Fussball in Somalia
Der relativ junge und zudem von Bürgerkriegswirren erschütterte Staat Somalia hatte kaum die Möglichkeit, sich fussballerisch vorteilhaft in Szene zu setzen. Gegründet 1969, trat der somalische Fussballverband im selben Jahr der FIFA bei, 1975 dann auch der Afrikanischen Fussballkonföderation. Trotz schwieriger Bedingungen konnte ab 1972 eine Landesmeisterschaft mit vier regionalen Turnieren durchgeführt werden, deren Austragung nach 18 Jahren im Frühling 2008 wieder aufgenommen wurde. Auf internationaler Ebene blieben die Erfolge aus, weder für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft? noch für den Afrikanischen Nationen-Pokal konnte sich je eine somalische Mannschaft qualifizieren. Im Gegensatz zu vielen afrikanischen Ländern konnte sich bisher auch kein somalischer Spieler in einer Liga in Europa oder einem andern Kontinent durchsetzen. Der gegenwärtige Wiederaufbau der Fussballstrukturen lässt jedoch die Hoffnung aufkommen, dass der meist unterschätzte somalische Fussball an Stellenwert gewinnen wird.
Das Goal-Projekt
Der höchst beschwerliche Wiederaufbau des vom jahrelangen Bürgerkrieg zerstörten Landes betrifft auch die fussballerische Infrastruktur. Stadien existieren kaum mehr, und nur wenige Spielflächen sind bespielbar. In Abänderung zum Projekt, das am 4. Februar 2008 vorgestellt wurde, genehmigte das Goal-Bureau am 22. Oktober 2008 den Bau neuer Zuschauerränge im Benadir-Stadion von Mogadischu. Gleichzeitig wird im Rahmen des Programms ?In Afrika mit Afrika gewinnen" ein Kunstrasenfeld gelegt; dies ermöglicht die Wiederaufnahme von internationalen Vergleichen in und mit Somalia.
Verwendung FAP-Mittel
Finanzierung Goal-Projekt
Projekt
Zuschauertribünen im Benadir-Stadion, Mogadischu
Projekt genehmigt am
22. Oktober 2008
Stand
Implementierung
Finanzierung
Goal USD 400 000 FAP USD 759 806 Gesamtkosten USD 1 159 806
21.04.2009