Im Rahmen der Feiern zu Ehren des 89. Geburtstags von Nelson Mandela am 18. Juli wird FIFA-Präsident Joseph S. Blatter den Makana-Fussballverband, der von politischen Häftlingen während ihrer Gefangenschaft auf Robben Island zur Zeit des Apartheid-Regimes gegründet wurde, mit der Ehrenmitgliedschaft auszeichnen. Zu diesem Zweck wird auf der Insel, auf der der Friedensnobelpreisträger 18 seiner insgesamt 27 Jahre in Gefangenschaft verbrachte, einige Stunden vor dem Beginn des Spiels "90 Minuten für Mandela" in Kapstadt eine feierliche Zeremonie stattfinden, wie heute bei einer Medienkonferenz am Sitz der Nelson-Mandela-Stiftung in Johannesburg bekanntgegeben wurde.
"Nelson Mandela war einst ein Geächteter, der von einem rassistischen Regime zu Unrecht eingekerkert wurde. Heute ist er weltweit Sinnbild für eine Welt ohne Rassismus. Die politischen Gefangenen trugen auf Robben Island alle Fussballspiele als Mitglieder des Makana-Fussballverbands streng nach den FIFA-Statuten aus. Sie alle verkörpern damit den Kampf der FIFA gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung im Fussball insbesondere und im Sport allgemein. Es ist deshalb mehr als recht, dass ihr Einsatz mit einer Ehrenmitgliedschaft gewürdigt wird", ließ der FIFA-Präsident, der der Medienkonferenz nicht beiwohnen konnte, in einer schriftlichen Erklärung verlauten.
"Dies ist nicht nur für den Fussball in Südafrika, sondern auch für den Kampf gegen Rassismus ein grosser Schritt. Mit dieser Auszeichnung erhält das Engagement der ehemaligen Häftlinge auf Robben Island, die den Fussball als Mittel gegen das Apartheid-Regime einsetzten, einen noch höheren Stellenwert. Wir freuen uns sehr über die Ehrenmitgliedschaft des Makana-Fussballverbands als Würdigung der Verdienste der von Nelson Mandela angeführten Freiheitskämpfer auf Robben Island. Die politischen Gefangenen missachteten die Gesetze der Apartheid, hielten sich aber streng an die Regeln der FIFA", betonte Tokyo Sexwale, Hochkommissar für die FIFA-Kampagne "Nein zu Rassismus" und selbst ehemals politischer Gefangener auf Robben Island, bei der Medienkonferenz.
Im Anschluss an die Zeremonie auf Robben Island folgt um 20.00 Uhr im Newlands-Stadion ein hochkarätiges Spiel "90 Minuten für Mandela" zwischen einer afrikanischen Auswahl und einem Team "Rest der Welt". Eintrittskarten sind via Computicket zu ZAR 30 für Stehplätze, ZAR 50 für Sitzplätze und ZAR 120 für VIP-Plätze erhältlich.
Die Einnahmen werden gemäß Vereinbarung zwischen der FIFA und der Nelson-Mandela-Stiftung vollumfänglich Sozialprojekten wie Nelson Mandelas weltweiter 46664-HIV/AIDS-Kampagne zugute kommen. Die Spieler werden auf ihren Hemden deshalb Mandelas Gefangenennummer 46664 tragen und so ihre Unterstützung für seine HIV/AIDS-Präventionskampagne zum Ausdruck bringen.
"Mit der Ehrung einer so großartigen Persönlichkeit, die bewiesen hat, dass der Mensch Hass, Ungerechtigkeit und Diskriminierung überwinden kann, setzt die FIFA ein Zeichen. In einer geteilten Welt kann der Sport als Brückenbauer eine wichtige Rolle spielen. Der Sport und insbesondere der Fussball hielten die Gefangenen auf Robben Island physisch und geistig am Leben und gaben ihnen Kraft für ihren heroischen Kampf für Gleichheit und Freiheit", sagte Achmat Dangor, Geschäftsführer der Nelson-Mandela-Stifung.
"Mit diesem Spiel im Newlands-Stadion ehren wir das Lebenswerk eines der größten Afrikaner aller Zeiten", meinte Danny Jordaan, Geschäftsführer des lokalen Organisationskomitees für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™. "Mit Blick auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ danken wir Nelson Mandela mit dieser Partie für den selbstlosen Einsatz, der Südafrika und Afrika letztlich zur ersten Weltmeisterschaft verholfen hat. Dieses Spiel steht damit auch für die Werte und die Bedeutung des Fussballs als Hoffnungsträger und so für all das, was die FIFA-Bewegung Football for Hope ausmacht."

