Fussball in Palästina
Der Fussball Palästinas wird durch die politischen Probleme stark beeinflusst. Trotzdem versucht der Verband, den Meisterschaftsbetrieb aufrechtzuerhalten und die Spiele nach Möglichkeit plangemäss durchzuführen. In Westbank und Gaza wird je eine Meisterschaft mit zehn Mannschaften durchgeführt, wobei die beiden Sieger untereinander den Gewinner der Palästinensischen Meisterschaft ausmachen. Der grosse Publikumsaufmarsch und das Spielen der Jugendlichen in den Strassen zeugen von derPopularität des Fussballs, der das schwierige Alltagsleben manchmal vergessen lässt. Als grösster Erfolg in der noch jungen Geschichte des Nationalverbandes ist die Qualifikation für die zweite Runde des Olympischen Fussballturniers Athen 2004 zu bezeichnen. Ismail Al-Masry, der beste und berühmteste Spieler der Region, wurde zum Direktor der Nationalmannschaft Palästinas ernannt.
Das Goal-Projekt
Palästina wurde als Pilotprojekt des Goal-Programms nominiert. Das Verbandsgebäude in Gaza wurde im Februar 2002 fertig gestellt, konnte jedoch erst nach Beruhigung der politischen Situation im Sommer 2005 in Betrieb genommen werden. Das als technisches Zentrum zu betrachtende Gebäude bietet ideale Voraussetzungen für die administrative Koordination des Fussballs sowie Unterkunftsmöglichkeiten für National- und Klubmannschaften, Kurs- und Sitzungsteilnehmer. General Ahmad Afifi, Präsident des palästinensischen Fussballverbandes, erklärte in einem an die FIFA gerichteten Schreiben, dass der neue Hauptsitz für den palästinensischen Fussballverband in administrativer wie in technischer Hinsicht eine enorme Erleichterung sei und bereits wesentlich zur Förderung und Verbesserung des palästinensischen Fussballs beigetragen habe. Der zweite Teil des Goal-Projekts sieht die durch äussere Umstände verzögerte Fertigstellung des technischen Zentrums mit Einbau eines Kunstrasenfeldes in Gaza vor sowie Kunstrasenfelder in Ramallah und in Ram, nahe Jerusalem. Dazu wurde am 7. November 2005 vom Goal-Bureau ein zusätzlicher Beitrag gewährt. Die französische Regierung und der saudiarabische Fussballverband tragen zur Realisierung dieser Plätze bei. Bereits früher hat die Finanzkommission der FIFA aus dem humanitären Fonds der FIFA für Ausrüstungsmaterial einen Betrag von USD 100 000 bewilligt.
Verwendung FAP-Mittel
Finanzierung Goal-Projekt
Projekt
Verbandssitz mit technischem Zentrum in Gaza, Kunstrasen-Spielfelder in Gaza, Ramallah und Ram (bei Jerusalem)
Projekt genehmigt am
Pilotprojekt
Stand
Kunstrasen im Al-Husseini-Stadion, Ramallah, eröffnet am 26. Oktober 2008
Finanzierung
Goal USD 1 432 000 FAP USD 336 705 Franz. Regierung USD 456 401 SAFF USD 350 000 Gesamtkosten (TP1+2) USD 2 575 106
20.01.2009