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Der Argentinier Lionel Messi hat als Erster zum vierten Mal in Folge den FIFA Ballon d’Or als bester Spieler der Welt gewonnen, während sich die U.S.-Amerikanerin Abby Wambach erstmals die Krone der FIFA-Weltfussballerin des Jahres geholt hat. Beide Preise wurden heute Abend bei der Gala FIFA Ballon d’Or im Kongresshaus in Zürich vergeben.
Die Auszeichnung für den FIFA-Männerfussballtrainer des Jahres ging an den spanischen Nationaltrainer Vicente del Bosque. Als FIFA-Frauenfussballtrainerin des Jahres wurde Pia Sundhage (neue schwedische Nationaltrainerin und ehemalige U.S.-Nationaltrainerin) geehrt.
Der 25-jährige Messi hat 2012 über 90 Tore geschossen. Mit 14 Treffern war er zudem Torschützenkönig der UEFA Champions League 2011/2012. Vicente del Bosque verdiente sich seine Auszeichnung mit dem Gewinn der EURO 2012, nachdem er Spanien bereits bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ zum Titel geführt hatte.
Bei den Frauen waren 2012 die USA das Maß der Dinge. Sundhage und Wambach führten die USA in London wiederum zu Olympiagold und revanchierten sich gegen Japan gleichzeitig für die Niederlage im Endspiel der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™, als sich die Asiatinnen ihren ersten WM-Titel holten.
Die Preisträger wurden in einer Wahl durch die Spielführer und Cheftrainer der Männernationalteams (für die beiden Männerfussballauszeichnungen) bzw. die Spielführerinnen und Cheftrainer/-innen der Frauennationalteams (für die beiden Frauenfussballpreise) sowie durch internationale Medienvertreter ermittelt, die vom französischen Fussballmagazin France Football ausgewählt wurden. In den vier Kategorien wählten sie jeweils ihre Favoriten. Die Stimmen jeder Gruppe zählten zu je einem Drittel.
Es war ein unvergesslicher Abend. Viele aktuelle und ehemalige Fussballstars waren auf der Bühne oder im Publikum mit dabei. Brasilianisches Flair als Einstimmung auf den FIFA Konföderationen-Pokal 2013 und die schottische Sängerin Amy MacDonald sorgten für beste Unterhaltung.
Der FIFA Ballon d’Or wurde nach der Verschmelzung der Auszeichnung für den FIFA-Weltfussballer des Jahres mit dem Ballon d’Or von France Football 2010 zum dritten Mal vergeben.
Lionel Messi holte sich den Sieg mit 41.60 % der Stimmen vor Cristiano Ronaldo (23.68 %) und Andrés Iniesta (10.91 %).
Wambach, die FIFA-Weltfussballerin des Jahres, führte die USA beim Olympischen Fussbalturnier 2012 in London zum Titel. Sie holte sich 20.67 % der Stimmen und verwies damit die Brasilianerin Marta (13.50 %) und die U.S.-Amerikanerin Alex Morgan (10.87 %) auf die Plätze zwei und drei.
Vicente del Bosque sicherte sich mit 34.51 % der Stimmen die Auszeichnung als FIFA-Männerfussballtrainer des Jahres, gefolgt vom Portugiesen José Mourinho (Trainer von Real Madrid) mit 20.49 % und von Pep Guardiola (ehemals Trainer des FC Barcelona) mit 12.91 %.
In der Kategorie des/der FIFA-Frauenfussballtrainers/-trainerin setzte sich Pia Sundhage (28.59 %) durch, vor dem japanischen Nationaltrainer Norio Sasaki (23.83 %), der mit seinem Team in London die Silbermedaille gewann, und dem französischen Nationaltrainer Bruno Bini (9.02 %).
Zur Wahl der FIFA FIFPro WORLD XI, sprich des besten Teams des Jahres 2012, hatte die internationale Spielergewerkschaft FIFPro 50.000 Profispieler auf der ganzen Welt eingeladen. Sie wählten folgendes Team: Iker Casillas (Spanien) im Tor; Dani Alves (Brasilien), Marcelo (Brasilien), Gerard Piqué (Spanien) und Sergio Ramos (Spanien) in der Verteidigung; Xabi Alonso (Spanien), Andrés Iniesta (Spanien) und Xavi Hernández (Spanien) im Mittelfeld sowie Cristiano Ronaldo (Portugal), Radamel Falcao (Kolumbien) und Lionel Messi (Argentinien) im Angriff.
Ebenfalls vergeben wurde der FIFA-Puskás-Preis für das schönste Tor des Jahres, das von über fünf Millionen Fans auf FIFA.com, FIFA auf YouTube und francefootball.fr gewählt worden war. Die Auszeichnung zu Ehren von Ferenc Puskás, dem Kapitän und Star der ungarischen Nationalmannschaft der 1950er-Jahre, ging an den slowakischen Stürmer Miroslav Stoch für dessen Knaller ins Lattenkreuz im Spiel seines Klubs Fenerbahçe in der türkischen Süper Lig gegen Gençlerbirliği am 3. März 2012.
Für seine herausragenden Leistungen und seine zahlreichen Verdienste um den Fussball erhielt Franz Beckenbauer von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter ferner den FIFA Presidential Award. Beckenbauer hat sich gleich mehrfach einen Namen gemacht: als überaus eleganter, erstklassiger Fussballer, charismatischer Trainer sowie als Aushängeschild und Cheforganisator einer großen Sportveranstaltung. Im Zentrum stand jedes Mal die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™.
Der FIFA-Fairplay-Preis ging schließlich an den usbekischen Fussballverband (UFF), der gezeigt hat, dass Fairness und Wettkampf keine Gegensätze sind, sondern sich hervorragend ergänzen. Der UFF war mit 498,84 Punkten (16,37 Punkte vor Iran) bereits von der AFC als fairster Verband des Jahres ausgezeichnet worden.
