Ithemba (Hoffnung) und Philisa (Heilen) steht in großen Lettern auf den Seiten des Gemeinschaftsgebäudes, das Teil des neu eröffneten Ncomu Road Urban Park ist, der sich im Stadtviertel Harare in Khayelitsha (Kapstadt) befindet. Diese Worte aus der Xhosa-Sprache verkörpern wichtige Ideale für die Einheimischen, für die die Wunden der Vergangenheit in einem der größten und ärmsten Townships Südafrikas noch ganz frisch sind.

Am 25. Mai fand - im Schatten dieser Worte - der erste feierliche Spatenstich für das erste Football-for-Hope-Zentrum in Afrika statt. Das Projekt 20 Zentren für 2010, ein gemeinschaftliches Unternehmen von FIFA und streetfootballworld beabsichtigt, in ganz Afrika im Rahmen der offiziellen Kampagne für mehr gesellschaftliche Verantwortung 20 Football-for-Hope-Zentren zu errichten.

Die Gemeinschaftszentren sind eine Plattform für die Erziehung und Gesundheitsversorgung von Kindern und bieten den benachteiligten Kommunen die Möglichkeit, sich einigen der sozialen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, zu stellen. Das Zentrum in Khayelitsha wird für Football for Hope von Grassroot Soccer verwaltet, einer engagierten wohltätigen Organisation, die sich bislang besonders in der HIV/Aids-Aufklärung in der Provinz Westkap einen Namen gemacht hat.

Das Gebiet, auf dem das erste Football-for-Hope-Zentrum errichtet wird, ist für die Einheimischen mit schlechten Erinnerungen verbunden. Was zuvor verlassenes Sumpfgebiet und eine der gefährlichsten Gegenden Khayelitshas war, ist heute, dank der vereinten Kräfte von Anwohnern, lokalen Führungspersönlichkeiten und der Regierung, nutzbar gemacht worden. "Es zeigt, wozu wir in der Lage sind, wenn wir uns darauf konzentrieren, etwas zu Wege zu bringen, statt uns auf Mängel zu konzentrieren", erklärte Helen Zille, Premierministerin der Provinz Westkap, in ihrer Ansprache an die Menge.

Zeit für den Wandel
Als einer von Südafrikas größten Slums und Heimstätte von etwa zwei Millionen Menschen sieht sich Khayelitsha mit vielen Problemen wie Armut, Zugang zu sauberem Leitungswasser und zu Elektrizität konfrontiert. Wenn man jedoch mit einigen der Einwohner spricht, verspürt man vor allem ein Gefühl der Hoffnung und den dringenden Wunsch, ein besseres Leben zu führen.

Ein junger Mann, der in der nahe gelegenen Kwamfundo High School seinen Abschluss gemacht und den größten Teil seiner Kindheit in dieser Gegend verbracht hat, äußerte sich optimistisch zur Zukunft des Gemeindezentrums. Seiner Ansicht nach waren Drogen das größte Problem in dieser Gegend, und das Zentrum birgt die Hoffnung, dass die Kinder der Gegend ohne Drogen nicht so rasch in die Kriminalität abrutschen wie früher.

Engagement
In seiner Ansprache an die Medien lobte Danny Jordaan, Haupt-Geschäftsführer des Lokalen Organisationskomitees für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™, die Initiative und betonte, das Zentrum sei ein Meilenstein auf dem Weg zu einem neuen Leben für die Einwohner von Khayelitsha und seiner Umgebung. Er fuhr fort und lobte das Green Point Stadium als einen wichtigen sozialen Fakt, der nun geschaffen sei, aber doch weit entfernt von den staubigen Straßen von Khayelitsha liegt, dessen Zentrum für die Jugend vor Ort eine hoffnungsvollere Zukunft bereithält. "Wir können das Stadion nicht nach Khayelitsha holen, aber wir können die Spieler von hier aus ins Stadion bringen."

Federico Addiechi, Leiter der FIFA-Abteilung für Soziale Verantwortung, bekräftigte das Engagement von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. "Wir möchten Afrika ein Vermächtnis hinterlassen, das noch lange nach dem Schlusspfiff der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ Bestand hat", erklärte er.

Als die Menge sich zerstreute, kehrten einige der Einwohner mit leuchtenden blauen Taschen, die das FIFA-Logo trugen, nach Hause zurück. Es waren die Beutel mit Informationsmaterial, die man den Pressevertretern ausgehändigt hatte. Sie mögen keinen großen praktischen Wert für den durchschnittlichen Einwohner von Khayelitsha haben, doch ihre symbolische Bedeutung sollte nicht unterschätzt werden. Sie bestätigen, dass man an diesem Tag dabei war und vermitteln noch ein wenig stärker das Engagement der FIFA in Afrika.