Fussball in Libyen
In Libyen bedeutet Fussball eine von den meisten Einwohnern geteilte Leidenschaft, weit vor Tennis und den traditionellen arabischen Sportarten. Die Landesmeisterschaft bewegt die Gemüter wie überall, im internationalen Vergleich ist das Land jedoch (noch) nicht konkurrenzfähig. So könnte die Situation beschrieben werden, in der Libyen seit vielen Jahren verharrt, dies als Folge einer allgemeinen Isolation des Landes, die sich erst in den letzten Jahren gelöst hat und dem Fussball ebenfalls neue Perspektiven eröffnet. Als sichtbares Zeichen kann die zweite Teilnahme nach 24 Jahren Abstinenz beim Afrikapokal erkannt werden. Damals allerdings, 1982, verlor man als Gastgeber gegen Ghana im Final erst im Elfmeterschiessen. Seither hat sich im übrigen Afrika viel verändert und die damals erreichbaren Gegner mischen heute teilweise an der Weltspitze mit. Die libysche Regierung ist allerdings dem Fussball sehr zugetan, hatte schon für die WM-Qualifikation 2002 mit prominenten Trainern und Beratern viel unternommen, den Durchbruch zu schaffen; der Erfolg blieb jedoch aus. Trotzdem haben es einige Spieler geschafft, zu internationalem Renommee zu kommen, z.B. Tarek El Taib oder Gehad El Montasr, deren Arbeitsplätze in Europa zu finden sind.
Das Goal-Projekt
Das Goal-Bureau vom 15. März 2006 genehmigte den Bau eines Verbandssitzes in Tripolis, der den aktuellen Bestrebungen des libyschen Verbandes zur Verbesserung des fussballerischen Umfeldes mit modernen Einrichtungen förderlich sein wird. Damit wird der Verband auch räumlich und finanziell unabhängig, was mit Sicherheit Energien und Raum für Entwicklungen freisetzen wird. Es wird interessant sein zu beobachten, was die neue Situation für den Fussballbetrieb bedeuten wird und ob der schon jetzt erkennbare Aufwärtstrend verstärkt werden wird.

Verwendung FAP-Mittel
Finanzierung Goal-Projekt
Projekt
Verbandssitz in Tripolis
Projekt genehmigt am
15. März 2006
Stand
Implementierung
Finanzierung
Goal USD 400 000 Gesamtkosten USD 400 000
03.03.2009


