FIFA verfügt weltweite Gültigkeit von Sanktionen gegen 26 Fussballakteure
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In bis zu 50 Fällen rund um die Welt laufen derzeit nationale Untersuchungen aufgrund von Spielmanipulationen. Gemäß Art. 136 des FIFA-Disziplinarreglements müssen die Verbände, Konföderationen und andere ausrichtende Sportorganisationen bei schweren Vergehen, u. a. bei unerlaubter Einflussnahme auf den Ausgang eines Spiels, bei der FIFA einen Antrag auf weltweite Gültigkeit der von ihnen verhängten Sanktionen stellen.

Gemäß Art. 78 Abs. 1 lit. c und Art. 136 ff. des FIFA-Disziplinarreglements weitete der Vorsitzende der FIFA-Disziplinarkommission, Marcel Mathier (Schweiz), auf Antrag der betreffenden Verbände deren Sanktionen gemäß den aktuell gültigen Entscheidungen der beiden folgenden Verbände (vgl. Art. 140 Abs. 2) weltweit aus.

Türkei:
Nach Abschluss der letzten Saison hat der türkische Fussballverband (TFF) eine eingehende Untersuchung gegen angebliche Manipulationen von und Wetten auf Spiele der türkischen Meisterschaft eingeleitet. Diese Fälle sind derzeit bei der TFF-Disziplinarkommission anhängig. Nach Abschluss der Untersuchung des "Bochumer Falls" befanden die Disziplinar- und die Berufungskommission des TFF mehrere Personen (Amateur- und Profispieler, Trainer, Klub- und Spieloffizielle) für schuldig und verhängten Sanktionen, die von einer einjährigen bis zu einer lebenslangen Sperre reichten.

Der Vorsitzende der FIFA-Disziplinarkommission hat die Gültigkeit von folgenden 24 Sanktionen gegen Manipulationen von und Wetten auf Spiele weltweit ausgedehnt: sechs lebenslange Sperren, vier dreijährige Sperren, zwei Sperren für zweieinhalb Jahre, sechs zweijährige Sperren und sechs Sperren für ein Jahr.

Finnland:
Die FIFA-Disziplinarkommission hat ferner die Gültigkeit von zwei vom finnischen Fussballverband (FAF) verhängte Sanktionen weltweit ausgedehnt. Der FAF führte eine tiefgehende Untersuchung gegen Spielabsprachen durch und sprach gegen Spieler und Offizielle mehrere Strafen aus. Der FAF sperrte am 31. Januar 2012 zwei Spieler rückwirkend ab 6. April 2011 für zwei Jahre für jegliche Tätigkeit im nationalen Fussball.

Nach den Entscheidungen der FIFA-Disziplinarkommission erklärte heute FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke: "Die Haltung der FIFA gegen Spielmanipulationen ist klar. Die Entscheidungen der FIFA-Disziplinarkommission zeigen unseren Willen, das Fundament des Sports und Fairness zu schützen. Wer gegen die Geisteshaltung der FIFA verstößt, wird zur Rechenschaft gezogen. Wir hoffen, dass diese Entscheide ein klares Signal sind. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird bestraft."