die individuellen Auszeichnungen. Am Ende haben wir Glück gehabt, denn wir haben diese Auszeichnungen erhalten. Aber es ist eine ebenso große Befriedigung, so viele Glückwünsche dafür zu erhalten, wie wir gespielt haben. Wir hoffen, auf diesem Weg weiterzumachen, um mehr Abende wie diesen zu erleben." - Pep Guardiola, FIFA Männerfussball-Trainer des Jahres 2011
"Hier dabei zu sein, ist eine Sache, aber die Auszeichnung zu gewinnen, überwältigt mich. Der Gewinn der Weltmeisterschaft war natürlich ein fantastischer Moment, für uns und für Japan. Mit der Verleihung dieses Preises hat die Fussballwelt unseren Mut und unsere Arbeit anerkannt. Das ist etwas, was ich nach Japan mit zurücknehmen möchte. Die japanische Nation ist derzeit sehr glücklich." - Norio Sasaki, FIFA Frauen-Fussballtrainer des Jahres 2011
"Ich war in einer Art Schockzustand. Aber ich freue mich sehr über die Auszeichnung und möchte mich bei all meinen Mannschaftskameraden bedanken, die mich das gesamte Jahr über unterstützt haben. Ich finde, das war das beste Tor meiner Karriere." - Neymar, FIFA Puskás-Preis 2011
Die ehemaligen Gewinner
"Man kann nicht immer zu 100 Prozent sicher sein, aber momentan hat er die Nase vorne. Man darf auch nicht vergessen, dass es für ihn mit der argentinischen Nationalmannschaft schwieriger ist. Und dass er von anderen Spielern umgeben ist... Es ist wie Raymond Kopa. Ich habe den Ballon d’Or nur gewonnen, weil es um mich herum noch andere gab. Ganz alleine wird man nicht zur Nummer eins." – Raymond Kopa, Ballon d’Or 1958
"Lasst ihn seine Karriere beenden. Im Fussball geht alles sehr schnell. Als Ronaldinho 2005 zum ersten Mal den Ballon d’Or erhielt, sagte ich: 'Er wird noch viele davon gewinnen." Danach hat er nicht mehr gewonnen. Aber Messi, das ist eine wahre Einheit. Er benötigt ein Kollektiv wie den FC Barcelona und er ist ein geborener Killer. Er wirkt höflich und sympathisch, aber um solche Tore zu schießen, muss man ein Killer sein. Man gewinnt im Fussball nicht, wenn man zu höflich ist." – Michel Platini, Ballon d’Or 1983, 1984 und 1985
"Messi ist zurzeit der beste Spieler, das ist normal. Er ist vielleicht der beste Spieler aller Zeiten. Aber um das herauszufinden, müssen wir noch warten. In einigen Jahren werden wir sehen, ob er wirklich die Nummer eins ist." – Franz Beckenbauer, Ballon d’Or 1972 und 1976
"Messi, der beste, zweitbeste oder drittbeste Spieler aller Zeiten? Kann ich eine Zahl zwischen eins und tausend nennen? Er ist einer der besten Spieler aller Zeiten..." - Marco van Basten, Ballon d’Or 1988, 1989 und 1992
"Glückwunsch, Messi! Es ist verdient. Wie ich schon gesagt habe, wirst du noch zwei oder drei Mal gewinnen. Bleibe weiter so bescheiden. Gute Nachrichten auch für Guardiola und Barcelona. Glückwünsche auch an Neymar für das schönste Tor. Der Moment wird sicher kommen, an dem du der beste der Welt sein wirst!" - Rivaldo, Ballon d’Or 1999
Im Internet
"Glückwünsche an Lionel Messi! Drei Mal in Folge – große Klasse!" - Nigel De Jong, Mittelfeldspieler von Manchester City, über seinen Twitter-Account
"Glückwünsche an Leo Messi für seinen neuen Ballon d’Or. Er ist ein Spieler, der gerade die Geschichte des weltweiten Fussballs prägt!" - Radamel Falcao, Stürmer von Atlético Madrid, über seinen Twitter-Account
"Der 'Boss' Sir Alex Ferguson ist für seine Verdienste um den Fussball mit dem Presidential Award der FIFA ausgezeichnet worden. Das ist hochverdient, dieser Mann ist ein geborener Sieger. Messi ist FIFA Ballon d’Or 2011, das ist logisch. Ronaldo und Xavi waren sehr gut, aber dieser Junge ist von einem anderen Planeten." - Rio Ferdinand, Verteidiger von Manchester United, über seinen Twitter-Account
Alles Fans von Messi und Barça
"Man muss es neidlos anerkennen: Barça ist die stärkste Mannschaft. Es ist eine wirklich außergewöhnliche Formation. Nun ja, man könnte sagen, dass Real Madrid ihnen auf den Fersen ist, doch ich sehe keine Mannschaft, die in der Lage sein könnte, ihren Triumph am Ende der Saison zu verhindern." – Sir Alex Ferguson, Trainer von Manchester United und Anwärter auf die Auszeichnung zum Trainer des Jahres 2011
"Er ist ein Topspieler, Weltklasse. Was mich beeindruckt, ist nicht nur sein Können, sondern auch seine Fähigkeit, dieses Können immer wieder aufs Neue abzurufen. Er ist auch ein Spieler, der bisher von Verletzungen verschont blieb. Er reiht Spiele und Tore mit derselben Leichtigkeit aneinander. Doch ich mag auch, was er ausstrahlt: Er ist ein sehr bescheidener Mensch mit großer Leidenschaft. Da gibt es keine Schnörkel. Ich werde Sie nicht überraschen, doch das mag ich sehr." – Remy Garde, Trainer von Olympique Lyon
"Man kann es nicht oft genug sagen: Was er beim FC Barcelona gemacht hat, ist bewundernswert. Er ist in der Lage, all seine Spieler zu einen, um die höchsten Gipfel zu erreichen. Titel zu gewinnen, ist eine Droge. Barça ist wie sein Trainer: Bescheiden, fleißig, talentiert und ehrgeizig. Guardiola hat dem Spiel seiner Mannschaft einen Stil, eine wahre Identität gegeben. Ich finde, er ist großartig." – Rudi Garcia, Trainer von OSC Lille und Anwärter auf die Auszeichnung zum Trainer des Jahres 2011
"Für mich verdient der Künstler Messi den Ballon d'Or. Xavi ist derjenige, der das Spiel lenkt und die anderen in Szene setzt, doch Messi ist der, der den Unterschied ausmacht. Egal in welcher Partie, egal in welchem Moment. Für mich ist er Cristiano Ronaldo und der ganzen Welt überlegen. Ein Spieler wie Messi ist im Fussball sehr selten. Aber wäre er ohne Iniesta und Xavi ebenso stark? Das ist die Frage..." - Sonny Anderson, ehemaliger Stürmer des FC Barcelona
"Er lässt sich nicht schnappen. Seit man ihn kriegen will, entwischt er jedes Mal. Ich denke, dass er weitermachen kann, denn er ist jemand, der ein recht gesundes Leben führt, der außerhalb des Platzes keine Schlagzeilen macht, der gut lebt. Und der ein leidenschaftlicher Fussballer ist und dafür lebt." - Raymond Domenech, ehemaliger französischer Nationaltrainer
Japan gibt sich die Ehre
"Das ist sehr ermutigend in diesem Jahr, das eben begonnen hat. Ich bin sehr stolz auf Homare Sawa." - Yoshihiko Noda, japanischer Premierminister
"Sawa und Sasaki ausgezeichnet, das ist eine Premiere für Asien. Das ist unglaublich. Das bedeutet jedoch auch, dass die japanische Frauen-Nationalmannschaft von nun an zur Gejagten wird. Alle werden in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen in London versuchen, sie zu schlagen. Das ist eine neue, aufregende Herausforderung." - Junji Ogura, Präsident des japanischen Fussballverbands





