
Nach der Zusammenkunft des FIFA-Exekutivkomitees am Freitag, 30. März, unterhielt sich FIFA.com mit Frank van Hattum, dem Vorsitzenden der Task Force Transparenz und Compliance, über seine Ansichten zu den erzielten Fortschritten und den Ergebnissen des Meetings.
Als Vorsitzender der Task Force Transparenz und Compliance sind Sie stark in den Reformprozess der FIFA involviert. Welches Fazit ziehen Sie nach den heutigen Entscheidungen?
Ich freue mich sehr darüber, dass das Exekutivkomitee einigen Vorschlägen zugestimmt hat. Ich glaube, die Art und Weise, in der alle Arbeitsgruppen letztendlich mehr oder weniger zum selben Schluss gekommen sind, war eine gute Sache. Es gab keine wirklich radikalen Schlussfolgerungen. Viele gute Fachleute unterstützen uns, und wir können fortfahren. Das ist sehr gut für die FIFA.
Warum sind die beiden neuen Ethikkommissionen so wichtig?
Unserer Ansicht nach hat die Ethikkommission zwei unterschiedliche Funktionen. Ich finde, es ist wichtig zu berücksichtigen, dass ein Teil der Arbeit sich ganz stark vom anderen unterscheidet. Eine ganze Reihe von Gremien geht von diesem Ansatz aus. Zwei unterschiedliche Organe verrichten ihre Arbeit getrennt voneinander.
Was sind die nächsten Schritte?
Das größte Problem, mit dem wir konfrontiert waren, war der Zeitdruck. Teile der Reformen waren Bestandteil eines rechtlichen Verfahrens. Ich glaube, dies ist ein erster Schritt für die Organisation, an den nun angeknüpft werden muss. Es gibt noch mehr zu tun, aber wir haben schon große Fortschritte gemacht, weil das Exekutivkomitee unsere Entscheidung gebilligt hat. Jetzt werden noch viele Details folgen. Die wirkliche Arbeit fängt gerade erst an.
Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?
Ich bin völlig überrascht. Das war sehr viel Arbeit. Und die ging mit einem sehr umfangreichen Denkprozess einher, bei dem die Konsequenzen der einzelnen Entscheidungen sorgfältig abgewägt wurden, so dass wir das Exekutivkomitee überzeugen könnten. Schließlich mussten die Grundlagen für den Kongress geschaffen werden, damit die eigentliche Arbeit beginnen kann. Ich glaube, ich selbst und viele andere waren sich nicht wirklich sicher, wie weit wir kommen würden. Jetzt haben wir es geschafft. Ich freue mich sehr, dass der Anfang jetzt gemacht ist. Ich glaube, man muss sehen, dass wir etwas verändern. Dies war der erste Schritt, und er wurde in der Öffentlichkeit sehr aufmerksam verfolgt.








