"20 Zentren für 2010", die offizielle Kampagne der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™, läuft derzeit auf Hochtouren. Die aus einer Partnerschaft zwischen der FIFA und streetfootballworld hervorgegangene Initiative verfolgt das Ziel, durch den Bau von 20 Gesundheits-, Bildungs- und Fussballzentren von Football for Hope in Afrika positive soziale Veränderungen herbeizuführen.
Nach Khayelitsha in Südafrika erfolgte jetzt auch in der Stadt Baguinéda in Mali die Grundsteinlegung für ein weiteres Football-for-Hope-Zentrum. Das Konzept ist stets das gleiche: "Wir bauen für eine bessere Zukunft", erklärte Sampon Kablan, Projektverantwortlicher des Goal-Entwicklungsprogramms der FIFA anlässlich des feierlichen Aktes.
Am 24. September dieses Jahres wurde in der rund 30 Kilometer von der Hauptstadt Bamako entfernten und am Fluss Niger gelegenen Stadt Baguinéda, die zur Region Koulikoro gehört, der Grundstein für das Football-for-Hope-Zentrum gelegt. Für die feierliche Umrahmung des Ereignisses sorgte ein malisches Frauenensemble, dessen bunte Darbietungen die farbliche Vielfalt der lokalen Kultur widerspiegelten. Außerdem gaben junge Fussballerinnen des Landes eine Kostprobe ihres Könnens im Umgang mit dem runden Leder. Dieses Zentrum wird mit dem gleichen Ziel wie alle anderen gebaut, also "für und in Zusammenarbeit mit bedürftigen Gemeinden", betonte Sampon Kablan.
Gemeinsam mit der Organisation AMPJF (Association Malienne pour la Promotion de la Jeune et de la Femme - Vereinigung für die Förderung von Jugend und Frauen in Mali) werden ein Aufklärungsprogramm für Gesundheitsfragen sowie der Ausbau des ärztlichen Versorgungsnetzes in dieser Region in Angriff genommen. Doch das ist noch nicht alles. Darüber hinaus ist die Durchführung von Nachhilfekursen für Jugendliche mit Lernproblemen und die Einführung eines leistungsfähigen Alphabetisierungssystems vorgesehen. Und natürlich wird dabei auch der Fussball für junge Mädchen eine herausragende Rolle spielen.
In diesem Zusammenhang bekräftigte Samplon Kablan, dass "die Arbeit der AMPJF mit den Mädchen und jungen Frauen einen enorm wichtigen Beitrag zur Förderung der Gleichstellung zwischen den Geschlechtern leistet." Weiter sagte er dazu: "Die Kulturen und Generationen übergreifende Tätigkeit der AMPJF bildet die Grundlage für die soziale Integration innerhalb der Gemeinden und die Verminderung von Konflikten. Darauf basiert auch die Unterstützung und enge Kooperation von Football for Hope mit dieser Organisation."
Demnach steht Football for Hope in Mali eine vielversprechende Zukunft bevor. Welch große Hoffnungen man in Afrika in ein solches Projekt setzt, wurde nicht zuletzt durch die massive Medienpräsenz in Baguinéda deutlich. Damit hat diese Grundsteinlegung auf malischem Boden also schon jetzt viel Positives bewirkt.
