Weltweite Gültigkeit von Sanktionen gegen 13 Fussballakteure
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Die FIFA hat heute die Ausweitung der Gültigkeit der Sanktionen gegen 13 Personen aus der Republik Korea und Kroatien im Zusammenhang mit Spielmanipulationen bestätigt. Grundlage bilden die nationalen Untersuchungen der beiden Mitgliedsverbände und Art. 136 des FIFA-Disziplinarreglements.

Beim Vorsitzenden der FIFA-Disziplinarkommission sind weitere Fälle anhängig, womit die Sanktionen gegen noch weitere Personen der Republik Korea ausgeweitet werden.

Bereits im Februar und April 2012 wurden 45 nationale Sanktionen gegen Personen in der Türkei und Finnland weltweit ausgedehnt.

Nach der Entscheidung des Vorsitzenden der FIFA-Disziplinarkommission sagte FIFA-Sicherheitsdirektor Ralf Mutschke: "Diese Fälle zeigen einmal mehr, dass die Gefahr von illegalen Wetten und Spielmanipulationen nicht auf einen Teil der Welt beschränkt ist."

"Die Integrität des Sports und insbesondere des Fussballs steht auf dem Spiel. Die FIFA ist fest entschlossen, diese Bedrohung zu bekämpfen und diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die sich nicht an die FIFA-Regeln halten."

Republik Korea

Nach der Untersuchung von Spielmanipulationen in der K-League und im Ligapokal bestätigte die Disziplinarkommission des Fussballverbands der Republik Korea (KFA) die folgenden Sanktionen, die von der FIFA nun weltweit ausgedehnt wurden. Die Sanktionen gelten ab Datum der Entscheide der K-League-Disziplinarkommission. Die Entscheide sind rechtskräftig.

Sang Hong Lee und Dong Hyun Kim: lebenslange Sperre; Jung Kyum Kim: Sperre für fünf Jahre; Sung Kuk Choi, Eung Jin Kim, Sung Yo Hong, Byoung Kyu Park, Yeo San Yoon, Kyung Il Sung und Jung Ho Lee: lebenslange Sperre mit der Möglichkeit auf Strafminderung nach Ablauf der Bewährung.

Kroatien

In Kroatien waren mindestens 15 Spieler, zwei Trainer und ein Vereinsoffizieller an einem Spielmanipulationsskandal im Juli 2010 beteiligt, der strafrechtlich untersucht wurde. Gemäß kroatischem Sportgesetz ("Sport Act") sperrte der kroatische Fussballverband (CFF) die betreffenden Personen für die Dauer der Untersuchung für jegliche Fussballtätigkeit. Für die meisten von ihnen ist die Strafuntersuchung noch nicht abgeschlossen.

In den Fällen des Trainers Vinko Saka sowie der Spieler Mario Darmopil und Danijel Madaric sind die Strafuntersuchungen hingegen abgeschlossen, so dass die CFF-Disziplinarkommission die Disziplinarverfahren durchführen und abschließen konnte. Gegen die genannten drei Personen, die der Spielmanipulation in der ersten kroatischen Fussballliga in der Saison 2009/10 für schuldig befunden worden waren, wurden lebenslange Sperren verhängt. Die Entscheide sind rechtskräftig.

Der CFF wurde angewiesen, die FIFA nach Abschluss der Disziplinarverfahren gegen die anderen Spieler und Offiziellen umgehend zu informieren, so dass etwaige weitere Sanktionen des CFF betreffend Spielmanipulationen ebenfalls weltweit ausgedehnt werden können.