Messi, Sawa, Guardiola und Sasaki triumphieren bei der Gala  FIFA Ballon d’Or 2011
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Der Argentinier Lionel Messi gewann heute Abend bei der Gala FIFA Ballon d’Or im Kongresshaus in Zürich zum dritten Mal in Folge den FIFA Ballon d’Or, während sich die Japanerin Homare Sawa erstmals den Titel der FIFA-Weltfussballerin des Jahres holte.

Der Spanier Pep Guardiola, Trainer des FC Barcelona, und Norio Sasaki, Trainer der japanischen Frauenauswahl, sicherten sich derweil die Auszeichnungen für den FIFA-Männerfussballtrainerund den FIFA-Frauenfussballtrainer des Jahres.

Messi und Guardiola haben mit dem FC Barcelona 2011 mit dem Gewinn der FIFA Klub-Weltmeisterschaft in Japan ein weiteres herausragendes Jahr mit Titeln in der UEFA Champions League, der spanischen Meisterschaft, dem spanischen Superpokal und dem UEFA-Superpokal gekrönt.

Nadeshiko, die japanische Frauenauswahl, hatte sich im Finale gegen die USA nach zweimaligem Rückstand in einem Elfmeterkrimi ihren ersten Titel bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ geholt.

Die Preisträger wurden in einer Wahl durch die Spielführer und Cheftrainer der Männernationalteams (für die beiden Männerfussballauszeichnungen) bzw. die Spielführerinnen und Cheftrainer/-innen der Frauennationalteams (für die beiden Frauenfussballpreise) sowie durch internationale Medienvertreter ermittelt, die vom französischen Fussballmagazin "France Football" ausgewählt wurden. In den vier Kategorien wählten sie jeweils ihre Favoriten. Die Stimmen jeder Gruppe zählten zu je einem Drittel.

Es war ein unvergesslicher Abend. Viele aktuelle und ehemalige Fussballstars waren auf der Bühne oder im Publikum mit dabei. Für Unterhaltung sorgten die Schweizer Musikgruppe TinkaBelle und der britische Sänger/Musiker James Blunt.

Der FIFA Ballon d'Or wurde nach der Verschmelzung der Auszeichnung für den FIFA-Weltfussballer des Jahres mit dem Ballon d’Or von France Football 2010 zum zweiten Mal vergeben.

Lionel Messi holte sich den Sieg mit 47.88 % der Stimmen vor Cristiano Ronaldo (21.60 %) und Xavi (9.23 %).

Sawa, die FIFA-Weltfussballerin des Jahres, führte Japan bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™ in Deutschland zum Titel und wurde danach als beste Spielerin und beste Torschützin (fünf Tore) mit dem Goldenen Ball und dem Goldenen Schuh von adidas geehrt. Sie holte sich 28,51 % der Stimmen und verwies damit die Brasilianerin Marta (17,28 %) und die U.S.-Amerikanerin Abby Wambach (13,26 %) auf die Plätze zwei und drei.

Pep Guardiola gewann den Titel des FIFA-Männerfussballtrainers des Jahres mit 41,92 % der Stimmen vor Sir Alex Ferguson von Manchester United (15,61 %) und dem Portugiesen José Mourinho von Real Madrid (12,43 %).

In der Kategorie des FIFA-Frauenfussballtrainers setzte sich Norio Sasaki mit 45,57 % der Stimmen durch. Auf den weiteren Plätzen folgen die Schwedin Pia Sundhage, Trainerin des US-Frauennationalteams, mit 15,83 % und Bruno Bini, Trainer der französischen Frauenauswahl, mit 10,28 %.

Zur Wahl der FIFA/FIFPro WORLD XI, sprich des besten Teams des Jahres 2011, hatte die internationale Spielergewerkschaft FIFPro 50.000 Profispieler auf der ganzen Welt eingeladen. Sie wählten folgendes Team: Iker Casillas (Spanien) im Tor; Dani Alves (Brasilien), Gerard Piqué (Spanien), Sergio Ramos (Spanien) und Nemanja Vidic (Serbien) in der Verteidigung; Xabi Alonso (Spanien), Andrés Iniesta (Spanien) und Xavi (Spanien) im Mittelfeld sowie Cristiano Ronaldo (Portugal), Lionel Messi (Argentinien) und Wayne Rooney (England) im Angriff.

Ebenfalls vergeben wurde der FIFA-Puskás-Preis für das schönste Tor des Jahres, das von über 1,5 Millionen Fans auf FIFA.com und "francefootball.fr" gewählt worden war. Die Auszeichnung zu Ehren von Ferenc Puskás, dem Kapitän und Star der ungarischen Nationalmannschaft der 1950er-Jahre, ging an den Brasilianer Neymar für dessen fantastisches Tor im Spiel der Serie A der brasilianischen Meisterschaft zwischen dem FC Santos und Flamengo am 27. Juli 2011 in São Paulo.

Für seine herausragenden Leistungen und Verdienste um den Fussball erhielt Sir Alex Ferguson von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter ferner den FIFA Presidential Award. Am 6. November 2011 hatte Sir Alex Ferguson als Trainer von Manchester United sein 25-Jahr-Jubiläum gefeiert. In diesen 25 Jahren gewann er mit dem Klub über 30 Titel, darunter zwölf Premier-League-Titel, fünf Siege im FA Cup, zwei Titel in der UEFA Champions League und den Sieg bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft.

Der FIFA-Fairplay-Preis ging schließlich an den japanischen Fussballverband, der wie das ganze Land im März 2011 schwer vom verheerenden Erdbeben getroffen worden war. Das Team ließ sich aber nicht unterkriegen und holte sich bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™ schließlich seinen ersten Titel. Stellvertretend für das Team nahmen Junji Ogura, Präsident des japanischen Fussballverbands, und Spielführerin Homare Sawa den Preis entgegen.

Anerkennung erhielt auch Simone Farina für seinen Mut, den Versuch einer Spielmanipulation abzulehnen und die Drahtzieher auffliegen zu lassen. Der Spieler des italienischen Serie-B-Klubs AS Gubbio erhielt vom FIFA-Präsidenten viel Lob für sein Vorgehen und vom Publikum großen Applaus.