FIFA-Präsident bewegt von Empfang in Nepal
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Im Anschluss an den Besuch in Bhutan flog FIFA-Präsident Joseph S. Blatter über das Himalaya-Gebirge und den Mount Everest nach Nepal, wo er am Tribhuvan International Airport vom Minister für Jugend und Sport, Kamala Roka, von Staatsminister Gopi Achami, dem Mitglied des Nationalen Sportrats, Yubaraj Lama, sowie dem Präsidenten des nepalesischen Fussballverbands (All Nepal Football Association - ANFA), Ganesh Thapa, empfangen wurde.

Anschließend traf Blatter mit Staatspräsident Dr. Ram Baran Yadav und Premierminister Dr. Baburam Bhattarai zusammen. Der Präsident Nepals brachte seine Freude zum Ausdruck, Blatter und seine Delegation zu empfangen, und erklärte öffentlich seine Wertschätzung für die Arbeit des Präsidenten in der FIFA.

"Ihr Beitrag, den Sie seit nunmehr über drei Jahrzehnten bei der FIFA für den Weltfussball leisten, ist wirklich beachtlich", sagte Dr. Yadav zu Blatter bei einem Treffen im Shital Niwas. "Ihre Intention, den Fussball in benachteiligte Länder zu bringen, ist ebenfalls bemerkenswert", ergänzte der Staatspräsident.

Nach einem zehnminütigen Treffen mit dem Premierminister in Baluwatar brachte Blatter nach diesem überwältigenden Empfang seine Freude darüber zum Ausdruck, in Nepal zu sein. "Es ist absolut belebend, so herzlich empfangen zu werden", bemerkte Präsident Blatter. "Es war ein fantastisches Willkommen in Nepal."

Anschließend war es an der Zeit, sich zum Dashrath-Stadion zu begeben, um der Eröffnungszeremonie für den AFC Challenge Cup beizuwohnen. Es ist das größte Fussball-Event, das je in Nepal ausgerichtet wurde. Der FIFA-Präsident sagte, dass dies ein großer Tag für den nepalesischen Fussball sei.

"Die Ausrichtung des AFC Challenge Cups ist für dieses Land ein riesiger Erfolg", erklärte er, woraufhin sich Nepals Premierminister Blatter zuwandte und erklärte: "Ihr Besuch wird den Sport hier voranbringen."

Blatter ruft zur Gleichberechtigung der Geschlechter auf
In seiner Eröffnungsrede, die mit dem Weltfrauentag zusammenfiel, bekräftigte der Präsident das Engagement der FIFA zur Förderung und Entwicklung des Frauenfussballs in Nepal. Er hob die Parallelen zwischen Fussball und der Unterstützung der Frauenrechte hervor, denn in beiden ginge es um Fairplay, Respekt und Disziplin.

Im Rahmen seines Projekts "Dream Asia" lancierte der AFC gestern in Zusammenarbeit mit dem ANFA und SAATHI - einer Nichtregierungsorganisation, die sich dem Thema häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder widmet - eine Kampagne mit dem Titel: "Unser Ziel: Gewalt gegen Frauen stoppen". Das Dashrath-Stadion war mit Bannern und Fahnen geschmückt, die auf die Kampagne hinwiesen, während die Spieler aller Teams öffentlich ihre Unterstützung für die Stärkung der Rolle der Frau bekräftigten.

Obwohl der Tag für Nepal mit einer 0:2-Niederlage gegen Palästina endete, zog Blatter nach dem Spiel und seinem Besuch ein durchweg positives Fazit. "Nepal hat auch nach dem Gegentor gut gespielt, und ich bin mir sicher, dass sie sich kontinuierlich weiterentwickeln werden", sagte er. "Ich bin davon überzeugt, dass Nepal im internationalen Fussball weiterkommen kann. Die FIFA hilft dabei. Es wird eine Erweiterung der aktuellen ANFA-Akademie im Rahmen des Goal-Programms der FIFA geben, außerdem werden wir mehr Unterstützung für den Frauenfussball in Nepal bieten. 1995 hatte ich gesagt, dass die Zukunft des Fussballs weiblich sein würde. Lassen Sie uns also den Frauenfussball in der Welt ermutigen."

Zur Kampagne "Unser Ziel: Gewalt gegen Frauen stoppen" erklärte Blatter: "Ich habe mich gefreut zu sehen, auf welche Art diese Kampagne gestartet wurde. Mein aufrichtiger Dank geht an den AFC, den ANFA und SAATHI. Ich werde den ANFA und SAATHI bei diesem Projekt persönlich unterstützen. Wir sollten Frauen respektieren. Wir sollten ihnen kein Leid zufügen. Frauen sind unsere Mütter. Wie können wir unseren Müttern Leid zufügen?"

Fussball sorgt für höhere Aufmerksamkeit
Der Präsident von SAATHI, Bandana Rana, antwortete: "Nepalesische Frauen sind verschiedenen Formen der Gewalt ausgesetzt, zum Beispiel körperlicher Bedrohung, häuslicher Gewalt, Frauenhandel oder Vergewaltigung. SAATHI arbeitet seit 28 Jahren für die Gleichberechtigung der Geschlechter und für ein Ende der Gewalt gegen Frauen. Der Fussball ist das beste Medium, um für ein erhöhtes Bewusstsein in Nepal zu sorgen, denn der Sport ist im Land beliebt."

FIFA-Präsident Blatter eröffnete außerdem das FIFA Goal-Programm in Nepal, indem er bei einer Zeremonie im ANFA-Komplex, Satdobato, Lalitpur, eine Öllampe entzündete.

Der amtierende Präsident des AFC, Zhang Jilong, der AFC-Vizepräsident und Präsident des ANFA, Thapa, das Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees Manilal Fernando sowie SAATHI-Präsident Rana waren ebenfalls anwesend.

Kinder von den SAATHI-Heimen und aus der ANFA-Akademie nahmen anschließend an einer aufregenden 30-minütigen Fussball-Show teil. Der ANFA-Präsident kündigte in der nahen Zukunft eine Fussball-Akademie für Frauen an.

Thapa sagte: "Im Rahmen des Goal-Projekts werden 150 Spieler in drei Akademien wohnen. Wir arbeiten hart an der Entwicklung des nepalesischen Fussballs. Wir haben mit semi-professionellem Fussball begonnen, aber auch die lokalen Verbände haben verschiedene Programme zur Förderung und Entwicklung des Sports gestartet. Eine Akademie für Frauen wird in Kürze entwickelt."

Der FIFA-Präsident und seine Delegation setzen ihre Asienreise mit einem Besuch in Indien fort, wo Treffen mit der indischen Staatspräsidentin Pratibha Patil, mit Premierminister Dr. Manmohan Singh sowie weiteren hohen Amtsträgern auf dem Programm stehen.