Joseph S. Blatter bestätigt Veröffentlichung der ISL-Akte trotz Widerstand einer beteiligten Partei
© Getty Images

Am 21. Oktober 2011 kündigte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter seine Entschlossenheit an, die ISL/ISMM-Akte zu veröffentlichen, nachdem er dafür die volle Unterstützung der Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees erhalten hatte. Präsident Blatter bekräftigt nun seine Entscheidung, die Akte zum ISL/ISMM-Fall zu veröffentlichen, auch wenn eine der beteiligten Parteien rechtliche Schritte eingeleitet hat.

Diese Entwicklung erfordert wiederum eine eingehende rechtliche Analyse, die die Veröffentlichung der Akte verzögern wird. 

"Die FIFA hat in den letzten Wochen mit ihren Anwälten und ihrem Rechtsteam intensiv gearbeitet, um die ISL-Akte bei der nächsten Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees am 17. Dezember 2011 in Japan veröffentlichen zu können", sagte FIFA-Präsident Blatter heute. "Es war mein ausdrücklicher Wille, die Akte bei dieser Sitzung vollständig offenzulegen. Mir wurde nun gesagt, dass es angesichts des Widerstands einer Drittpartei gegen eine solche Offenlegung mehr Zeit brauche, um die bestehenden rechtlichen Hürden zu überwinden. Dies ändert jedoch nichts an meiner Absicht. Ich bin weiterhin entschlossen, die Akte so bald wie möglich zu veröffentlichen. Dies ist ein wichtiger Schritt meiner vielen Reformpläne für die FIFA, die sowohl eine Aufarbeitung der Vergangenheit als auch die Vorbereitung der künftigen Struktur der Organisation vorsehen."

Der Reformprozess ist bereits angelaufen. Schon beim FIFA-Kongress 2012 sollen erste konkrete Maßnahmen vorgelegt werden.