Fussballkommission: frische Impulse dank neuer Formation
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Die FIFA-Fussballkommission hat heute unter der Leitung von FIFA-Exekutivkomiteemitglied Michel Platini in neuer Zusammensetzung am FIFA-Sitz in Zürich eine sehr konstruktive Sitzung abgehalten. Nach der Auflösung der Task Force Football 2014 wurden Franz Beckenbauer und Pelé zu Beratern der Fussballkommission ernannt. Pelé konnte nach einem chirurgischen Eingriff an der heutigen Sitzung jedoch nicht teilnehmen.

Die Aufgaben der Fussballkommission sind in Artikel 51 der FIFA-Statuten ausdrücklich festgelegt.

"Heute ist ein entscheidender Tag für den Fussball. Diese Kommission muss große Herausforderungen angehen, mit denen sich der Fussball konfrontiert sieht, etwa Bedrohungen für den Fussball wie Spielmanipulationen, die Struktur und Entwicklung des Sports und auch Fragen, die das Spiel selbst betreffen. Die Kommission ist hochkarätig besetzt. Wer, wenn nicht diese renommierten Experten, können die besten Lösungen für den Fussball finden", betonte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, nachdem er der gesamten Sitzung beigewohnt hatte.

Neu in der Kommission sind Harry Kewell (ehemaliger Spieler von Leeds und Liverpool, Australien), Jaime Rodríguez (El Salvador), Rabah Madjer (ehemaliger algerischer Spieler), Richard Scudamore (Geschäftsführer der englischen Premier League), Sofokolis Pilavios (ehemaliger Präsident des griechischen Fussballverbands) und Theodore Whitmore (Nationaltrainer von Jamaika).

"Es ist eine weise Entscheidung, in dieser neu zusammengesetzten Fussballkommission alle Kräfte zu bündeln, statt verschiedene Foren wie zum Beispiel die Task Force Football 2014 zu haben, die sich mit den gleichen Fragen beschäftigen. Der Fussball ist nicht unantastbar. Wir müssen uns mit den wichtigen Aspekten des Fussballs auseinandersetzen. Diese Kommission ist das richtige Forum, da es die Kraft des Fussballs widerspiegelt. Ich freue mich sehr, dieser Kommission anzugehören", sagte Franz Beckenbauer.

Die Kommission diskutierte ausführlich über das Spielertransfersystem, wozu sich Karl-Heinz Rummenigge wie folgt äußerte: "Das jetzige System und der internationale Freigabeschein sind sehr gut und sorgen dafür, dass alle Transfers über die FIFA ordentlich abgewickelt werden."

Weitere Themen waren die Stellung des Frauenfussballs, das finanzielle Fairplay und der Schutz Minderjähriger. Ausführlich besprochen wurde zudem die Lage bei den Spielervermittlern, wobei sich die Kommission klar für die Einführung internationaler Standards mit klaren Regeln und Bestimmungen aussprach.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung lautete "Spieler im Besitz von Dritten". Die Kommission stellte sich gegen diese Form von Beteiligungen und forderte die FIFA auf, ein entsprechendes allgemeines Verbot für den Fussball zu erlassen. Die FIFA wird der Kommission bei der nächsten Sitzung einen entsprechenden Antrag unterbreiten.

"Ich bin sehr stolz, diese prestigeträchtige Kommission anzuführen", sagte Michel Platini. "Die Diskussionen heute haben klar gezeigt, dass diese Mitglieder das Fachwissen haben, um diese für den Fussball wichtigen Bereiche anzupacken und wirksame Lösungen zu finden."