Seit zwei Jahren schon stellt das Internationale Zentrum für Sportwissenschaften (CIES) Partnerschaften mit afrikanischen Universitäten her. Dieser Ausbau des akademischen Netzwerks erfolgt im Rahmen des von der FIFA gestarteten Programms "In Afrika mit Afrika gewinnen". Dabei geht es darum zu gewährleisten, dass die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ auch für kommende Generationen ein handfestes und fruchtbares Erbe hinterlässt.

Konkret: Künftige Sportfunktionäre bekommen von CIES ein Rüstzeug in den unterschiedlichsten Fachgebieten, wie Kommunikation, Recht, Finanzen, Management, Organisation von Sportveranstaltungen und Marketing. Damit all das die gewünschte Wirkung erzielt, müssen diese Instrumente aber auch den lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Und hier kommen die Partner von CIES ins Spiel. Sie müssen nämlich dafür sorgen, dass die Kurse keine rein abstrakten akademischen Veranstaltungen sind, sondern den Teilnehmern vielmehr die Möglichkeit geben, den Sport auf nationaler Ebene konkret und nachhaltig zu gestalten.

Das erste Programm in afrikanischem Sportmanagement hat CIES 2006 in Zusammenarbeit mit der Universität Cheikh Anta Diop im senegalesischen Dakar organisiert. Der Kurs hatte 50 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten beruflichen und sozialen Schichten. Partnerschaften wurden darüber hinaus auch mit der Nelson Mandela Metropolitan University von Port Elizabeth und der Universität von Südafrika in Pretoria vereinbart. Letztere ist damit betraut, den Unterrichtsinhalt in allen englischsprachigen Ländern Afrikas zu verbreiten. Zudem laufen im Augenblick Gespräche über ein CIES-Bildungs- und Ausbildungsprogramm in Ägypten 2008.

Die Partnerschaften haben zudem das Ziel, die Studierenden über ein leistungsstarkes Ehemaligen-Netzwerk in Kontakt zueinander zu bringen. So sollen vor allem Afrikaner die Möglichkeit haben, Erfahrungen und Informationen nicht nur auf kontinentaler Ebene, sondern auch weltweit austauschen zu können. Das Netzwerk soll auch anderen CIES-Partnern offen stehen. Schon jetzt zählen die Universidad Católica Argetina de Buenos Aires und die Universidad Santo Tomás de Santiago de Chile dazu. Künftige Partner in Mittelamerika, Asien und Ozeanien sollen folgen.

CIES-Präsident Jean-Louis Juvet jedenfalls ist begeistert: "Dank der FIFA kann CIES an der Entstehung eines dynamischen internationalen akademischen Netzwerks teilhaben. In einer Zeit, in der der Sport - im Guten wie im Schlechten - zentrales Element unserer Gesellschaft ist, ist es wichtig, dass wir unsere Anstrengungen so bündeln, dass sie leistungsstark sind und doch nichts von ihrer Attraktivität und Würde verlieren."