FIFA begrüßt Simone Farinas Engagement bei Aston Villa
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Der italienische Spieler Simone Farina, der auf Vorschlag von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter in diesem Jahr zum FIFA-Botschafter für Fairplay ernannt wurde, wird bei Aston Villa Gemeinschaftscoach, wie der englische Premier-League-Klub heute bekanntgab. Farina ist in dieser Funktion u. a. für die Entwicklung von Aston Villas Jugendprogramm für Integrität im Sport zuständig.

Der Präsident,der in Farina ein Vorbild für die Jugend sieht, erklärte: "Ich bin sehr stolz auf Simone. Wir müssen unbedingt dafür sorgen, dass der Fussball sauber, transparent und ehrlich ist. An das glaubt Simone. An das glauben wir. Die Fussballwelt muss den Sport gemeinsam mit den Spielern vor Spielmanipulationen schützen. Sie sind Vorbilder für die Gesellschaft und besonders für die Kinder, die unseren Sport lieben. Ich gratuliere sowohl Aston Villa als auch Simone und wünsche ihnen für die Zusammenarbeit nur das Beste."

Paul Faulkner, Geschäftsführer von Aston Villa, begrüßte Simone Farina beim Klub: "Simone wird viel Erfahrung in unser Gemeinschaftscoachingprogramm bringen. Er hat sich schon gut in die Arbeit der anderen Trainer eingefügt. Wir freuen uns, dass er bei uns ist und in der Jugendförderung eine wichtige Rolle einnimmt."

Simone Farina wird weiterhin als Botschafter gegen Spielmanipulationen tätig sein, dies im Auftrag von Interpol und der FIFA, die im Mai 2011 eine Partnerschaft zur Bekämpfung von Korruption, Spielabsprachen und des organisierten Verbrechens im Zusammenhang mit illegalen Wetten eingegangen sind.

Der 30-jährige Verteidiger, der bei der Gala FIFA Ballon d’Or im Januar 2012 vom FIFA-Präsidenten eine Sonderauszeichnung erhielt, bewies großen Mut, als er die Summe von EUR 200.000 für die Manipulation eines Spiels seines ehemaligen Vereins Gubbio 1910 im italienischen Pokalwettbewerb 2011 ablehnte und stattdessen bei der Polizei Anzeige erstattete. Dank seiner Ehrlichkeit und Integrität konnten die Behörden einen großen illegalen Wettring zerschlagen.

"Korruption im Sport ist ein sehr komplexes Problem, das nicht auf die Schnelle gelöst werden kann. Neben der rigorosen Bekämpfung müssen sich deshalb alle Akteure des Fussballs stark für die Prävention einsetzen. Als Coach im Gemeinschaftsprogramm von Aston Villa kann Simone Farina seine Arbeitfortsetzen und sich weiterhin für einen sauberen Fussball engagieren", erklärte Interpol-Generalsekretär Ronald K. Noble.

Simone Farina sagte zu seiner neuen Aufgabe: "Für mich ist es wichtig, weiterhin im Fussball tätig zu sein und mein Wissen weiterzugeben, weil der Fussball meine Leidenschaft ist. Vor einem Jahr hätte ich das nicht für möglich gehalten. Ich freue mich sehr, dass ich nun auf diese Art einen Beitrag leisten kann. Ich fühle mich sehr geehrt, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen. Ich weiß, dass ich das Richtige tat, als ich das Angebot zur Spielmanipulation ablehnte. Ich habe nichts anderes gemacht, als mich an die Regeln zu halten. Meine Botschaft an die Jungen ist deshalb einfach: Haltet euch an die Regeln und habt Spaß."