Fussball in den Niederlanden
Die Erfolgsbilanz des niederländischen Fussballverbandes KNVB - einem der sechs Gründerverbände der FIFA - kann sich sehen lassen: Siebenmal nahm die niederländische Vertretung an der Europameisterschaft teil, wobei sie einmal (1988) den Titel holte. Ebenfalls legendär sind die epischen WM-Duelle gegen Deutschland und Argentinien anlässlich der WM-Endspiele 1974 und 1978, deren Verluste noch heute schmerzen, die europäische Fussballgeschichte jedoch um ein höchst interessantes Kapitel reicher gemacht haben. Berufsfussball wurde erst 1954 eingeführt, eine Spaltung der bisherigen Liga war die Folge. In der Folge entwickelte sich in den Niederlanden ein einzigartiges Qualifikationssystem, das mehr ökonomische denn sportliche Gesetze kennt. Aus der 1. Division kann ein Verein nur absteigen, indem er sich, z. B. aus finanziellen Gründen, selbst in die Amateurligen zurückzieht. Die Niederlande gehören auch zu den Protagonisten in anderen Fussballsparten: Seit 1969 gibt es dort den heutigen Futsal, seit 1971 eine starke Frauenfussballsektion. Unter den weltberühmten Spielernamen, die hier nicht aufgezählt werden wollen, befinden sich mehrere mit karibischen Wurzeln, die mit ihren Karrieren viel zur Anerkennung der niederländischen Überseegebiete beigetragen haben.
Das Goal-Projekt
Das erste Projekt, das die Niederlande dem Goal-Bureau vom 4. Februar 2008 vorlegten, betrifft nicht das niederländische Mutterland, sondern die karibische Provinz Suriname, die bereits in den Genuss von zwei Goal-Projekten gekommen ist. Dies ist eine Form von Entwicklungshilfe, die ein arrivierter Verband wie der niederländische einem kleineren Mitglied zukommen lassen kann. Gebaut wird ein nationales Zentrum für Juniorenfussball in Essed la Fuente. Dieser Komplex wird Trainings- und Spielmöglichkeiten für Jugendliche, Frauenteams, Schulen und Behindertensportler bieten. Mit der Fertigstellung wird Ende 2009 gerechnet.
Verwendung FAP-Mittel
Projekt
Nationales Fussballzentrum in Essed la Fuente (Suriname)
Projekt genehmigt am
4. Februar 2008
Stand
Implementierung
Finanzierung
Goal USD 400 000 Gesamtkosten USD 400 000
20.01.2009