Die hervorragenden Leistungen, die Hulk im Laufe des Jahres 2012 für den FC Porto ablieferte, brachten ihm einen Platz in der brasilianischen Seleção sowie einen Transfer zum russischen Spitzenklub Zenit Sankt Petersburg ein. Möglicherweise bringen ihm diese glorreichen Auftritte auch einige Stimmen von Leuten, die ihn gern in der FIFA/FIFPro World XI sehen würden. Er würde sich selbst jedenfalls aufstellen, wie er gut gelaunt im Exklusiv-Gespräch mit FIFA.com verriet, einem weiteren in der Interview-Reihe mit großen Stars zu den Auszeichnungen der Gala FIFA Ballon d’Or 2012.

Wer war für Sie der beste Spieler der Saison?
Ich würde sagen, der beste Spieler ist derzeit [Lionel] Messi. Barcelona hat hervorragende Spieler, die eine super Mannschaft bilden. Das bringt der Mannschaft gute Ergebnisse, sorgt aber gleichzeitig auch dafür, dass die Klasse der Einzelspieler zur Geltung kommt. Cristiano Ronaldo ist auch ein entscheidender Spieler, der viele Tore schießt. Wenn man heute von den besten der Welt spricht, sind es diese beiden. Aber ich würde für Messi stimmen.

War Messi der Spieler, der Ihnen von allen Gegnern am stärksten ins Auge gestochen ist?
Ja, denn ihm steht zwar auch ein hervorragendes Team zur Seite, aber er macht einfach außergewöhnliche Sachen. Daher hat er es in meinen Augen verdient, erneut zu gewinnen, auch wegen der Anzahl der Tore, die er im Saisonverlauf erzielt hat. Er hat mehr Tore geschossen als alle anderen.

Und wem würden Sie bei der Wahl zum Fussballtrainer des Jahres Ihre Stimme geben?
Es ist schwieriger, sich eine Meinung über die Trainer zu bilden, da wir den Alltag in den Mannschaften ja nicht miterleben. Deshalb entscheidet man sich vielleicht am besten für einen Trainer, der ein Turnier wie die UEFA Champions League gewonnen hat, von dem wir alle wissen, dass es sehr schwer zu gewinnen ist. Ich würde für Roberto Di Matteo von Chelsea stimmen. Ich weiß nicht, ob er der beste Trainer ist, aber ich würde nach dem gehen, was er geschafft hat. Er hat den Klub auf halbem Wege übernommen, es geschafft sich gegen Barcelona durchzusetzen und die Champions League gewonnen. Das war hervorragende Arbeit. Ich habe mir die Chelsea-Spiele angeschaut, und das war eine Mannschaft, die technisch und taktisch sehr gut gespielt hat.

Dann kommen wir zu Ihrer Auswahl für die FIFA/FIFPro World XI...
Hmm... ich weiß nicht... es gibt so viele gute Spieler... Und dann spielen da ja auch noch Freundschaften eine Rolle [lacht]. Ich weiß nur, dass in meinem Team Messi, Ronaldo und acht weitere Feldspieler stehen würden. Als Torhüter würde ich Petr Cech nehmen. Und dann würde ich noch mich selbst aufstellen. Wir drei an vorderster Front: Messi, Ronaldo und ich [lacht]. Für den Rest der Mannschaft gibt es viele Optionen, viele hochklassige Leute.

Kommen wir zu guter Letzt noch zum Puskás-Preis der FIFA. Gab es in der vergangenen Saison für Sie ein Tor, das besonders herausragend war?
Also, vielleicht war es nicht unbedingt das allerschönste, aber dieses Supertor von Ramires gegen Barcelona im Camp Nou. Das war ein schönes Tor und vor allem auch ein entscheidendes.