Investition in Fussball und soziale Veränderung in Botsuana

Die FIFA treibt die Fussballförderung in Botsuana mit unterschiedlichen Schulungsprogrammen voran und versucht gleichzeitig mit einer Reihe von Sozialprogrammen, Verbesserungen für die Bevölkerung des Landes zu erzielen.

Botsuana gehörte zu den Ländern, die vom FIFA-Programm "20 Zentren für 2010" profitierten, und das Vermächtnis der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ war deutlich zu erkennen, als FIFA-Präsident Joseph S. Blatter heute eine Erweiterung des Technischen Zentrums von Lekidi in Gaborone einweihte. Dabei handelt es sich um ein Goal II-Projekt.

Außerdem gab es in Anwesenheit des Ministers für Jugend, Sport und Kultur des Landes, Shaw Kgathi, und des Präsidenten des botsuanischen Fussballverbands (BFA), Tebogo Sebego, den ersten Spatenstich für einen neuen Kunstrasenplatz.

Im Anschluss hatte der FIFA-Präsident eine Audienz bei Dr. Ponatshego Kedikilwe, dem Vizepräsidenten von Botswana, der selbst früher auf nationaler Ebene Fussball gespielt hat.

Blatter, der vor zwölf Jahren zum letzten Mal in Botsuana gewesen war, lobte die Nationalmannschaft des Landes für die erstmalige Qualifikation für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal im Jahr 2012. Angesichts einer Bevölkerungszahl von gerade einmal zwei Millionen ist dies sicherlich ein beachtlicher Erfolg.

"Bei der FIFA gibt es keine kleinen Länder. Alle haben dieselben Rechte, dieselbe Stimme im Kongress und dasselbe Recht, an Wettbewerben teilzunehmen und diese zu organisieren", so der FIFA-Präsident. "Im Afrikanischen Nationen-Pokal wurde dieses Jahr deutlich, dass es keine kleinen Länder mehr gibt. Alle haben eine faire Chance zu gewinnen."

"Der Fussball steht für Disziplin, Respekt, Fairplay und Wettbewerb. Wir versuchen, diese Werte auch in die Gesellschaft zu tragen. Und wenn uns das nur ein bisschen gelingt, dann ist es schon ein Erfolg."

Bisherige FIFA-Projekte in Botsuana
Botsuana hat bisher von drei Goal-Projekten profitiert, in deren Rahmen zwei Rasenplätze, eine Erweiterung des Technischen Zentrums und ein Kunstrasenplatz angelegt wurden. Die FIFA hat USD 1,3 Millionen investiert, und die Regierung Botsuanas hat ebenfalls Mittel zu diesen Strukturen beigesteuert.

Das Technische Zentrum von Lekidi ist der Dreh- und Angelpunkt des Landes für die Schulung von Trainern, Schiedsrichtern, administrativen Kräften und Medizinern und spielt außerdem eine zentrale Rolle in der Jugendförderung sowie der Wettbewerbsvorbereitung und Unterbringung der Nationalteams.

Im nächsten Monat wird in Ramotswa, am Stadtrand von Gaborone, in Zusammenarbeit mit der South East District Youth Empowerment Association (SEDYEA) ein "Football for Hope"-Zentrum eröffnet. In einem Land, das stark vom HIV-Virus/AIDS betroffen ist, unterstützt SEDYEA junge Menschen über Bildungsprogramme und den Zugang zu Gesundheitsdiensten beim richtigen Umgang mit HIV/AIDS und anderen sozio-ökonomischen Problemen.

BFA-Präsident Sebego erklärte anlässlich des Besuchs des FIFA-Präsidenten: "Ohne die Unterstützung der FIFA wäre es unmöglich gewesen, diesen Meilenstein zu erreichen, an dem wir jetzt angelangt sind."