Fortsetzung der Tests der Torlinientechnologie
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Bei der 125. Jahresversammlung am 5. März 2011 in Wales hat der International Football Association Board (IFAB) beschlossen, die Tests mit der Torlinientechnologie (GLT, Goal-line Technology) weiter auszudehnen.

Der IFAB hat die FIFA damit beauftragt, den aktuellen Stand der Technik weiter zu prüfen. Ein unabhängiges Testinstitut wird die Genauigkeit und Tauglichkeit der Systeme der verschiedenen Anbieter gemäß den im Oktober 2010 vom IFAB festgelegten Kriterien prüfen. ( siehe Media Release "IFAB beschließt neuerliche Prüfung der Torlinientechnologie"

Alle interessierten GLT-Anbieter, auch diejenigen, die bereits an den Tests im Februar dieses Jahres am FIFA-Sitz beteiligt waren, sind eingeladen, an den weiteren GLT-Tests teilzunehmen.

Die Tests werden in zwei Phasen in einem Fussballstadion durchgeführt, das vom jeweiligen GLT-Anbieter in Absprache mit der FIFA bestimmt wird. Die Unternehmen können ihr Interesse bis 3. Juni 2011 per E-Mail bei der FIFA anmelden: glt@fifa.org. Danach haben sie bis 7. Juli 2011 Zeit, ihre Teilnahme durch eine offizielle Anmeldung zu bestätigen.

In der ersten Testphase (September bis Dezember 2011) wird jedes System sowohl bei Tages- als auch unter Flutlicht (Nacht) nach strengen Kriterien getestet. Kriterien sind:

  • Toranzeige auf der Uhr des Schiedsrichters (automatische Anzeige durch Vibration und ein optisches Signal)
  • Signalreichweite (gesamtes Spielfeld und technische Zonen)
  • Erkennung von 100 % der freien Schüsse aufs Tor
  • statische Genauigkeit (mindestens 90 % aller Torsituationen müssen in der ersten Phase korrekt angezeigt werden)
  • dynamische Genauigkeit (mindestens 90 % aller Torsituationen müssen in der ersten Phase korrekt angezeigt werden)

Weitere technische Spezifikationen zu den Tests sind in dem PDF-Dokument auf der rechten Seite zu finden.

Nach der ersten Phase wird das Testinstitut in Absprache mit dem IFAB aufgrund der genannten Kriterien die Unternehmen für die zweite Testphase bestimmen.

In der zweiten Testphase (März bis Juni 2012) werden umfangreichere Tests durchgeführt, die Aufschluss über die Tauglichkeit der Technologie geben und eine vollständige statistische Analyse bieten sollen. Es werden u. a. mehr Spielszenen simuliert und weitere Faktoren getestet: Zuverlässigkeit der Software, Qualität des übertragenen Signals sowie Leistung bei wechselnden Wetterbedingungen und auf verschiedenen Spieloberflächen.

Die endgültigen Testergebnisse werden dem IFAB bei einer Sondersitzung im Juli 2012 präsentiert.

Der International Football Association Board (IFAB) besteht aus Vertretern der Verbände Englands, Schottlands, von Wales und Nordirlands sowie der FIFA.