FIFA und die Umwelt
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FIFA und die Umwelt
Die FIFA nimmt ihre Verantwortung für die Umwelt sehr ernst. Die globale Erwärmung, die Erhaltung unserer Umwelt und nachhaltiges Management sind für die FIFA Themen von großer Bedeutung, nicht nur in Bezug auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™, sondern auch für die FIFA als Organisation. Aus diesem Grund arbeitet die FIFA mit ihren Partnern und anderen Institutionen zusammen, um die besten Wege zu ermitteln, ökologische Fragen anzugehen und die auftretenden negativen Auswirkungen in Verbindung mit ihren Tätigkeiten zu verringern.

Home of FIFA: Nullemission
Maßstäbe in Bezug auf die Umwelt setzt auch das Home of FIFA, welches die FIFA im Jahr 2006 bezog. Harmonisch integriert in ein Naherholungsgebiet, hatte ein ökologisches und auch wirtschaftliches Energiekonzept, verbunden mit einer zeitgemäßen Haustechnik, oberste Priorität. Vor diesem Hintergrund entschied sich die FIFA für den Bau eines Nullemissionsgebäudes, so dass diese Voraussetzungen vollständig erfüllt wurden. Etwa durch den Verzicht auf fossile Energieträger und CO2-Emissionen sowie dem Einsatz energieeffizienter Technologie und einem optimalen Zusammenspiel von Heiz- und Kühlsystem. Wird im Gebäude gleichzeitig Wärme und Kälte benötigt, entnimmt die Wärmepumpe dem Kühlnetz Wärme und speist diese in das Wärmenetz.

Green Goal
Die FIFA bestärkt und unterstützt die Lokalen Organisationskomitees (LOK) beim Umweltschutz, seit das LOK in Deutschland für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 2006 das Umweltschutzprogramm "Green Goal" ins Leben rief. Die FIFA investierte 400.000 Euro in ein CO2-Ausgleichsprojekt in Südafrika für Elektrizität aus Klärgas im Township Sebokeng, Gauteng, Südafrika. Das Projekt wurde vom deutschen LOK in Zusammenarbeit mit der Schweizer Organisation myclimate entwickelt, um 92.000 Tonnen unvermeidbarer CO2-Emissionen während des Turniers auszugleichen. Weitere Unterstützer des Green Goal-Programms und des Ausgleichsprojekts waren der DFB, die Deutsche Telekom und PlasticsEurope.

Inspiriert durch Green Goal 2006 und nach den Erfahrungen mit früheren internationalen Großveranstaltungen in Südafrika, entwickelte das südafrikanische LOK ein Green Goal-Programm für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™. Gemeinsam mit dem Umweltschutzministerium führte das LOK mehrere Maßnahmen durch, an denen Gastgeberstädte, Regierungsabteilungen, lokale Akteure des Umweltschutzes sowie internationale Partner wie beispielsweise UNEP beteiligt waren.

Das LOK für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011™ startete sein Green Goal-Programm Anfang 2010 und möchte das Umweltschutzprojekt auf Grundlage der Erfahrungen aus dem Jahr 2006 weiter ausbauen. Die FIFA ist neben dem LOK und dem Öko-Institut, eine europaweit führende Forschungs- und Beratungseinrichtung, an diesem ehrgeizigen Programm beteiligt.

Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften™ 2018­/2022
Um ihr Umwelt-Engagement in Zukunft fortzuführen, beschloss die FIFA, den Umweltschutz in zukünftige Bewerbungsverfahren aufzunehmen, beginnend mit den Bewerbungen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften™ 2018/2022. Die FIFA bat um umfassende Informationen zu den geplanten Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung oder zum Ausgleich der negativen Umwelteinflüsse bei der Austragung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™.

Die Bewerber mussten Informationen zu folgenden Punkten vorlegen:

  • Eine umfassende Umweltprüfung für die Ausrichtung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™
  • Systematische Einbeziehung der Umwelt in Managementstrukturen
  • Zusammenstellung und Einbindung eines Umweltbeirats
  • Outreach-Programm für die Beteiligung der Akteure
  • Messbare Ziele in den sechs Kernbereichen Wasser, Abfall, Energie, Transport, Beschaffung und Klimawandel
  • Geplante Aktivitäten zur Vermeidung von negativen Umwelteinflüssen

"20 Zentren für 2010" und die Umwelt
"20 Zentren für 2010", die offizielle Kampagne der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™, errichtet 20 Football-for-Hope-Zentren für Bildung, Gesundheit und Fussball in benachteiligten Gemeinden in ganz Afrika.

Mithilfe der positiven Effekte des Fussballs ist es vielen lokalen Organisationen gelungen, junge Menschen zu erreichen und eine Vielzahl von Herausforderungen vor Ort anzugehen, wie beispielsweise die Abfallentsorgung und die Umwelterziehung. Um diese Entwicklung zu stärken, werden Football-for-Hope-Zentren gebaut, die für bewährte Organisationen vor Ort als Einrichtungen dienen, von denen aus die jungen Menschen und die Gemeinden gezielt erreicht werden können.

Des Weiteren installieren die FIFA und Yingli Solar, Sponsor der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™, Solaranlagen in allen 20 Zentren, um nicht nur die Energieversorgung dieser Einrichtungen zu gewährleisten, sondern auch, um das Bewusstsein der afrikanischen Gesellschaft für alternative Energiequellen zu erhöhen.

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™
Die FIFA hat bereits damit begonnen, gemeinsam mit dem Organisationskomitee für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in Brasilien eine adäquate Einbindung von Umweltthemen in die Managementstruktur, in die Vorbereitung und Austragung der Veranstaltung zu erarbeiten. Dies wird nicht nur das Umweltschutzprogramm für 2014 stärken, sondern den Organisatoren dabei helfen, mit den zahlreichen Entwicklungsinitiativen Schritt zu halten, die im Gastgeberland des ersten Weltgipfels für Umwelt und Entwicklung 1992 bereits begonnen wurden.