Am vergangenen 18. Mai begannen die Bauarbeiten für das erste Football-for-Hope-Zentrum in Afrika. Khayelitsha, ein von der Armut gezeichnetes Township am Stadtrand von Kapstadt mit mehr als zwei Millionen Einwohnern, stand damals im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Doch jener 18. Mai war lediglich der Anfang - Ende November wird das Zentrum offiziell eröffnet und seiner Bestimmung übergeben, und auch in anderen afrikanischen Ländern sollen weitere Zentren errichtet werden.
Khayelitsha ist das erste von 20 in Afrika geplanten Zentren im Rahmen der offiziellen Kampagne "20 Zentren für 2010", die die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ flankiert. "Kapstadt freut sich über die Integration des Football-for-Hope-Zentrums in das Entwicklungsprogramm für Khayelitsha, das bereits ein städtebauliches Gewaltpräventionsprojekt beinhaltet", erklärte vergangenen Mai Dan Plato, Bürgermeister von Kapstadt. Seitdem sind die Arbeiten sehr gut vorangekommen.
Die Fertigstellung der Einrichtung ist für Anfang September vorgesehen. Die geplanten Aktivitäten sollen schließlich Ende desselben Monats beginnen. Das Zentrum wird sich unter anderem der HIV-/Aids-Problematik widmen, es wird mit den notwendigen Materialien zur Verbesserung von Gesundheit und Bildung von Kindern ausgestattet, und außerdem wird ein Kunstrasenplatz errichtet. Das Zentrum in Khayelitsha wird im Auftrag des Football-for-Hope-Programms durch Grassroot Soccer verwaltet, einer karitativen Organisation, die sich vornehmlich der HIV-Prävention im Westen Kapstadts verschrieben hat.
Das Gebiet, auf dem das Gebäude errichtet wird, birgt viele Erinnerungen an eine nicht gerade ruhmreiche Vergangenheit. Das ehemalige Sumpfgebiet war einst das gefährlichste Viertel des Townships. "Bisher galt es als ein Brennpunkt der Kriminalität, von nun an wird es als ein Ort für Aktivitäten angesehen, von dem die Menschen profitieren können", erklärte Zamadyedwa Sogayise, Leiterin des Entwicklungsforums von Khayelitsha, die keine Mühen gescheut hat, um den Bau der Einrichtung an eben dieser Stelle zu forcieren.
"Wir alle hier waren begeistert, als wir erfuhren, dass das Zentrum hier gebaut würde. Jetzt werden unsere Kinder einen Ort haben, wo sie spielen können", freute sich Gladys Zoleka Masiza, die in diesem Viertel lebt. "Manchmal rutschen unsere Jungen in die Kriminalität und stehlen. Doch jetzt stellen sie fest, dass ein Wandel stattfindet, es gibt Beleuchtung, alle Welt kann sie sehen. Sie können nicht mehr einfach tun und lassen, was sie wollen."
Am 5. Dezember wird das Zentrum in Anwesenheit von Präsident Joseph S. Blatter, ehemaligen Fussballspielern sowie weiterer Prominenz symbolisch eingeweiht. Doch Khayelitsha ist nur der Anfang, ein erster Schritt. Ende September wird in Mali eine zweite feierliche Grundsteinlegung stattfinden, die entsprechenden Bauarbeiten werden im Dezember in Angriff genommen. Der Bau von Zentren in Namibia und Kenia steht ebenfalls auf dem Programm dieser ersten Kampagnenphase, die den Beginn des umfangreichen Engagements im Rahmen des Football-for-Hope-Projekts markiert.

