
Im Rahmen des Halbfinales der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft zwischen den USA und Brasilien in Hangzhou gab FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zusammen mit den beiden lokalen Organisationskomitees bei einer gemeinsamen Medienkonferenz einen ersten Ausblick auf die FIFA U-20- und U-17-Weltmeisterschaften im nächsten Jahr in Chile bzw. in Neuseeland und unterstrich damit einmal mehr den festen Willen der FIFA, jungen Spielerinnen auf der ganzen Welt mithilfe von Jugendwettbewerben die Chance auf eine internationale Karriere zu bieten.
"Ich bin stolz, für diese Vorwärtsstrategie mitverantwortlich zu sein. Ich freue mich, dass 49 der insgesamt 336 Spielerinnen bei dieser FIFA Frauen-Weltmeisterschaft letztes Jahr an der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft teilgenommen haben. Insgesamt waren 35 Prozent aller Spielerinnen bei diesem Turnier schon bei einer der drei bislang ausgetragenen FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaften mit von der Partie", bemerkte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. "Ich freue mich deshalb riesig auf 2008, wenn zum ersten Mal eine FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft über die Bühne gehen wird und wir im Frauenfussball endlich die gleiche Struktur haben wie im Männerfussball. Für das Spiel. Für die Welt. Für die Frauen."
Die Juniorinnenwettbewerbe im nächsten Jahr sind ein weiterer Meilenstein für den Frauenfussball, da diese den Frauenfussball im Land des Gastgebers dank einer nachhaltigen Strategie zu einer festen Größe machen werden. Die chilenische Staatspräsidentin Michelle Bachelet und die neuseeländische Ministerpräsidentin Helen Clark haben als Ehrenpräsidentinnen der jeweiligen lokalen Organisationskomitees ein klares Bekenntnis zur langfristigen Förderung des Frauenfussballs in ihren Ländern abgelegt.
"Das Engagement der FIFA für den Frauenfussball trägt Früchte: Fans und Verbände weltweit folgen unserem Beispiel. Die FIFA U-20- und U-17-Frauen-Weltmeisterschaften sind wichtige Bausteine der FIFA bei der strategischen Entwicklung des Frauenfussballs, da sie jungen Talenten den Boden für eine spätere internationale Karriere bereiten" erklärte Worawi Makudi, Vorsitzender der Kommission für Frauenfussball und die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft.
Zwei Tage vor dem Finale der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft wird Chile beim 4. FIFA-Frauenfussball-Symposium am 28. und 29. September im Kongresszentrum im Grand Hyatt in Schanghai seine Strategie im Hinblick auf die Juniorinnenweltmeisterschaft im nächsten Jahr vorstellen. Angesichts der Unterstützung von Staatspräsidentin Michelle Bachelet und der ganzen Vorbereitung seitens der FIFA und unseres Verbands sind wir sicher, dass die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft ein unglaubliches Erbe hinterlassen wird. Es liegt anschließend an uns, die Mädchen systematischer in den Sport zu integrieren, als dies heute der Fall ist. Aus diesem Grund laden wir die Welt dazu ein, diese Chance, die uns der FIFA-Präsident und das Exekutivkomitee ermöglicht hat, mit uns zu teilen", betonte Harold Mayne-Nicholls, Vorsitzender des chilenischen Organisationskomitees. An den vier Spielorten Coquimbo, La Florida/Santiago, Chillan und Temuco werden mit der finanziellen Unterstützung der Regierung in Höhe von ca. USD 40 Millionen neue Stadien errichtet.
"Wir freuen uns auf die zweite Austragung eines FIFA-Wettbewerbs in unserem Land", sagte Graham Seatter, Vorsitzender des neuseeländischen Organisationskomitees. "Die Durchführung dieser Turnierpremiere ist für uns eine große Ehre und wird hoffentlich Maßstäbe setzen. Die Spielorte Christchurch, Wellington, Hamilton und Auckland werden allen Teilnehmern einen wahren Eindruck von Neuseeland vermitteln."
