Internationale Zusammenarbeit

Als internationaler Verband steht die FIFA in ständiger Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsverbänden, internationalen Entwicklungsagenturen, Nichtregierungsorganisationen und vielen weiteren Akteuren, die sich an der Initiative Football for Hope beteiligen und den Sport zum Erreichen positiver gesellschaftlicher Veränderungen einsetzen wollen. Die Zusammenarbeit mit diesen erfahrenen und stark vernetzten Organisationen eröffnet zusätzliche Ressourcen und Möglichkeiten sowie Know-how und unterstützende Strukturen für die Umsetzung fussballbasierter Programme an der Basis.

In den folgenden Absätzen werden einige der wichtigsten Partnerschaften kurz erläutert:

FIFA und ihre Mitgliedsverbände
Neben den zahlreichen und bereits seit langen Jahren bewährten Fussball-Entwicklungsprogrammen, die mit und für die 208 Mitgliedsverbände der FIFA umgesetzt werden, unterstützen der Fussball-Weltverband und seine Mitgliedsverbände gemeinsam zahlreiche soziale Entwicklungsprojekte für junge Menschen.

So unterstützen beispielsweise die FIFA und der australische Fussballverband die Organisation Football United, die über den Fussball die Integration und Entwicklung von Einwanderern und Flüchtlingen in Australien voranbringt. Weitere Beispiele für Jugendprogramme, die von der FIFA und nationalen Fussballverbänden unterstützt werden, sind Fussball für Menschen mit geistiger Behinderung, durchgeführt von Special Olympics in vielen Ländern in ganz Afrika, die Schärfung des Problembewusstseins für Landminen, durchgeführt von Spirit of Soccer in Kambodscha und Irak, und die Reintegration nach Kriegen und Konflikten, durchgeführt von Cross Cultures auf dem Balkan und im Kaukasus.

FIFA und Vereinte Nationen
Die FIFA arbeitet bereits seit 1999 eng mit den Vereinten Nationen zusammen. Damals trafen UN-Generalsekretär Kofi Annan und FIFA-Präsident Joseph S. Blatter in New York zusammen und kündigten den Beginn eines engeren Verhältnisses zwischen den beiden Organisationen an. In der Folge wurden zahlreiche Programme und Kampagnen auf den Weg gebracht, um Frieden und Entwicklung mit Hilfe des Fussballs zu fördern.

Ein konkretes Beispiel hierfür ist die Zusammenarbeit mit der International Labour Organisation (ILO). Im Rahmen des Internationalen Programms zur Abschaffung von Kinderarbeit (IPEC) wurde 1997 das Programm "Abschaffung von Kinderarbeit in der Fussballindustrie" gestartet. Die FIFA arbeitete bei der Umsetzung dieses Programms eng mit ILO/IPEC, Regierungen, Herstellern, Gewerkschaften, Save The Children, UNICEF und mehreren Nichtregierungsorganisationen zusammen. Seit Gründung des Programms hat die FIFA stets uneingeschränkt alle Bemühungen unterstützt, den Stellenwert von Menschenrechten und Bildung für Kinder in aller Welt zu unterstreichen. Außerdem hat sie finanzielle Ressourcen für zahlreiche Projekte in Pakistan bereitgestellt.

FIFA und Multilaterale Entwicklungsinstitutionen
2007 unterzeichneten FIFA, CONCACAF und CONMEBOL gemeinsam eine Absichtserklärung mit der Inter-American Development Bank (IDB), um für Kinder und Heranwachsende, die in Lateinamerika und der Karibik in Armut leben, durch den Fussball neue Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen. Seit 2009 haben FIFA und IDB gemeinsam in regionale Entwicklungsprogramme investiert. Diese verfolgen die Ziele der Vermittlung von Lebenskompetenz für Jugendliche, der Prävention von Gewalt und der Verbesserung der Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Diese Zusammenarbeit hat maßgeblich zum Erfolg von Football for Hope in der Region beigetragen.

FIFA und Nichtregierungsorganisationen
Die Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen und kommunalbasierten Organisationen stellt eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung konkreter Programme in benachteiligten Gemeinden rund um den Globus dar.

2005 begann die FIFA die Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation streetfootballworld und bemühte sich auch um die Zusammenarbeit mit anderen Nichtregierungsorganisationen und kommunalbasierten Organisationen rund um die Welt, die Fussball als Mittel ihrer sozialen Entwicklungsprogramme einsetzen. Seit der Gründung im Jahr 2000 hat streetfootballworld ein starkes Organisationsnetzwerk aufgebaut, in dem die Mitglieder untereinander und mit potenziellen Geldgebern und Unterstützern in Verbindung gebracht werden. Football for Hope wurde geschaffen, um solchen Organisationen mehr Unterstützung und Aufmerksamkeit zu sichern. Es dient auch als Plattform für Diskussion und Zusammenarbeit. Die FIFA und streetfootballworld haben bei FIFA-Turnieren bereits zahlreiche offizielle Veranstaltungen organisiert, bei denen junge Führungspersönlichkeiten aus aller Welt zusammenkommen und sich über ihre Erfahrungen und Erfolge austauschen können.