Younousmi: Optimale Voraussetzungen
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Der Präsident des Fussballverbandes von Tschad, Adoum Younousmi, traf am Montag, 23. März 2009, am Sitz der FIFA in Zürich mit Joseph S. Blatter zusammen. Im Anschluss an seine Unterredung mit dem Präsidenten des Welt-Fussballverbandes sprach der Gast aus dem zentralafrikanischen Land mit FIFA.com.

Herr Präsident, aus welchem Anlass sind Sie heute bei der FIFA zu Gast?
Unser Fussballverband hat im Dezember 2008 ein neues Führungsgremium gewählt, und für den heutigen Tag hat uns der FIFA-Präsident nach Zürich eingeladen. Da wir ein junger Fussballverband sind, ist dies eine willkommene Gelegenheit, um mit Vertretern der höchsten Instanz des Weltfussballs darüber zu beraten, welchen Beitrag wir mit unseren bescheidenen Mitteln in Zukunft leisten können. Außerdem bietet uns dieser Besuch die Möglichkeit, uns mit bereits vorhandenen Beispielen vertraut zu machen und unsere Verbandsarbeit daran zu orientieren. Insgesamt also optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft des Fussballs in Tschad.

Welche vorrangigen Ziele verfolgen Sie bei der weiteren Entwicklung des Fussballs in Ihrem Land?
Unsere Bemühungen fanden bereits die Unterstützung der eigenen Regierung, die uns beim Bau neuer Stadien wertvolle Hilfe leistet. Im Gegenzug haben wir der Regierung ein Projekt zur Förderung des einheimischen Fussballs durch Sponsoren aus der Privatwirtschaft unterbreitet, das inzwischen von den zuständigen Regierungsstellen genehmigt wurde. Dank gezielter Maßnahmen wie Steuerentlastungen konnten wir potenzielle Sponsoren sensibilisieren und für unseren Sport gewinnen. Damit haben wir eine wichtige Phase zur Förderung des Fussballs in unserem Land in Angriff genommen. Dies gilt besonders für unsere Jugend, einschließlich der jungen Mädchen. Schon bald werden die ersten Nachwuchstalente sichtbar werden, mit deren Hilfe wir unsere Auswahlteams weiter nach vorn bringen können. Ich bin überzeugt, dass unsere A-Nationalmannschaft bereits in zwei bis drei Jahren ein durchaus akzeptables Niveau erreicht haben wird.

Wie hat sich Ihrer Meinung nach die Initiative "In Afrika mit Afrika gewinnen" auf den Fussball in Tschad ausgewirkt?
Vor allem dem Projekt Football Turf ist es zu verdanken, dass unsere Regierung die Notwendigkeit erkannte, sämtliche neuen Stadien mit qualitativ hochwertigen Rasenflächen zu versehen. Deshalb haben wir heute im Gespräch mit Herrn Blatter auch die Bitte geäußert, im Rahmen seiner Möglichkeiten umfassende Hilfe bei der Installation von Kunstrasenflächen in afrikanischen Stadien zu geben.

Tschad ist in der zweiten Runde der Afrika-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ ausgeschieden. Welche Zielsetzung hat jetzt für Ihr A-Nationalteam Vorrang?
Das Endziel eines jeden Fussballverbandes ist und bleibt die Qualifikation für ein FIFA WM-Turnier. Sicher, dieses Mal sind wir bereits aus dem Rennen. Doch ich weiß auch, dass wir durchaus zu besseren Leistungen fähig sind. Also werden wir uns mit ganzer Kraft auf die nächste WM-Qualifikation konzentrieren.

Südafrika 2010 wirft bereits seine Schatten voraus. Welche Bedeutung hat die erstmalige Austragung einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ auf afrikanischem Boden für Ihren Kontinent?
Es ist ein wunderbares Symbol, das erst dank des beharrlichen Einsatzes des FIFA-Präsidenten möglich wurde. Ich meine, dass dieses Turnier den Menschen in Afrika nicht nur die Möglichkeit eröffnet, guten Fussball zu spielen, sondern darüber hinaus auch dazu führt, dass dieser Sport auf unserem Kontinent noch mehr an Popularität gewinnt. Ich hoffe, dass möglichst viele Afrikaner in die WM-Stadien strömen werden, um genau so ein Fussballfest zu feiern wie in anderen Teilen der Welt. An dieser Stelle möchte ich Herrn Blatter nochmals für sein mutiges Engagement danken, welches die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ nach Afrika gebracht hat. Ich bin sicher, dass dabei alles bestens laufen und die Fussballwelt begeistert sein wird.