Investitionen in Kubas Fussball tragen Früchte
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Dank eines gefeierten 2:1-Sieges über Costa Rica im Viertelfinale des CONCACAF-Qualifikationsturniers sicherte sich Kuba am Dienstag, 26. Februar 2013, das Ticket für die FIFA U-20-WM Türkei 2013 und damit die erstmalige Teilnahme an diesem Turnier in seiner Geschichte.

Dieser historische Erfolg, der Kuba seinen insgesamt zehnten Auftritt bei der Endrunde eines FIFA WM-Turniers beschert, ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis eines langen Prozesses. "Es ist ein großer Erfolg für den gesamten kubanischen Sport, und es ist das Ergebnis von zehn gut geplanten Arbeitsjahren, in denen uns die kubanische Regierung bei der Entwicklung dieser großartigen Spielergeneration aktiv unterstützt hat. Es ist traumhaft, dass unser Land 2013 in der Türkei vertreten sein wird. Schließlich handelt es sich dabei um eines der wichtigsten FIFA-Turniere", freute sich der Präsident des kubanischen Fussballverbandes Luis Hernández.

"Von fundamentaler Bedeutung war für uns zudem die Unterstützung seitens der FIFA. Seit 1998 besteht zwischen der FIFA und unserem Verband eine enge Zusammenarbeit, in deren Rahmen wir verschiedene Projekte in den Bereichen Infrastruktur und Ausbildung durchführen konnten. All das hat unserem Fussball zu einer neuen Identität verholfen", so der Verbandspräsident weiter.

Investition in die Infrastruktur
Seit 1999 hat die FIFA mehr als USD 5,1 Mio. in die Entwicklung des kubanischen Fussballs investiert. Davon stammen USD 4,05 Mio. aus Fonds des Finanziellen Hilfsprogramms der FIFA (FAP) und USD 800.000 aus Mitteln der Goal-Projekte I und II. Hinzu kommen USD 300.000, die über die Initiative "In der CONCACAF mit der CONCACAF gewinnen" zur Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen und für den Einsatz von Experten vor Ort bereitgestellt wurden. Darüber hinaus wurden in den vergangenen sieben Jahren mit Hilfe zusätzlich von der FIFA zur Verfügung gestellten Mittel insgesamt 14 Ausbildungsprogramme in den Bereichen Frauenfussball, Schiedsrichterwesen, Breitenfussball und Futsal finanziert.

Dank der finanziellen Hilfen der FIFA konnten mehrere konkrete Projekte realisiert werden. Zu ihnen zählen Renovierungsarbeiten am Verbandssitz des kubanischen Fussballverbandes ebenso wie das Goal-Projekt I im Jahr 2001, mit dem der Bau eines Naturrasenplatzes, eines Wohnheims und eines Konferenzraums mit angeschlossener Bibliothek sowie die medizinische Betreuung durch ein Ärzteteam ermöglicht wurde. Überdies konnte aus Mitteln des Goal-Projekts II der Neubau eines technischen Zentrums, einschließlich eines modernen Beleuchtungssystems und eines Ausbildungszentrums, fertiggestellt werden.

Inzwischen wurden weitere Goal-Projekte genehmigt, deren Umsetzung unmittelbar bevorsteht, unter anderem ein Kunstrasenplatz im Estadio La Polar von Havanna.

Obgleich es Kuba nicht in die abschließende Sechser-Runde der CONCACAF-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ geschafft hat und seit seiner ersten und bislang einzigen WM-Endrundenteilnahme bei der Turnierauflage von 1938 weiter auf seine Rückkehr auf die große Weltbühne des Fussballs warten muss, steht der kubanischen Nationalmannschaft eine vielversprechende Zukunft bevor.

"Wir versuchen, über das Erreichen von Etappenzielen voranzukommen. In der Türkei werden wir alle unser Bestes geben. Zudem setzen wir auf unsere U-17-Auswahl, die sich für die CONCACAF-Finalrunde der WM-Qualifikation in dieser Altersklasse qualifiziert hat", so Verbandspräsident Hernández mit Blick auf die FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2013 in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

"Wir von der FIFA haben diverse Programme aufgelegt, deren Ziel es ist, die Entwicklung des Fussballs in den Ländern unserer Mitgliedsverbände so effektiv wie möglich voranzubringen. In Kuba haben wir unsere Zusammenarbeit auf die Bereiche Infrastruktur und Ausbildung konzentriert", so die Bilanz und Ankündigung von Thierry Regenass, FIFA-Direktor für Mitgliedsverbände und Entwicklung.