Sie sind zwei Fussballer, die gemeinsam Erfolge gefeiert und sich nun gemeinsam einer Sache verschrieben haben: Den SOS-Kinderdörfern zu helfen. Die Rede ist von Abédi Pelé und Anthony Baffoe, beide ehemalige Spieler der "Black Stars", der Nationalmannschaft von Ghana.

Jeder der beiden Ex-Nationalspieler hat seine eigenen Gründe, warum er die SOS-Kinderdörfer unterstützt. Der "Maestro", wie Abédi Pelé auch genannt wird, erzählt von sich: "Warum ich heute im SOS-Kinderdorf bin, liegt wohl daran, dass ich mir mit Fussball sehr viel Mühe gegeben habe und mich nun viele kennen. Ich bin froh, dass ich die Sache der SOS-Kinderdörfer unterstützen kann, denn als Kind habe ich ähnliches erlebt wie viele Kinder, bevor sie hier her kamen."

Tony Baffoe, als Sohn eines ghanaischen Diplomaten in Deutschland geboren, ergänzt: "Ich hatte wohl zunächst mehr Glück in meiner Kindheit als der Maestro. Aber dann starb mein Vater, als ich 15 Jahre alt war. Ich musste ganz klein anfangen und erst mal Zeitungen verkaufen, um mich über Wasser zu halten."

Beide erzählen im SOS-Kinderdorf Tema nahe der ghanaischen Hauptstadt Accra über ihre Kindheit. Die Mädchen und Jungen im Dorf hören gespannt zu, was ihre beiden Idole zu berichten haben. Baffoe schließt mit den Worten: "Die SOS-Kinderdörfer sind eine der am besten organisierten Hilfseinrichtungen, die ich gesehen habe. Es muss wohl Gottes Wille gewesen sein, dass wir hier zusammen gekommen sind, um jungen Menschen zu helfen. Es macht uns Freude, der Gesellschaft etwas von dem zurück zu geben, was sie uns gegeben hat."

Pelé und Baffoe haben im SOS-Kinderdorf Tema ihre Urkunden als "FIFA für SOS-Kinderdörfer-Botschafter" bekommen. Der Maestro mit etwas Verspätung, denn er ist schon länger für die SOS-Kinderdörfer aktiv. Tony Baffoe hingegen ist frischgebackener Botschafter.

Nach dem offiziellen Teil des Besuchs folgte der vergnügliche: Die beiden Ex-Profis nahmen sich viel Zeit, um mit den Dorfbewohnern Fussball zu spielen. Für die Kinder, von denen viele auf der Schattenseite des Lebens geboren sind, ist ein solcher Nachmittag gemeinsam mit scheinbar unerreichbaren Idolen ein unschätzbares Geschenk: Da nehmen sich zwei Superstars Zeit für uns! Die beiden ehemaligen "Black Stars" haben es gern getan. "Die Leute von SOS machen ihren Job mit einer solchen Leidenschaft, da muss man einfach helfen," sagt Tony Baffoe nach seinem ersten Rundgang durch ein SOS-Kinderdorf. Er und Abedi Pelé wollen bald wiederkommen und mit den Kindern von Tema Trainingsstunden abhalten.