Fussball + Verantwortung + nachhaltige Programme + Engagement = "Football for Hope"
Wenn alle Elemente dieser Formel im richtigen Verhältnis vorhanden sind, können wir optimistisch sein, dass die Fussballfamilie einen wertvollen Beitrag zum Erreichen der UN-Entwicklungsziele für das neue Jahrtausend leisten wird.
Aufgrund seiner Werte, seiner Beliebtheit, seines universellen Ansatzes und seiner Attraktivität kann der Fussball (in all seinen Formen) als ideales Instrument angesehen werden, um soziale und menschliche Entwicklungsziele zu erreichen und viele der Hauptprobleme der heutigen Gesellschaft aus dem Weg zu räumen.
Fussball wirkt sich positiv auf alle Beteiligten aus - sowohl hinsichtlich der Gesundheit (körperliche Aktivität) als auch hinsichtlich allgemeiner Fähigkeiten (die Werte des Mannschaftssports). Aber abgesehen davon dient das Spiel auch als effektives Instrument für Gemeinschaftsprogramme zur sozialen Entwicklung.
FIFA und Streetfootballworld benutzten den Fussball seit über einem Jahrzehnt in den unterschiedlichsten Formen als Instrument für soziale Entwicklung. Aber erst vor einem Jahr begannen die beiden Organisationen zusammen zu arbeiten, um ihre Kräfte zu bündeln und noch größere Erfolge zu erzielen.
Die Methoden der FIFA bezüglich ihrer humanitären Aktivitäten haben sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt: von "karitativen Spenden" hin zu einer bedeutsamen "sozial verantwortlichen, engagierten und aufopferungsvollen Hilfe." Dadurch wird eine engere Zusammenarbeit zwischen der FIFA, den Vereinten Nationen, Nichtregierungsorganisationen und Gemeinden ermöglicht, da diese Einrichtungen über das erforderliche Know-how verfügen, um im Bereich der sozialen Entwicklung erfolgreich zu sein.
Interessanterweise hat das Wort "Fussball" im Kontext der sozialen Entwicklung durch Fussball eine viel umfangreichere Bedeutung, da es alle Formen des Spiels umfasst: formell oder informell; 11 gegen 11, 7 gegen 7, oder 4 gegen 4, auf einem Rasenplatz oder in den Straßen eines Slums. Alles in allem ist Fussball für die FIFA nicht nur das "Endprodukt" der Bestrebungen der Organisation, sondern auch ein "Instrument": ein Instrument zum Erreichen weiterer ehrgeiziger Ziele hinsichtlich sozialer und menschlicher Entwicklung.
Gemäß dem Übereinkommen der Industriestaaten bei der Internationalen Konferenz zur Finanzierung von Entwicklungshilfe in Monterrey im Jahr 2002, 0,7% des jeweiligen BIP (Bruttoinlandsprodukt) in die Entwicklungshilfe fließen zu lassen, hat sich auch die FIFA entschlossen, mit zumindest diesem Prozentsatz ihrer Gesamterträge die soziale Entwicklung durch Fussball zu unterstützen.
Die FIFA ist eine internationale Organisation mit Mitgliedsverbänden in 207 Ländern. Daher wird auch die Bewegung Football for Hope weltweit aktiv sein. Für den Zeitraum 2007-2010 liegt der Schwerpunkt jedoch auf dem afrikanischen Kontinent. Die Initiative "Win in Africa with Africa/In Afrika mit Afrika gewinnen", die vom Präsidenten der Republik Südafrika, Thabo Mbeki, und FIFA-Präsident Joseph S. Blatter ins Leben gerufen wurde, um sicherzustellen, dass der gesamte afrikanische Kontinent vom größten Einzelsport-Event dieses vierjährigen Zeitraums, der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010TM, profitieren wird - gibt den ständigen Aktivitäten von Football for Hope in Afrika Auftrieb, konzentriert die gesamte Organisation auf diesen Kontinent und stellt zusätzliche Geldmittel für afrikanische Projekte zur Verfügung.
Die Vision von Streetfootballworld ist es, ein Kompentenzzentrum zu errichten, welches langfristige, fussballbasierte Initiativen zur sozialen Entwicklung miteinander verbindet und stärkt, die das Leben von benachteiligten Menschen in aller Welt verbessern, deren Chancen erhöhen und weltweit ein Umfeld der sozialen Veränderung errichten.
Im Laufe der Jahre 2002-2006 wurde ein globales Netzwerk errichtet, das heute weltweit mehr als 80 Entwicklungsorganisationen umfasst, deren Ziel es ist, ihr vorhandenes Know-how zu teilen und die Qualität ihrer örtlichen Entwicklungsarbeit zu steigern. Sämtliche Mitgliederorganisationen sehen im Fussball das effizienteste Instrument, um ihre jeweiligen lokalen Entwicklungsziele zu erreichen. Das Streetfootballworld-Festival 06, ein offizieller Bestandteil des Kunst- und Kulturprogramms der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006TM, war der erste sichtbare Meilenstein des globalen Netzwerks, bei dem sich 24 Mitgliederorganisationen zusammentaten, um ihr Know-how durch die Veranstaltung des Streetfootballworld Cup, der Copa Andrés Escobar, unter Beweis zu stellen.
Die Ziele bezüglich der sozialen Verantwortung, die sich die FIFA und Streetfootballworld gesetzt haben, sind einander sehr ähnlich, so dass eine Zusammenarbeit der beiden Organisationen sowohl naheliegend als auch wünschenswert erscheint. Die Erfahrung, seit der strategischen Allianz im Jahr 2005 miteinander zu arbeiten, bestätigte die gemeinsamen Perspektiven der Organisationen und stellt ein weiteres Mal unter Beweis, dass "1 plus 1 gleich 3" ist.
Die Bewegung Football for Hope ist das Schlüsselelement der strategischen Allianz, die von der FIFA als weltweite Fussballorganisation sowie von Streetfootballworld als treibende Kraft hinter einem globalen Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen geleitet wird und Projekte auf die Beine stellt, in deren Mittelpunkt der Fussball steht.
Ziel der Bewegung Football for Hope ist es, nachhaltige soziale und menschliche Entwicklungsprogramme in den Bereichen Friedensstiftung, Rechte der Kinder, Bildung, Gesundheitsförderung, Antidiskriminierung & soziale Integration sowie Umwelt zu unterstützen, zu beraten und zu stärken. Diese Programme müssen auf Kinder und Jugendliche abgestimmt werden und Fussball als ein Instrument zur Förderung der Teilnahme und des Dialogs verwenden.
Ziel von Football for Hope ist somit die Schaffung einer besseren Zukunft durch das Medium Fussball. FIFA und Streetfootballworld wollen die Initiative zum bedeutendsten Beitrag der Fussballfamilie zum Erreichen der UN-Entwicklungsziele für das neue Jahrtausend machen. Ziel ist es auch, bis 2015 eine solide Grundlage von mehr als 100 nachhaltigen Programmen auf allen Kontinenten zu errichten, deren Beitrag zu den UN-Zielen spürbar und positiv ist.
Um das Ziel einer "besseren Zukunft" zu erreichen, nimmt die FIFA ihre Rolle sehr ernst und machte die Bewegung Football for Hope zu einem strategisch bedeutenden Projekt; zudem wurde in Zusammenarbeit mit Streetfootballworld ein langfristiger Entwicklungsplan erstellt.
Ein globaler Führungsmechanismus im Rahmenwerk des Streetfootballworld-Netzwerks wird ebenso wie ein übernationales Kontroll- und Bewertungssystem entwickelt und implementiert, um Qualitätsprogramme sowie eine hundertprozentige Transparenz und Verantwortlichkeit bezüglich der verteilten Ressourcen sicher zu stellen.
Die Ziele der Strategie in den nächsten zehn Jahren lauten wie folgt:
1. Engere Koordination sozialer Ziele der FIFA mit den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen.
2. Stärkere Verbindung zwischen Nichtregierungsorganisationen in aller Welt durch das Streetfootballworld-Netzwerk als ausführender Partner von Football for Hope.
3. Stärkung bestehender Programme unter dem Motto "Entwicklung durch Fussball" und Erhöhung der Wahrnehmbarkeit dieser Programme als Teil der globalen Bewegung.
4. Weltweite Fortschritte im Zeitraum von 2006 bis 2015 durch die Organisation von Sozialprogrammen und Förderungen der besten Praktiken vor Ort, vor allem in Afrika (2007-2010) und Südamerika (2011-2014).
5. Vorreiterrolle der Bewegung Football for Hope als Beitrag des Fussballs zur sozialen Entwicklung und Organisation eines regelmäßigen Forums, bei dem die besten Praktiken mit anderen Mitgliedern der Bewegung geteilt werden können.
6. Unterstützung des öffentlichen und privaten Bereichs, der UN-Behörden und der Fussballwelt in deren Beziehungen mit den Programmen der Bewegung Football for Hope und somit Schaffung von Chancen für direkte finanzielle Unterstützung der Mitglieder des Streetfootballworld-Netzwerks.
7. Fortsetzung der Nutzung der FIFA-Wettbewerbe als Plattform für eigenständig laufende Sozialprogramme und die Organisation von "Football for Hope"-Spielen als bewusstseinsfördernde Chancen für unterschiedliche Aspekte.
8. Organisation eines "Football for Hope"-Festivals als offizieller Bestandteil der FIFA Fussball-Weltmeisterschaften (ab 2010) und Meilenstein in der Entwicklung des globalen Streetfootballworld-Netzwerks, welches die Fortsetzung des Streetfootballworld-Festivals 06 sicher stellt.
9. Förderung einer sozial verantwortlichen Strategie der FIFA-Mitgliedsverbände, Vereine und Spieler und deren weltweite Einbindung in Aktivitäten mit lokalen Basisprogrammen. Stärkung der FIFA-Kurse mit einem spezifischen Modul bezüglich sozialer Verantwortung und besten Praktiken.
10. Engere Zusammenarbeit mit den FIFA-Partnern im Bereich der sozialen Verantwortung.
11. Unterstützung bei der Entwicklung und Implementierung eines Kontroll- und Bewertungssystems, wodurch die Bewegung Football for Hope den Erfolg ihrer unterschiedlichen Programme noch genauer ermitteln kann.
12. Entwicklung eines Strategieplans zur Verwendung von Mini-Fussballplätzen als Schlüsseleinrichtungen in Gemeinden und Kernelemente der Entwicklung, und somit die Errichtung von Synergien mit den FIFA-Entwicklungskonzepten.
13. Verbesserung der Kommunikation und Steigerung der Teilnahme an internationalen Foren und Konferenzen über soziale Entwicklung durch Sport; Veröffentlichung eines Handbuchs und die Erstellung einer Online-Toolbox bezüglich sozialer Entwicklung durch Fussball.
14. Einführung einer jährlichen "Football for Hope"-Auszeichnung, um Menschen oder Organisationen zu ehren, die einen wesentlichen Beitrag zur sozialen/gemeinschaftlichen Verbesserung durch Fussball geleistet haben.
Wir sind vom sozialen Potenzial des Fussballs überzeugt und fühlen uns der Entwicklung - sowohl für das Wohl des Spiels als auch für das Wohl der Gesellschaft als Ganzes - verpflichtet.
