Unter dem Vorsitz von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter beendete das FIFA-Exekutivkomitee heute seine zweitägige Sitzung am FIFA-Sitz in Zürich und rief die Fussballgemeinde dabei im Kampf gegen Spielmanipulationen im Fussball zu Solidarität auf.

"Fast 300 Millionen Menschen spielen weltweit Fussball. Diese enorme Popularität nimmt uns in die Pflicht. Wir müssen insbesondere die Integrität des Fussballs schützen, und Spielmanipulationen gefährden genau diese. Wir tun bereits eine ganze Menge – Frühwarnsystem, Partnerschaft mit Interpol, Bildung einer FIFA-Sicherheitsdivision usw. Darüber hinaus braucht es aber die Solidarität aller Akteure des Fussballs. Jeder Verdacht auf Spielmanipulation muss den zuständigen Behörden gemeldet werden. Das ist zentral“, betonte der FIFA-Präsident.

Das Exekutivkomitee verfeinerte im Anschluss an die Beschlüsse des FIFA-Kongresses 2012 ferner den Aktionsplan zum Good-Governance-Reformprozess der FIFA, damit der Prozess wie geplant beim FIFA-Kongress 2013 abgeschlossen werden kann. Zu diesem Zweck wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die von Theo Zwanziger (Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees und Vorsitzender der Task Force Statutenrevision) geleitet wird und der die Generalsekretäre und Rechtsdirektoren der Konföderationen und der FIFA angehören. Die Arbeitsgruppe wird sich mit den 209 Mitgliedsverbänden absprechen und Vorschläge zur Änderung der FIFA-Statuten erarbeiten.

Das Exekutivkomitee verabschiedete im Weiteren die Anstoßzeiten der Endrundenspiele der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ (siehe: http://www.fifa.com/worldcup) und legte die Daten der interkontinentalen Entscheidungsspiele neu fest: Hinspiele am 13. oder 14. November 2013 (Asien – Südamerika; Nord-, Mittelamerika und Karibik – Ozeanien), Rückspiele am 20. November 2013 (Südamerika – Asien; Ozeanien – Nord-, Mittelamerika und Karibik). Die beteiligten Teams erhalten damit mehr Zeit zur Erholung. Für den FIFA Konföderationen-Pokal Brasilien 2013 bewilligte die Exekutive zudem ein Preisgeld von USD 20 Millionen und somit USD 2,4 Millionen mehr als für die letzte Austragung im Jahr 2009. Genehmigt wurden ebenfalls die Spielorte der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™, die morgen in Moskau offiziell bekanntgegeben werden.

Das Exekutivkomitee beantragte des Weiteren, die FIFA-Mitgliedsverbände in den FIFA-Statuten zu verpflichten, periodisch (mindestens alle zwei Jahre) eine Generalversammlung abzuhalten und eigene Statuten gemäß FIFA-Standardstatuten zu erlassen. Zu den Verbänden wurden zudem folgende Beschlüsse gefasst:

- Gambia: Das Mandat der Übergangskommission wird bis 31. März 2013 verlängert.

- Sierra Leone: Zur Leitung der Tagesgeschäfte des Verbands, der Neuordnung des Wahlverfahrens und der Durchführung von Wahlen bis 15. Januar 2013 wird ein Normalisierungskomitee gebildet.

- Malediven: Das Mandat des amtierenden Vorstands wird bis 31. Januar 2013 verlängert. Zur Durchführung von Wahlen bis 31. Januar 2013 wird ein Wahlausschuss gebildet.

Weitere Punkte:

- Fussballverband von Kosovo (FFK): Der Fall wird bei der nächsten Sitzung des Exekutivkomitees am 14. Dezember in Tokio abgeschlossen.

- FIFA-Wettbewerbe:

o Das Exekutivkomitee unterstrich den Erfolg der Olympischen Fussballturniere London 2012, insbesondere hinsichtlich der Zuschauerzahlen (rund 2,2 Millionen Zuschauer), und der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Japan 2012. 

o Die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft, die derzeit in Aserbaidschan ausgetragen wird, wurde als positives Beispiel für eine nachhaltige Förderung des Frauenfussballs mithilfe eines FIFA-Wettbewerbs gewürdigt.

o FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2013: Marrakesch und Agadir wurden als Spielorte verabschiedet.

o FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft: Das Exekutivkomitee freut sich, dass sich nicht weniger als 13 Mitgliedsverbände um die Ausrichtung des Turniers 2015 bewerben, was den zunehmenden Erfolg dieses Wettbewerbs unterstreicht.

Das Exekutivkomitee wurde schließlich über die Sitzungen der elf FIFA-Kommissionen in dieser Woche in Zürich informiert.