Stellungnahme der FIFA zum Bericht des Schweizerischen Bundesrates zum Thema "Korruptionsbekämpfung und Wettkampfmanipulation"
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Die FIFA hat vom Bericht des Bundesrates zu Korruptionsbekämpfung und Wettkampfmanipulation im Sport Kenntnis genommen. Die Bestrebungen des Bundesrates, die Sportverbände und -organisationen insbesondere bei der Bekämpfung von Korruption und bei Wettkampfmanipulationen durch entsprechende staatliche Maßnahmen zu unterstützen, wertet die FIFA als positives Zeichen zur Integritätssicherung des Sports und seines Umfelds. Die Komplexität der Probleme bei der Bekämpfung von Korruption und Manipulationen erfordert konsequente Selbstregulation, aber ebenso staatliche Maßnahmen. Die FIFA anerkennt den staatlichen Handlungsbedarf und nimmt mit Genugtuung zur Kenntnis, dass die von der FIFA implementierten Maßnahmen im Rahmen ihres Reformprozesses im Bericht als Markstein erwähnt werden*.

Dasselbe gilt für die von der FIFA getroffenen Maßnahmen im Kampf gegen Wettkampfmanipulation. Insbesondere die Internationalität des Sports verlangt ein entschlossenes, gemeinsames Auftreten von Sportverbänden und Organisationen einerseits sowie nationalen und internationalen staatlichen Stellen andererseits. Mit Blick auf die viel diskutierte "Privatbestechung" wertet es die FIFA als positiv, dass das umspannende Problem generell, etwa auch bezüglich NGO, gelöst werden soll.

Die FIFA nimmt auch zur Kenntnis, dass laut dem Bericht "gezielte Interventionen des schweizerischen Gesetzgebers etwa im Bereich des Steuer- oder Vereinsrechts zur Durchsetzung eines regulatorisch zu definierenden Governance-Standards [...] weder politisch noch rechtlich zielführend" (Seite 32) seien.

"Ich bin sehr erfreut, dass der Bundesrat die getroffenen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Reformprozess gutgeheißen hat. Diese Anerkennung und der Bericht der ständerätlichen Kommission zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Sie motivieren uns, diesen Prozess bis zu seinem Schluss beim FIFA-Kongress 2013 fortzusetzen. Sowohl die FIFA als Institution wie auch ich als ihr Präsident werden uns weiterhin entschlossen für diesen Reformprozess einsetzen", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

"Die FIFA ist überzeugt, dass sie den Kampf gegen Korruption und Wettkampfmanipulation im Sport zusammen mit den Verwaltungen und Behörden von nationaler und internationaler Relevanz gewinnen wird", fügte Blatter hinzu.

* Im Bericht wird dazu festgehalten: "Einen Markstein in der Geschichte der FIFA stellt der Beschluss des Exekutivkomitees vom 17. Juli 2012 dar, die Funktionen des Vorsitzenden der Untersuchungskammer und des Vorsitzenden der rechtsprechenden Kammer der neuen Ethikkommission mit international ankerkannten Persönlichkeiten zu besetzen. Im Kontext dieser Wahlen verabschiedete das Exekutivkomitee eine weitere Revision des Ethikreglements (in Kraft seit 25. Juli 2012). Für das Jahr 2013 sind Neuwahlen der Mitglieder der Ethikkommission und weitere Statutenänderungen angekündigt." (Seite 31)