Blatter stärkt Frauenfussball in Kanada den Rücken
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FIFA‑Präsident Joseph S. Blatter und FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke weilten am 4. und 5. Mai anlässlich der offiziellen Bekanntgabe der sechs Spielorte der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2015™ in Kanada, wo sie zudem an den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Gründung des kanadischen Fussballverbandes teilnahmen.

Die von Worawi Makudi, dem Präsidenten der Kommission für Frauenfussball und die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™, und Jeffrey Webb, dem Repräsentanten der karibischen Fussballunion (CFU) begleitete Delegation der FIFA traf am Freitag, 4. Mai, in Ottawa ein, wo am Abend die feierliche Bekanntgabe der Spielorte für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2015™ erfolgte. Wenige Stunden vor Beginn dieser Veranstaltung wurde Joseph S. Blatter vom kanadischen Premierminister Stephen Harper in dessen Arbeitsräumen in Ottawa empfangen. Dabei wurde der FIFA-Präsident von der kanadischen Nationaltorhüterin Karina Leblanc und der Nationalverteidigerin Rhian Wilkinson begleitet.

Nach dem in entspannter Atmosphäre geführten Gespräch mit dem kanadischen Regierungschef, in dessen Verlauf man auch auf die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 zurückkam, begab sich der FIFA-Präsident in Begleitung des Präsidenten des kanadischen Fussballverbandes (CSA), Dr. Dominique Maestracci, und des Ministers für Sport, Bal Gosal, zum Parliament Hill. Dort posierten sie für ein Gruppenfoto mit jungen Spielerinnen, bevor sie auf dem Rasenplatz vor dem Parlament symbolisch den Anstoß einer Partie vollzogen.

Bekanntgabe der sechs Spielorte
Wenig später begann die feierliche Zeremonie der offiziellen Bekanntgabe der Spielorte für die nächste FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™. Durch den Abend führten Kanadas Ex-Nationaltrainerin Sylvie Belliveau und Ex-Nationalspielerin Kara Lang. Die sechs offiziellen Spielorte sind: Edmonton, Moncton, Montreal, Ottawa, Vancouver und Winnipeg. Bal Gosal betonte, dass "die Kanadier nicht alle Tage in den Genuss kommen, im eigenen Land Weltklassefussball zu erleben." Während der Zeremonie überreichten Karina Leblanc und Rhian Wilkinson dem FIFA-Präsidenten eine Ehrenschärpe in den kanadischen Landesfarben.

Auf der anschließenden Pressekonferenz hob Joseph S. Blatter hervor, dass "der Frauenfussball fast überall in der Welt Fuß gefasst hat und sich stetig weiterentwickelt. Darin spiegelt sich die sozio-kulturelle Komponente unserer Sportart wider. Von dieser Weltmeisterschaft werden die Frauen, der Fussball und das ganze Land profitieren."

Bei aller Freude und Optimismus verfiel der FIFA-Präsident nicht in überschwängliche Euphorie und machte zugleich deutlich, dass in der Entwicklung des Frauenfussballs noch einiges zu tun bleibt. "Wir brauchen mehr Frauen-Ligen, um den Fussball vor allem bei den jungen Mädchen und Frauen sowie bei Schiedsrichterinnen und Trainerinnen gezielt weiterzuentwickeln. Und wir brauchen mehr Frauen in den Verwaltungsgremien des Fussballs."

Glückwunsch zum 100. Geburtstag
Am Samstag, 5. Mai, wohnte Blatter im Kongresscenter von Ottawa der Jahrestagung des kanadischen Fussballverbandes (CSA) bei. Im Rahmen der in diesem Jahr turnusgemäß anstehenden Verbandswahlen wählte die Vollversammlung Victor Montagliani zum neuen Präsidenten des kanadischen Fussballverbandes.

FIFA-Präsident Blatter erklärte: "Ich empfinde es als großes Glück, bei der Feier zum 100-jährigen Bestehen des kanadischen Fussballverbandes, mit dem mich eine besondere Beziehung – von den Olympischen Spielen 1976 über die FIFA U-17-WM 1987 und die FIFA U-20-Frauen-WM 2002 bis hin zur FIFA U-20-WM 2007 – verbindet, dabei zu sein. Dadurch sowie angesichts der bevorstehenden WM-Turniere hat sich Kanada zweifellos einen wichtigen Status im internationalen Fussball erworben. Im Übrigen hoffe ich, dass die allgemeine Begeisterung, die die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2015™ auslösen wird, den Weg zur Einführung einer kanadischen Frauenfussball-Liga ebnen kann."

Im Verlauf des festlichen Empfangs, der unmittelbar danach stattfand, dankte der FIFA-Präsident Dr. Maestracci für die geleistete Arbeit und hieß Victor Montagliani in der Familie des Fussballs herzlich willkommen. Vor allem aber beglückwünschte er den kanadischen Fussballverband zu dessen 100. Geburtstag.