FIFA-Ethikkommission führt Verfahren gegen Mohamed bin Hammam fort
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Am 4. Dezember 2012 teilte der Vorsitzende der Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission, Michael J. Garcia, der auch Untersuchungsführer der Ethikkommission im Verfahren gegen Mohamed bin Hammam ist, Bin Hammam mit, dass die Untersuchung abgeschlossen wurde und der Schlussbericht zusammen mit den Ermittlungsakten der rechtsprechenden Kammer der FIFA-Ethikkommission zur Beurteilung übermittelt wird. Am gleichen Tag übermittelte Garcia dem Vorsitzenden der rechtsprechenden Kammer, Hans-Joachim Eckert, sämtliche Unterlagen.

Zusammen mit dem Schlussbericht und allen Ermittlungsakten beantragte Garcia, gegen Bin Hammam gemäß erstem Satz von Art. 83 Abs. 1 des FIFA-Ethikreglements (FER) vorsorgliche Maßnahmen zu erlassen. Garcia begründete seinen Antrag nicht mit der Notwendigkeit, das laufende Verfahren zu schützen, sondern damit, dass angesichts der überaus komplexen Natur und des beträchtlichen Umfangs des vorliegenden Falls im Sinne von Art. 83 Abs. 1 FER eine rechtzeitige Entscheidung in den maßgebenden Punkten sehr unwahrscheinlich sei. Angesichts der Schwere der Verstöße gegen das FER, die im Schlussbericht vorgebracht wurden, hielt Garcia in seinem Schreiben an den Vorsitzenden der rechtsprechenden Kammer fest, dass Bin Hammam bis zur Entscheidung dieser Anklagepunkte unbedingt für jede Tätigkeit im Fussball gesperrt bleiben müsse.

Am 6. Dezember befand Eckert nach Prüfung des Schlussberichts und der Ermittlungsakten den Schlussbericht für vollständig und beschloss gemäß Art. 69 Abs. 4 FER, das rechtsprechende Verfahren im vorliegenden Fall fortzuführen. Gleichzeitig setzte er Bin Hammam eine Frist für die Eingabe einer Stellungnahme.

Auf der Grundlage des Schlussberichts beschloss der Vorsitzende der rechtsprechenden Kammer, Bin Hammam provisorisch zu sperren, da der Verdacht auf Verstoß gegen das Ethikreglement besteht und eine rechtzeitige Entscheidung in der Hauptsache des Falls zweifelhaft erscheint.