Langfristige Zusammenarbeit zwischen FIFA und AIFF
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Die FIFA und der indische Fussballverband (AIFF) haben am 5. September 2012 in Neu Delhi ein Vertragsprotokoll unterzeichnet. In dem Dokument wird die Zusammenarbeit der beiden Institutionen bei der Entwicklung des Fussballs auf dem "Subkontinent" offiziell festgehalten. Eine gute Gelegenheit, sich die Zusammenarbeit zwischen dem Weltdachverband und dem indischen Verband einmal genauer anzusehen.

Das Vertragsprotokoll (Ablaufdatum voraussichtlich 2014), welches am 5. September 2012 von FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke und dem Präsidenten des AIFF, Praful Patel, unterzeichnet wurde, beinhaltet den Wortlaut der Kooperation zwischen der FIFA und dem indischen Verband zur Entwicklung des Fussballs im Land. "Es ist eine Vereinbarung, welche etwa die Management-Strategie, die technische Entwicklung und die Stärkung von Klubs und der Meisterschaft zum Thema hat", erklärte Jérôme Valcke.

Darüber hinaus enthüllte Praful Patel einen weiteren Entwicklungsplan des AIFF für den Jugendfussball ab zehn Jahren, der "Lakshya" heißt, was so viel wie "Ziel" bedeutet. Denn ein Ziel ist die Qualifikation der Nationalmannschaft für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 2022 in Katar. Als Zwischenetappe soll das Erreichen der Endrunde der FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2017 dienen, für deren Austragung sich unter anderem auch Indien beworben hat.

Indien wird Bewerbung einreichen
"Wir werden unsere Kandidatur offiziell bei der FIFA einreichen. Die Entscheidung liegt beim Exekutivkomitee der FIFA. Ein solides Dossier und unser starkes Engagement für die Entwicklung des Fussballs in unserem Land werden aus uns einen ernstzunehmenden Kandidaten machen", erklärte Patel.

"Mithilfe des FIFA-Programms PERFORMANCE konnten wir eine bessere Organisation ermitteln und umsetzen, die die Durchführung von Aktivitäten im technischen und erzieherischen Bereich, im Basisfussball sowie in der Fortbildung von Instruktoren ermöglichte. Wir brauchen das. Wir sind gerade dabei, mit Hilfe der FIFA eine komplette Entwicklungsstruktur zu etablieren. Sollten wir den Zuschlag für die Durchführung der FIFA U-17-Weltmeisterschaft erhalten, würde das noch mehr helfen, das ist nicht zu leugnen", ergänzte Kushal Das, Generalsekretär der AIFF, gegenüber FIFA.com.

Tatsächlich arbeiten die FIFA und der indische Verband sowie offizielle nationale Behörden bereits seit Langem intensiv zusammen. Es wurden schon zahlreiche Aktionen durchgeführt, und mehrere Aktivitäten stehen bereits fest. Vor einigen Wochen kündigte Sportminister Ajay Maken die Öffnung der Sport-Infrastruktur für die Allgemeinheit an, damit junge Menschen nach der Schule es leichter haben, Sport zu treiben. Die Maßnahme könnte einem unbedeutend erscheinen, doch in der Praxis ist sie grundlegend, um die Jugend an die aktive Teilnahme am Fussball heranzuführen.

"In Indien mit Indien gewinnen" trägt Früchte
Jérôme Valcke erinnerte zudem daran, dass mithilfe "des mit acht Millionen U.S.-Dollar dotierten Programms 'In Indien mit Indien gewinnen' vier Kunstrasenplätze in Mumbai, Shillong, Imphal und Bangalore gebaut werden konnten. Zwei andere werden noch in diesem Monat in Goa und Kolkata fertiggestellt, und für zwei weitere steht der Ort noch nicht fest."

An dieser Stelle sei erwähnt, dass die FIFA außerdem zwei Millionen U.S.-Dollar für die Renovierung des Mumbai Cooperage Stadiums beisteuerte, die im Dezember abgeschlossen sein soll. Die Arena wird dann über Flutlichtanlagen für Abendspiele, Sitzplätze und neue Umkleidekabinen verfügen.

Ein weiterer zentraler Punkt für die Entwicklung des Jugendfussballs: Mithilfe des Goal-Programms der FIFA erstellte die AIFF einen ehrgeizigen Plan zur Etablierung von Akademien für die Talentsichtung in den Regionen und für die nationale Elite. "Im Mai eröffnete das erste Ausbildungszentrum in Mumbai. Zwei weitere werden in Kürze in Bangalore und Kolkata eröffnet", präzisierte Kushal Das.

"Der Beitrag der FIFA beträgt bis zu 500.000 U.S.-Dollar. Die zweite Phase des Plans folgt im Januar 2013 mit der Eröffnung des Leistungszentrums für die U-16-Nationalmannschaft sowie fünf weiterer regionaler Zentren für insgesamt 150 Spieler der Jahrgänge 1999 und 2000", informierte Thierry Regenass, FIFA-Direktor für Mitgliedsverbände und Entwicklung. Diese Generation könnte die Keimzelle einer Mannschaft für die FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2017 sein...

"Indien hat für uns Priorität. Wir wünschen uns, dass viele FIFA-Turniere an Länder vergeben werden, die im Bereich Entwicklung noch Nachholbedarf haben. Die FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2017 wäre in der Tat ein perfekter Meilenstein für Indien", schloss Valcke.