17 Mannschaften, einschließlich vier U-14-Teams aus direkt von Landminen betroffenen Gebieten, kamen zu diesem Anlass zusammen, bei dem Spirit of Soccer, ausführender Partner der FIFA-Initiative Football for Hope und Mitglied des Netzwerks streetfootballworld, versuchte, über den Fussball eine lebensrettende Botschaft zu vermitteln.

Spirit of Soccer wurde 2006 in der Provinz Battambang im Norden Kambodschas ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine der am stärksten verminten Gegenden der Welt. Nach Schätzungen des Cambodian Mine Action Centre (CMAC) gibt es in Kambodscha derzeit vier bis sechs Millionen Minen und Blindgänger, für deren Beseitigung man bei Beibehaltung des derzeitigen Tempos schätzungsweise 100 Jahre brauchen würde.

Noch schlimmer ist, dass die Minen während des fast drei Jahrzehnte andauernden Krieges bewusst an Stellen gelegt wurden, wo möglichst viele Menschen zu Schaden kommen. Über 40.000 Kambodschaner müssen inzwischen mit fehlenden Gliedmaßen leben, 40 Prozent der Opfer sind Jungen.

Daher ist es wirklich unerlässlich, auf die Situation aufmerksam zu machen. In seiner Eröffnungsansprache betonte der Vizegouverneur der Provinz Battambang, Mr. Yenu, die große Bedeutung des Sports bei der Aufklärung über die Risiken von Landminen. In diesem Zusammenhang lobte er insbesondere die Initiativen von Spirit of Soccer. Danach stand der Höhepunkt der Veranstaltung auf dem Programm - der Fussball. Die Kinder und Jugendlichen waren trotz der brütenden März-Hitze mit Feuereifer und Begeisterung dabei und zeigten ihr ganzes Können.

"Gesund und stark"
In der Altersklasse U-14 der Jungs wurden die zwölf teilnehmenden Mannschaften in vier Gruppen eingeteilt, so dass jedes Team nur zwei 45-Minuten-Spiele austragen musste, die über den Einzug ins Halbfinale entschieden. Die Mannschaften aus Battambang, die in der SALT-Liga spielen, erwiesen sich im Allgemeinen als überlegen, und die angereisten Teams aus anderen Provinzen konnten nicht mithalten. Im Halbfinale herrschten dann jedoch sehr ausgeglichene Verhältnisse. KCS, Crossroads, Catholics und ASPECA erwiesen sich als etwa gleich stark und erkämpften sich jeweils ein torloses Unentschieden.

Beide Partien gingen daher ins Elfmeterschießen, und auch hier fiel nach den ersten fünf Elfmetern noch keine Entscheidung. Am Ende setzten sich jedoch KCS und Catholics durch und zogen ins Finale ein. Letztere erzielten im Endspiel ein frühes Tor, und alles deutete darauf hin, als würde die Partie mit 1:0 enden. Nur wenige Minuten vor Spielende erzielte KCS dann mit einem schönen Schuss aus über 20 Metern aber doch noch den Ausgleichstreffer. Am Ende wurde der KCS-Torhüter zum Helden dieses packenden Finales. Er hielt beim Elfmeterschießen sage und schreibe drei Elfer und sorgte damit für einen 4:3-Sieg seiner Mannschaft.

Sey Chunthuen, Abwehrspieler des siegreichen KCS, äußerte sich im Anschluss begeistert über das Turnier und seine Botschaft und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass in Zukunft mehr kambodschanische Kinder die Möglichkeit bekommen, in einem sicheren Umfeld zu spielen und vielleicht beim nächsten Wettbewerb dabei zu sein.

Bei den Mädchen war die Gruppenrunde hart umkämpft, und es fielen insgesamt nur fünf Tore. Auch hier musste in beiden Halbfinalpartien mittels Elfmeterschießen über den Finaleinzug entschieden werden. Am Ende setzten sich New Hope Children's Home und Compassion Church durch. Erstaunlicherweise endete auch das Finale mit einem torlosen Remis, aus dem unvermeidlichen Elfmeterschießen ging das Team von New Hope als Sieger hervor (2:0).

Trotz des Mangels an Toren zeigten sich die anwesenden Fans beeindruckt vom Auftritt der Spielerinnen, und die Mädchen selbst waren restlos begeistert. Eine der Spielerinnen, die 16-jährige Kluen Tie, spielt erst seit zwei Monaten Fussball und war anfangs ganz nervös, weil sie vor so großem Publikum spielen sollte. Als es dann soweit war, genoss sie die Erfahrung jedoch in vollen Zügen und fand auch die Aufklärung über das Risiko von Landminen sinnvoll.

Sie sagte: "Ich hoffe, dass im nächsten Jahr noch mehr Mannschaften aus der Provinz teilnehmen können und dass bis dahin alle gesund und stark bleiben und niemand von einer Mine verletzt wird."

Abschlusstabellen:

Mädchen:
1. New Hope Children's Home
2. Compassion Church
3. Catholics Student Center

Jungen:
1. KCS (Khmer Community Service)
2. Catholics Student Center
3. ASPECA Orphanage

Fairplay-Auszeichnung:
Rotanak Mondul School