FIFA weitet Sanktionen gegen 58 Fussballakteure in der VR China aus
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Die Disziplinarstrafen gegen 58 Personen im Zusammenhang mit seit 2010 laufenden Untersuchungen wegen Spielmanipulationen und Bestechung in der VR China wurden weltweit ausgedehnt.

Die Sanktionen wurden von der Disziplinarkommission des chinesischen Fussballverbands verhängt. 25 Spieler und Funktionäre wurden für fünf Jahre für jegliche Tätigkeit im Fussball gesperrt, 33 lebenslang.

Der Vorsitzende der FIFA-Disziplinarkommission hat die Gültigkeit der Strafen gemäß Art. 78 Abs. 1 lit. c und Art. 136 ff. des FIFA-Disziplinarreglements weltweit ausgedehnt.

Grundlage sind Untersuchungen und Verhandlungen der chinesischen Justizbehörden zwischen 2010 und 2012, an denen der chinesische Fussballverband (CFA) vollauf mitwirkte. Die Fälle betreffen Spielmanipulationen in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren.

Mit den Urteilen der chinesischen Justizbehörden endet die gesetzliche Rechtsmittelfrist für die ursprünglichen Urteile von Juni 2012.

Die Strafen wurden am 18. Februar 2013 verhängt.

In seiner Stellungnahme und Mitteilung an die FIFA bekräftigte der CFA seinen Willen, alle Formen von Spielmanipulationen und Korruption aus dem Fussball zu verbannen. Der CFA hat im März 2012 eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern seiner Disziplinarkommission eingesetzt, die auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse Empfehlungen vorschlagen soll.

Die FIFA arbeitet bei der Bekämpfung von Spielmanipulationen eng mit ihren Mitgliedsverbänden zusammen, z. B. mit FIFA/Interpol-Regionalseminaren, der Unterzeichnung einer Leumundserklärung durch Offizielle, der neuen Integritäts-Hotline und -E-Mail-Adresse sowie einem E-Schulungs-Ethik-Tool.