
Der japanische Premierminister Yoshihiko Noda dankte FIFA‑Präsident Joseph S. Blatter bei einem Treffen in Tokio für die Unterstützung der FIFA nach der Erdbebenkatastrophe im vergangenen Jahr.
Der FIFA-Präsident reiste in dieser Woche nach Japan, um dem Endspiel der FIFA U‑20-Frauen-Weltmeisterschaft Japan 2012 beizuwohnen, in dem sich am Samstag die USA und Deutschland gegenüberstehen werden. Die beiden Großmächte des Frauenfussballs konnten sich im Halbfinale gegen Nigeria bzw. Gastgeber Japan durchsetzen.
Das dreiwöchige Turnier im Land des amtierenden Weltmeisters ist bislang eine äußerst erfolgreiche Veranstaltung, die zahlreichen jungen Talenten eine Bühne bietet.
"Ich danke Ihnen für die Unterstützung der FIFA nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im vergangenen Jahr", sagte Premierminister Noda. "Die Austragung der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft hat an allen Spielstätten Hoffnung und neuen Mut verbreitet.
Leider hat Japan das Endspiel verpasst, doch das Wichtigste ist, dass dieses Turnier die Japaner beim Wiederaufbau unterstützt. Die Menschen erkennen die Parallelen zwischen dem Fussball und ihrem täglichen Leben. Sie müssen kämpfen, um zu gewinnen. Auch der Erfolg bei den Olympischen Spielen hat den Japanern sehr viel Mut gemacht."
"Für Japan ist die Veranstaltung von internationalen Veranstaltungen von großer Bedeutung. Daher bewirbt sich Tokio auch um die Austragung der Olympischen Spiele 2020. Nun freuen wir uns jedoch auf Samstag und hoffen, dass die Young Nadeshiko die Bronzemedaille gewinnen wird."
Sechs Spiele der FIFA U‑20-Frauen WM 2012 fanden in der Präfektur Miyagi statt, die von der Naturkatastrophe im vergangenen Jahr besonders schwer getroffen wurde. Präsident Blatter betonte, dass der Fussball einen großen Beitrag leisten könne, die Menschen zu vereinen, insbesondere in schwierigen Zeiten.
"Ich danke Ihnen für Ihr Interesse am Fussball und gratuliere Ihnen zur Organisation des Turniers", sagte er. "Ich freue mich, dass Miyagi als Spielort ausgewählt wurde. Die Regierung und der japanische Fussballverband haben sehr viel Zeit und Energie in den Wiederaufbau dieser Region investiert. Fussball bringt die Menschen einander näher und bietet ihnen eine gemeinsame Plattform."