
Das Transferabgleichungssystem der FIFA (Transfer Matching Systen, TMS) ist ein Online-System, das internationale Transfers von Spielern zwischen Klubs schneller, einfacher und insbesondere transparenter macht. Es wurde im Februar 2008 in einem Pilotversuch eingeführt und wird mittlerweile für alle internationalen Transfers in allen 208 FIFA-Mitgliedsverbänden und von über 4.600 Klubs weltweit eingesetzt.
"Dank dem TMS verfügen die Fussballbehörden bei jedem einzelnen Transfer über mehr Angaben", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. "Vor allem macht es alle Transaktionen transparenter und hilft uns u. a. bei der Bekämpfung von Geldwäsche und beim Schutz Minderjähriger bei Transfers."
Das Verfahren für Transfers im TMS ist recht einfach. Es modernisiert und strafft die alte Methode mit Schriftstücken erheblich. Die beiden an einem Transfer beteiligten Vereine müssen übereinstimmende Informationen ins TMS eingeben. Ansonsten wird der Transfer blockiert und der nationale Verband kann den internationalen Freigabeschein (ITC) nicht ausstellen, bis die Unstimmigkeiten beseitigt sind.
Zu den im TMS erforderlichen Einzelheiten gehören persönliche Daten zum betroffenen Spieler, genaue Angaben zu den beteiligten Vereinen sowie zu allen Zahlungen (samt Betrag, Zeitpunkt und Kontodaten). Sämtliche Angaben müssen durch Unterlagen belegt werden. So müssen Kopien des Identitätsnachweises des Spielers, seines neuen Arbeitsvertrags und des Transfervertrags zwischen seinem ehemaligen und künftigen Verein hochgeladen werden.
Das System trägt außerdem dazu bei, die Zahl internationaler Transfers minderjähriger Spieler einzudämmen. Seit 2009 müssen alle Transfers minderjähriger Spieler von einem Unterausschuss der FIFA-Kommission für den Status von Spielern bewilligt werden, ebenso wie sämtliche Erstregistrierungen minderjähriger Spieler in einem Land, dessen Staatsbürgerschaft sie nicht besitzen. Sowohl die betreffenden Anträge als auch das nachfolgende Entscheidungsverfahren werden über das TMS abgewickelt. Der Schutz minderjähriger Spieler hat für die FIFA hohe Priorität und wird auch in Zukunft im Mittelpunkt weiterer Maßnahmen stehen.