Wetterkapriolen und unveränderte Tabellenstände
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Eisige Temperaturen und heftige Schneefälle ziehen sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Frauenligen Europas und wirbeln die Spielpläne ordentlich durcheinander. In der Bundesliga mussten gleich vier Begegnungen abgesagt werden, in Italien und der Schweiz zwei und in Frankreich eine. An den Namen der Spitzenreiter änderte sich trotz der vielen Ausfälle hingegen nichts. Eine Zusammenfassung von FIFA.com.

Deutschland: Freiburg bleibt dran
Für den VfL Wolfsburg geht die ungewollte Verlängerung der Winterpause in die nächste Runde. Bereits die zweite Partie des Tabellenführers in Folge fiel den Witterungsbedingungen zum Opfer. Der 1. FFC Frankfurt konnte deshalb den Abstand auf die Wölfinnen weiter verkürzen. Bei Bayer Leverkusen gewannen die Hessinnen vor den Augen von Bundestrainerin Silvia Neid mit 3:0 und zogen punktemäßig mit Turbine Potsdam gleich. Ein Doppelpack von Kerstin Garefrekes und ein Treffer der Australierin Tameka Butt bescherten Frankfurt den zweiten Sieg in Serie.

Der SC Freiburg nutze die Gunst der Stunde und bleibt dem Spitzentrio auf den Fersen. Gegen den Tabellenvorletzten FSV Gütersloh 2009 gewann das Ensemble von Trainer Milorad Pilipovic mit 4:1. Die Tore für die SC-Frauen erzielten Marina Makanza, Caroline Abbé, Sonja Giraud und Hasret Kayikci. Mit 24 Zählern auf dem Konto haben die Breisgauerinnen vier Punkte weniger als Frankfurt.

Die ersten Drei: VfL Wolfsburg (29 Punkte), FFC Turbine Potsdam, FFC Frankfurt (je 28)

Frankreich: Montpellier festigt Rang drei
Fünf Spiele, 23 erzielte Tore: So lautet die Bilanz des 16. Spieltags in der D1 Féminine. Die meisten Treffer gingen dieses Mal nicht auf das Konto von Spitzenreiter Olympique Lyon, sondern auf das von Montpellier. Mit 7:0 wurde Rodez in die Kabine geschickt. Lyon gewann bei EA Guingamp mit 5:1. Die U.S.-Amerikanerin Megan Rapinoe eröffnete den Torreigen des UEFA Women's Champions League-Siegers, Elodie Thomis, Wendie Renard und Lotta Schelin (2) schlossen sich ihr an. In den Reigen der siegreichen Mannschaften reihte sich auch Paris Saint-Germain ein. Der Zweitplatzierte Pariser Stadtklub bezwang Issy FF dank Lindsey Horan und Kenza Dali mit 2:0.

Die ersten Drei: Olympique Lyon (60), Paris Saint-Germain (57), Montpellier HSC (51)

Schweiz: Eine Erfolgsgarantin namens Grings
Ähnlich wie Olympique Lyon in Frankreich, stürmt der FC Zürich in der Schweizer Nationalliga A von Sieg zu Sieg. Großen Anteil an diesem Erfolg hat die ehemalige deutsche Nationalspielerin Inka Grings, die bei den Stürmerinnen derzeit das Maß aller Dinge ist. In 16 Spielen erzielte die 34-Jährige bereits beeindruckende 36 Treffer. Gegen den FC Basel feierten Grings und Co. einen deutlichen 6:0-Heimsieg – ein Tor ging dabei auf das Konto der Ausnahmestürmerin. Nach dieser Niederlage musste der FC Basel Rang drei an den FC Yverdon Feminin abgeben, der die Partie gegen St. Gallen knapp mit 1:0 für sich entscheiden konnte.

Die ersten Drei: FC Zürich (48), Young Boys (32), Yverdon (25)

Italien: Spitzenreiter kassiert Niederlage
Der Vorsprung von Torres Calcio Sassari schmilzt langsam dahin. Auf heimischem Platz verlor der Tabellenerste mit 0:2 gegen ACF Brescia und kassierte die erste Niederlage in der laufenden Saison. Barbara Bonansea traf dabei doppelt in das Herz des Spitzenreiters. Verfolger UPS Tavagnacco wahrte seine Chance und siegte bei Bardolino Verona mit 3:1. Alice Parisi (2) und Laura Tommasella hießen die Torschützinnnen auf Seiten der Gäste. Auf gerade einmal einen Punkt konnte Tavagnacco den Rückstand auf Torres Calcio verkürzen und für erhöhte Spannung im Meisterschaftskampf sorgen.

Die ersten Drei: Torres Calcio (59), UPC Tavagnacco (58), Brescia (49)