
Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ ist nur die Spitze des Eisbergs, sprich der absolute Höhepunkt in der Arbeit des Weltfussball-Verbandes. Denn der FIFA obliegt nicht nur die Verantwortung für die Organisation der großen Turniere, sondern auch für die Entwicklung des Fussballs im Allgemeinen – egal auf welchem Niveau, von welchem Geschlecht, in welchem Land oder auf welcher Spielfläche er praktiziert wird.
Für viele Kinder und Jugendliche wird auf diese Weise selbst der kleinste Bolzplatz zu einer Art Wembley-, Bernabéu oder Maracanã-Stadion. Zum richtigen Sport wird das Spiel dieser Rasen- oder Straßenkicker in dem Moment, da sie in einem Klub unterkommen, um sich dort die wichtigsten technischen Fertigkeiten anzueignen. Sobald sie in feste Strukturen eingebunden sind und von kompetenten Ausbildern betreut werden, können diese jungen Nachwuchstalente von einem Leben als Fussballer und somit von der Möglichkeit träumen, sich in einem Ausbildungszentrum, in der Nachwuchsabteilung eines Klubs oder in einer Fussball-Akademie das dafür erforderliche Rüstzeug zu holen. Auch wenn sie später bei Weitem nicht alle Profis werden, so bleibt der Fussball für diese jungen Menschen in aller Regel eine bedeutende erzieherische und soziale Komponente.
In den Mitgliedsverbänden bestimmter Länder, in denen sich der Fussball noch im Stadium der Entwicklung befindet, leistet die FIFA über ihre Goal-Projekte, die regionalen Initiativen "In… mit…gewinnen" im Rahmen ihres Finanziellen Unterstützungs-Programms (FAP) sowie über ihre Projekte in den Bereichen technische Unterstützung und Ausbildung einen bedeutenden Beitrag zur Förderung des so genannten Breitensports. Denn genau darin sieht die FIFA eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Fussballs überhaupt. Deshalb konzentriert der Weltverband die Schwerpunkte seiner Entwicklungsaktivitäten in den nächsten Jahren auf die Stärkung des Nachwuchsfussballs und dessen Strukturen in diesen Ländern.
Bewährtes fortsetzen
Dank einer Optimierung der bereits vorhandenen Hilfsprogramme sowie mit Hilfe eines speziell für die bedürftigsten Länder aufgelegten Unterstützungsprogramms, das auf die Schaffung geeigneter Strukturen für Wettbewerbe im Nachwuchsbereich abzielt, will die FIFA dabei als treibende Kraft agieren. "Unser Interesse gilt in erster Linie jenen Ländern, in denen der Fussball praktisch die einzige Mannschaftssportart ist", betont dazu FIFA‑Präsident Joseph S. Blatter. "Natürlich sind dabei auch finanzielle Bedürfnisse zu berücksichtigen. In Afrika, Südamerika und in der Karibik haben wir bereits einiges bewirken können. In der heutigen Welt, die ein wenig aus den Fugen geraten scheint, kann der Fussball eine überaus wichtige Rolle spielen."
Für den Zeitraum 2011-2014 hat die FIFA daher USD 8 Mio. für den Breitenfussball und USD 7 Mio. für den Nachwuchsfussball bereitgestellt. Im gleichen Zeitraum kommen noch Gelder in Höhe von USD 36 Mio. für die bedürftigsten Mitgliedsverbände zur Finanzierung der Infrastruktur und der Einführung von Wettbewerben im Jugend-, Männer-und Frauenfussball hinzu. Darüber hinaus wurden zwischen 2009 und 2011 in 100 Ländern bereits 5.000 Trainer ausgebildet und über 60.000 Kinder im Rahmen der FIFA-Entwicklungsprogramme betreut.
In einer Reihe von Berichten, die in den kommenden Wochen auf FIFA.com veröffentlicht werden, können Sie einige der von der FIFA-Entwicklungsabteilung in Angriff genommenen Programme etwas näher kennen lernen. Zunächst werden wir uns mit der Situation auf dem afrikanischem Kontinent beschäftigen, bevor wir nach Indien blicken, das gerade im Begriff ist, sein riesiges Reservoir an Talenten zu bündeln, um möglichst bald den Anschluss an die Weltspitze zu schaffen. Anschließend machen wir auf unserer virtuellen Reise rund um den Globus Station in Peru, dessen Fussballverband derzeit der Nachwuchsausbildung einen außerordentlich hohen Stellenwert beimisst mit dem Ziel, den Fussball des Andenlandes wieder an das Niveau der 70er und 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts heranzuführen. Danach wird es Zeit, unsere Blicke auf ein Ereignis zu richten, dass als leuchtendes Beispiel für das Engagement der FIFA bei der Entwicklung des Nachwuchsfussballs steht. Die Rede ist von der dritten Auflage der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft, die vom 22. September bis 13. Oktober 2012 in Aserbaidschan ausgetragen wird.
Besuchen Sie uns also am Freitag, 20. Juli, auf FIFA.com und erfahren Sie mehr über die Entwicklung des Nachwuchsfussballs in Afrika.




