France Football war der Trendsetter. Die hochgeschätzte Fachzeitschrift rief den Ballon d'Or bereits 1956 ins Leben, um in jedem Kalenderjahr den besten Europäer auszeichnen, der auf seinem Heimatkontinent aktiv war.

35 Jahre später führte die FIFA in dem Bestreben, den besten Einzelspieler des Planeten zu ehren, die Auszeichnung zum FIFA-Weltfussballer des Jahres ein. 2010 wurde die Auszeichnung dann mit dem langjährigen Preis von France Football zusammengeführt und in FIFA Ballon d'Or umbenannt.

FIFA.com hat einige interessante Statistiken aus der Geschichte des FIFA-Weltfussballers des Jahres/FIFA Ballon d'Or für Sie zusammengestellt.

80 Prozent der Sieger und Zweitplatzierten der WM-Jahre standen im Finale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ auf dem Platz. Nur Hristo Stoichkov, der 1994 in den USA mit Bulgarien überraschend ins Halbfinale einzog und bei der Wahl zum Weltfussballer den zweiten Platz belegte, sowie Lionel Messi, der 2010 in Südafrika mit Argentinien im Viertelfinale ausschied und am Ende dennoch die Auszeichnung gewann, bilden die Ausnahme. Der deutsche Torhüter Manuel Neuer und der argentinische Stürmer Lionel Messi waren im Endspiel der WM 2014 in Brasilien dabei. Der dritte Anwärter dieses Jahres, der Portugiese Cristiano Ronaldo, schied mit seinem Team hingegen nach der Gruppenphase aus.

20 Jahre war der Brasilianer Ronaldo alt, als er die Auszeichnung erhielt. Damit ist er der jüngste Empfänger dieses prestigeträchtigen Preises. Das Jahr war 1996 und obwohl O Fenômeno damals weder einen Landesmeister- noch einen kontinentalen Titel holte, gewann er den niederländischen Pokalwettbewerb, den niederländischen Superpokal sowie den spanischen Superpokal und konnte im Durchschnitt sowohl beim PSV Eindhoven als auch beim FC Barcelona fast ein Tor pro Spiel verbuchen. Der zweitjüngste Spieler ist Lionel Messi, der 22 Jahre alt war, als er 2009 zum ersten Mal ausgezeichnet wurde.

12 Trophäen gingen bisher nach Südamerika - zwei mehr als nach Europa. Damit ist der südamerikanische Kontinent der erfolgreichste. Allerdings wurden insgesamt sieben Europäer gekrönt (Lothar Matthäus, Marco van Basten, Roberto Baggio, Zinédine Zidane, Luís Figo, Fabio Cannavaro und Cristiano Ronaldo), denen sechs Südamerikaner gegenüberstehen (Romário, Ronaldo, Rivaldo, Ronaldinho, Kaká und Messi). Der einzige, der das Duopol der beiden Kontinente durchbrechen konnte, war der Afrikaner George Weah. Brasilien ist mit acht Siegern das erfolgreichste Land, gefolgt von Argentinien mit vier, Frankreich und Portugal mit drei sowie Italien mit zwei Preisträgern.

10 Auszeichnungen gingen an Spieler des FC Barcelona - doppelt so viele wie an Real Madrid, den nächsten Verfolger auf der Liste und größten Rivalen auf dem Spielfeld. Messi hält mit vier Auszeichnungen den Rekord, gefolgt von Ronaldo und Ronaldinho, die je zwei Mal triumphierten, sowie Romário und Rivaldo, die ebenfalls im Camp Nou Furore machten. Luís Figo, Ronaldo, Zidane, Fabio Cannavaro und Cristiano Ronaldo holten die Auszeichnung ins Bernabeu-Stadion. Die nächsten Klubs in der Erfolgsliste sind Juventus Turin (vier Gewinner), der AC Mailand und Inter Mailand (je drei Gewinner).

8 Jahre in Folge wird Lionel Messi am 12. Januar auf dem Podium gestanden haben, vier mehr als seine nächsten Verfolger. La Pulga wurde seit 2007 vier Mal Erster und drei Mal Zweiter. Cristiano Ronaldo wird bei der bevorstehenden FIFA-Zeremonie zum vierten Mal in Folge auf dem Podium stehen. Demselben Spieler gelang dies zuvor bereits drei Mal in Folge (2007 bis 2009), ebenso wie seinem brasilianischen Namensvetter (1996 bis 1998).

7 Mal war Spanien bereits auf dem Podium vertreten, ohne sich je die Auszeichnung zu sichern. Damit führen die Spanier diese Statistik vor England an, das zwei Podiumsplätze weniger zu verzeichnen hat. Xavi war drei Mal unter den Anwärtern, Raúl, Fernando Torres und Andrés Iniesta jeweils ein Mal. Letzterer belegte 2010 den zweiten Platz. Für England wurden Gary Lineker und Alan Shearer 1991 bzw. 1996 Dritter, während die Silbermedaille zwei Mal an David Beckham und einmal an Frank Lampard ging.

5 Mal ging die Auszeichnung an einen Spieler, der in dem entsprechenden Jahr für mehrere Vereine aktiv war - drei Mal davon an denselben Akteur. Es handelt sich dabei um den Brasilianer Ronaldo, der 1996 für den PSV Eindhoven und den FC Barcelona auflief, im folgenden Jahr für Barça und Inter Mailand und 2002 für Inter und Real Madrid. George Weah war 1995 der erste Preisträger, der für mehrere Klubs spielte (Paris Saint-Germain und AC Mailand), Fabio Cannavaro war 2006 der vorläufig letzte (Juventus Turin und Real).

5 Spieler belegten gleich mehrmals den zweiten Platz. Messi (2007, 2008 und 2013 Zweiter) und Cristiano Ronaldo (2009, 2011 und 2012 Zweiter) sicherten sich dennoch mehrmals selbst die Auszeichnung. Den anderen drei Akteuren war dies nie vergönnt. Hristo Stoichkov musste sich 1992 gegen Van Basten und zwei Jahre später gegen seinen Sturmpartner Romário geschlagen geben. David Beckham reihte sich 1999 hinter Rivaldo und 2001 hinter Luís Figo ein. Thierry Henry belegte in zwei aufeinanderfolgenden Jahren jeweils den zweiten Platz hinter Zinedine Zidane und Ronaldinho. Drei weitere Akteure standen mehr als einmal auf dem Podium, ohne je die Auszeichnung zu gewinnen: Dennis Bergkamp (1993 und 1997 Dritter), Xavi (2009, 2010 und 2011 Dritter) sowie Iniesta (2010 Zweiter und 2012 Dritter).

0 Torhütern wurde die Auszeichnung bisher zuteil. Diese Statistik würde Manuel Neuer am 12. Januar gern ändern. Der 28-Jährige ist der zweite Akteur auf dieser Position, der sich einen Podiumsplatz sichern kann. Oliver Kahn, der ebenfalls für Bayern München und die deutsche Nationalmannschaft aktiv war, war 2002 der erste Torhüter, dem dies gelang. Am Ende belegte er hinter Ronaldo den zweiten Platz. Außerdem ist bisher nur drei Verteidigern der Sprung auf das Treppchen gelungen, nämlich Paolo Maldini und Roberto Carlos, den Zweitplatzierten der Jahre 1995 und 1997, sowie Fabio Cannavaro, dem Gewinner des Jahres 2006.