Solide FIFA-Finanzen trotz internationaler Finanzkrise
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Bei seiner Sitzung am 23./24. Oktober in Zürich befasste sich das Exekutivkomitee hauptsächlich mit folgenden Themen: Finanzen, Wettbewerbe, internationaler Spielkalender, soziale Verantwortung sowie politische und rechtliche Fragen.

So wurde nach der Finanzkommission nun auch dem Exekutivkomitee eine detaillierte Analyse der möglichen Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auf die FIFA-Finanzen vorgelegt. Gemäß dieser Analyse hat die FIFA kein Geld verloren und ist für die jetzige Krise gut gewappnet, dies dank der Diversifizierung der Finanzanlagen, des geringen Volatilitätsrisikos bei den Fremdwährungen, der Tatsache, dass 95 % der budgetierten Einnahmen 2007-2010 vertraglich bereits gesichert sind, dem guten Kostenmanagement sowie der Bandbreite der Geschäfts- und Sendepartner. Die Zahlen werden wie üblich am Ende des Geschäftsjahres im Finanzbericht publiziert.

Das Exekutivkomitee folgte ferner der Empfehlung der Finanzkommission, für den Fall einer Verschiebung oder Verlegung der Weltmeisterschaften 2010 und 2014 eine Versicherung in Höhe von USD 650 Millionen abzuschließen, die jedoch nur Terroranschläge, Naturkatastrophen, Epidemien, Kriege, Unfälle und Unruhen abdeckt. Seit 1998 schließt die FIFA für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ jeweils eine solche Versicherung ab.

Zum Schutz der Spieler hat das Exekutivkomitee für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ beschlossen, dass teilnehmende Spieler nur bis zum 16. Mai 2010 bei Klubspielen eingesetzt werden dürfen. Vom 17. bis 23. Mai 2010 gilt eine zwingende Spielpause. Das Finale der UEFA Champions League, das bereits auf den 22. Mai 2010 angesetzt wurde, bildet die einzige Ausnahme. Eine ähnliche Regelung galt bereits für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™.

Im Weiteren erörterte das Exekutivkomitee die Möglichkeit der gleichzeitigen Vergabe der FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Das Gremium sprach sich im Grundsatz für dieses Vorgehen aus, vertagte einen endgültigen Entscheid jedoch auf die nächste Sitzung (19./20. Dezember 2008 in Tokio).

Ferner wurde das Exekutivkomitee von der Kommission für den Status von Spielern über den für die FIFA zentralen Schutz Minderjähriger und ausbildender Klubs informiert. Mehrere Maßnahmen (siehe Link in der rechten Menüleiste) zum stärkeren Schutz Minderjähriger und zur besseren Durchsetzung der geltenden FIFA-Reglemente wurden dabei besprochen. Insbesondere wurde eine Kontrolle von Fussballschulen gefordert.

Das FIFA-Exekutivkomitee sprach sich zudem erneut für das vom FIFA-Kongress in Sydney verabschiedete 6+5-Konzept aus.

Des Weiteren betonte das Exekutivkomitee die soziale Verantwortung der FIFA, die sie über die Bewegung "Football for Hope" mit verschiedensten Solidaritätsprogrammen auf der ganzen Welt wahrnimmt (vgl. Link in der rechten Menüleiste).

Darüber hinaus beschloss das Exekutivkomitee, den Fussballverband von Samoa trotz der Einsetzung einer Normalisierungskommission aufgrund andauernder interner Probleme zu suspendieren. Zudem wurde die Suspendierung des Fussballverbands von Kuwait (KFA) wieder in Kraft gesetzt, da die Wahlen, die bis Mitte Oktober vorgesehen waren, noch immer nicht stattgefunden haben. Der KFA ist somit bis auf Weiteres suspendiert.

Das Exekutivkomitee wurde ebenfalls über die Lage in anderen Verbänden (u. a. Indonesien, St. Kitts und Nevis, Peru und Spanien) informiert. Im Falle Perus wird die FIFA den Verband suspendieren, sollte die Regierung ihre Einmischversuche bis zum 21. November nicht einstellen.

Im Weiteren kam das Exekutivkomitee zum Schluss, dass das Aufnahmegesuch des Fussballverbands von Kosovo Art. 10 der FIFA-Statuten (vgl. Link in der rechten Menüleiste) nicht entspricht, wonach nur ein von der internationalen Staatengemeinschaft anerkannter, unabhängiger Staat Mitglied der FIFA werden kann. Gemäß Statuten darf der Kosovo damit keine Freundschaftsspiele austragen.

Abschließend nahm das Exekutivkomitee die Fortschritte bei den Gesprächen hinsichtlich einer möglichen Aufnahme des türkischzypriotischen Fussballverbands (CTFA) in den zypriotischen Fussballverband (CAF) zur Kenntnis.

Weitere Punkte:

- FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2009: Die nigerianische Regierung hat der FIFA mitgeteilt, dass sie nicht in der Lage sei, ihre für die Organisation des Turniers zugesagte Hilfe zu leisten. Die FIFA prüft die Situation.

- FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™: Zur Verbreitung des Wettbewerbs auf allen Kontinenten läuft ein weltweites Fanfest-Projekt. 16 Städte wurden dafür ausgewählt.

- Internationaler Spielkalender 2009: Die folgenden Daten wurden zusätzlich in den Kalender 2009 aufgenommen:
AFC (Asiatische Fussballkonföderation): 17. Juni 2009
CAF (Afrikanische Fussballkonföderation): 20./21. Juni 2009

Aufgrund ihrer Teilnahme am FIFA Konföderationen-Pokal 2009 wurden folgenden Ländern Änderungen erlaubt:
USA: 3.-6./.7 Juni statt 6.-10. Juni
Ägypten: 4./5. Juli statt 20./21. Juni

Die nächste Sitzung des Exekutivkomitees findet am 19./20. Dezember in Tokio statt.