Die FIFA nimmt ihre Verantwortung ernst

Die FIFA-Abteilung für Soziale Verantwortung hat ein weitreichendes Tätigkeitsfeld. Es umfasst alles von der CO2-Bilanz der Organisation über die ökologischen und soziologischen Auswirkungen der Ausrichtung einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ bis hin zu sozialen Projekten wie die Eröffnung von Football-for-Hope-Zentren.

Im Juni nahmen die FIFA und das entsprechende Lokale Organisationskomitee (LOK) gemeinsam mit der brasilianischen Regierung an der Konferenz der Vereinten Nationen zu nachhaltiger Entwicklung teil, um ihre Strategie für eine nachhaltige FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ vorzustellen.

Das Ziel der Strategie besteht einerseits darin, die negativen Auswirkungen zu mildern, und andererseits auch die positiven Effekte der Austragung einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ zu maximieren. Die FIFA investiert insgesamt 20 Millionen U.S.-Dollar in die Umsetzung der Strategie, welche umweltfreundliche Stadien, Abfallmanagement, erneuerbare Energien, kommunale Unterstützung sowie Reduzierung und Ausgleich des CO2-Ausstoßes umfassen wird.

Der Fussball ist zweifellos die größte Leidenschaft der Brasilianer. Der Fussball und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft können wesentlich dazu beitragen, dass wir unser Leben nachhaltiger gestalten und unsere Verhaltensweisen ändern.
Bebeto, ehemaliger brasilianischer Nationalstürmer und heutiges Mitglied des Verwaltungsrates des LOK für die FIFA WM 2014

Brasilien 2014 wird die erste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ mit einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie sein, und diese Strategie baut wiederum auf den Erfahrungen mit Umwelt- und Sozialprogrammen im Rahmen von FIFA-Turnieren seit 2005 auf.

Das Thema Nachhaltigkeit war auch bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft in Japan ein zentraler Aspekt, in deren Rahmen Seminare zu gegenseitigem Respekt, Ökologie und Gesundheit durchgeführt wurden. Des Weiteren erhielten Kinder aus der von Katastrophen gebeutelten Region Fukushima Einladungen von der FIFA und dem entsprechenden LOK zum Besuch der Spiele der japanischen Auswahl.

Auch das Thema Fairplay stand in Japan im Mittelpunkt. Die 16. FIFA Fairplay-Tage fanden zeitgleich mit dem Wettbewerb statt. Im Vorfeld des Halbfinales in Tokio brachten die Spielführerinnen von Gastgeber Japan, Deutschland, Nigeria und der USA ihre Unterstützung und ihre Verpflichtung zum Fairplay zum Ausdruck.

Die Unterstützung durch die Fussballfamilie war einfach unglaublich. Dies hat unsere Leidenschaft für den Fussball weiter verstärkt.
Yonefumi Sato, Mutter eines der Fukushima-Kinder

Bei einem anderen Frauenturnier, der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft in Aserbaidschan, wurde die langfristige Partnerschaft zwischen dem aserbaidschanischen Fussballverband und UNICEF durch Seminare in Baku, Lankaran und Ganja unterstützt, die von der FIFA finanziert wurden. Diese Seminare sollten eine stärkere Teilnahme von Mädchen am Fussball sowie einen gesünderen Lebensstil durch Sport fördern und über die Rechte von Kindern aufklären.

Kinder ganz anderer Gemeinden profitierten von der Eröffnung von zwei neuen Football-for-Hope-Zentren. Eines wurde im März in Ghana und ein weiteres im Oktober in Ruanda eröffnet. Beide Projekte waren Meilensteine der offiziellen Kampagne im Rahmen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™.

Das Zentrum in Ghana verbindet den Fussball mit der Vermittlung von gesundheitlicher Aufklärung und Sozialkompetenz. Ein eigens hierfür entwickelter Lehrplan steht allen Kindern offen. Das Zentrum in Ruanda wiederum bietet Kindern die Möglichkeit, an Theaterprojekten teilzunehmen oder Friedensbotschafter in ihren Gemeinden zu werden.

Immer, wenn ich hierher komme, treffe ich Freunde und wir spielen zusammen. Nach dem Spiel gehe ich dann mit ihnen in den Schulungsraum, um etwas zu lernen. Unsere Trainer bringen uns viele Dinge über die Gesundheit bei, beispielsweise wie wir uns gegen Malaria schützen können und richtig waschen.
Patrick Eshun, ein 13-jähriger Schüler aus Ghana, der vom Football-for-Hope-Center in Oguaa profitierte

Im November kamen die Betreiber aller 20 Zentren im ganzen Kontinent zum fünften Workshop für Football-for-Hope-Zentren in Addis Abeba, Äthiopien, zusammen. Die Aktivitäten in den fertiggestellten Zentren in Südafrika, Kenia, Namibia, Mali und Lesotho erwiesen sich als ausgesprochen erfolgreich, während in den anderen Ländern die Bauarbeiten voranschreiten und in den jeweiligen Gemeinden große Vorfreude wecken.

Beim Thema Soziale Verantwortung beschränken sich die Kampagnen der FIFA indes nicht nur darauf, über Umweltprobleme aufzuklären. Im Verlauf des letzten Jahres wurde die Organisation auch selbst aktiv. Eine Studie aus dem Jahr 2010 ergab, dass die CO2-Bilanz der FIFA etwa 48.488 Tonnen CO2 entspricht, von denen 75 Prozent auf Flugreisen entfallen. Die FIFA beschloss daraufhin, 100 Prozent ihrer Flugemissionen im Jahr 2012 über CO2-Kompensationsprojekte, die mit dem Gold Standard zertifiziert sind, auszugleichen.

Die FIFA stellte nicht nur ihre Verpflichtung zur Verringerung der CO2-Emissionen unter Beweis, sondern engagierte sich im Verlauf des letzten Jahres auch im Bereich Anti-Diskriminierung. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter traf im Juli im Wembley-Stadion mit hochrangigen Vertretern des englischen Fussballs zu einer Konferenz zum Thema Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung zusammen.

Der Vorsitzende der Organisation "Kick it out", Lord Herman Ouseley, der Präsident des englischen Fussballverbands, David Bernstein, das erste weibliche Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees, Lydia Nsekera vom Fussballverband Burundis, und das erste weibliche Vorstandsmitglied des englischen Fussballverbands, Heather Rabbatts, bekräftigten alle ihre gemeinsame Unterstützung und ihr Engagement im Kampf gegen Diskriminierung im Fussball.

Zusätzlich fand im Rahmen der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft in Thailand der 11. FIFA Anti-Diskriminierungstag statt. Die Kapitäne von Gastgeber Thailand und Spanien wandten sich im Vorfeld ihrer Achtelfinalpartie mit einer Erklärung an die Zuschauer und die Fans auf der ganzen Welt, sie in dieser Sache zu unterstützen.

Die FIFA-Abteilung für Soziale Verantwortung blickt in der Tat auf ein arbeitsintensives Jahr zurück, und für 2013 sind erneut zahlreiche neue Initiativen und Projekte geplant. Bleiben Sie also FIFA.com treu, um stets über die neuesten Nachrichten und Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben.