Präsident Tansanias glaubt an die einigende Kraft des Fussballs
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Der Präsident der Vereinigten Republik Tansania, Jakaya Kikwete, stattete der FIFA an diesem 23. Januar 2013 einen Besuch ab. Er traf sich mit FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zu einem Austausch.

"Ich habe Präsident Blatter herzlich für seine Einladung in den Sitz der FIFA gedankt, in das Haus des Sports, den wir alle lieben. Und ich habe ihn für die seit seinem Amtsantritt von der FIFA geleistete Arbeit im Bereich der Entwicklung des Fussballs beglückwünscht. Dieser Sport hat sich in dieser Hinsicht enorm entwickelt", sagte der tansanische Präsident, der seit Dezember 2005 im Amt ist, gegenüber FIFA.com.

Tansania, das am 26. April 1964 aus dem Zusammenschluss von Tanganyika und Sansibar hervorging, grenzt im Norden an Kenia und Uganda, im Westen an Ruanda, Burundi und die Demokratische Republik Kongo, im Südwesten an Sambia und Malawi sowie im Süden an Mosambik. Das Land mit einer Fläche von 945.000 km² zählt mehr als 43 Millionen Einwohner (2010) und befindet sich auf dem Entwicklungsweg. Im Fussball ist man bislang keine große Nation (124. in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste im Januar 2013), obwohl der Sport dort sehr populär ist

"Wir müssen geduldg sein"
"Tansania erhält seit Jahren eine sehr große Unterstützung von der FIFA, und ich wünsche mir, dass dies weitergeht. Insbesondere, um alle Jungen und Mädchen in Tansania an den Sport heranzuführen. Leider sind wir im Moment nicht in der Lage, den Gipfel des weltweiten Fussballs zu erreichen, doch man muss geduldig sein. Ich bin zuversichtlich, dass das kommen wird", so Kikwete. Im März trifft Tansania im Rahmen der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ in Gruppe C auf Marokko, eine für das Land entscheidende Partie.

Der ehemalige Basketballspieler und Präsident des tansanischen Basketballverbandes ist ein ebenso großer Liebhaber des Fussballs. "Ich spielte Basketball und Fussball, doch ich hatte eindeutig mehr Talent für Basketball, wo ich herausragte. Ich wurde also dazu ermutigt, mit dem Basketball weiterzumachen, und überließ den Fussball denjenigen, die besser waren als ich. Ich glaube, das war eine gute Wahl", erinnert er sich mit einem Lächeln.

Der tansanische Präsident ist auch der Ansicht, dass die FIFA dank ihres starken Engagements zum Aufblühen Afrikas beigetragen hat. "Ich habe insbesondere das Interesse von Präsident Blatter an Afrika geschätzt. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass wir nunmehr fünf Mannschaften bei der Weltmeisterschaft haben und die Auflage 2010 auf afrikanischem Boden stattfinden konnte", bemerkte er.

Doch darüber hinaus betont Kikwete, der eine wichtige Rolle beim Friedensprozess in der Region der Großen Seen (insbesondere Burundi und DR Kongo) sowie beim Wiederaufbau und der Integration Ostafrikas gespielt hat, die einigende Kraft des Fussballs. Er ist der Ansicht, dass "der Fussball auf verschiedene Wege zum Frieden beitragen kann. Selbst in Ländern, die sich im Krieg befinden, wird Fussball gespielt. Selbst Nationen, die in politischer oder diplomatischer Hinsicht nicht miteinander befreundet sind, treffen sehr häufig auf dem Spielfeld aufeinander, ohne dass es das geringste Problem gibt."