Die Kommission für Futsal und Beach Soccer zeigte sich bei ihrer Sitzung vom 13. September in Zürich unter dem Vorsitz von Ricardo Terra Teixeira über die Entwicklung sowohl im Futsal als auch im Beach Soccer sehr erfreut.

Das steigende Interesse an diesen beiden Varianten des Fussballs belegt eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter den FIFA-Mitgliedsverbänden. Von den Mitgliedern, die die Umfrage beantwortet haben (125), sind 72 % bereits im Futsal aktiv, die restlichen wollen demnächst damit beginnen. Insgesamt sind 1,7 Millionen Spieler und 175 000 Spielerinnen offiziell registriert, die sich regelmässig in Futsal-Ligen rund um die Welt messen.

Gleichzeitig ist die Einführung von Beach Soccer in den Verbänden in vollem Gange. So wurden 170 der 207 FIFA-Mitgliedsverbänden mithilfe von Seminaren detailliert informiert. Dieses Jahr wurden zudem auch Kurse und Förderseminare für Funktionäre im Futsal und Beach Soccer lanciert, die bis nächstes Jahr andauern werden. „Ich bin überzeugt, dass Beach Soccer schon bald so erfolgreich sein wird wie Beach Volleyball. Wir sind stolz, auch diese Spielform, die den traditionellen Fussball mit einer grossen Lifestyle-Komponente bereichert, in unserem Portfolio zu haben. Die Integration von Beach Soccer in die FIFA-Familie war ein bedeutender Schritt“, meinte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

Die Umfrage bestätigt, dass die vielen Förderinitiativen der FIFA-Division Entwicklung in allen Konföderationen mit regelmässigen Schulungsprogrammen und Seminaren sowie Starthilfen für Futsal und Beach Soccer nun Früchte tragen. Auch die Aufnahme von Futsal in die Panamerika-Spiele vom 23. bis 28. Juli 2007 in Rio de Janeiro mit je vier Teams aus der CONMEBOL und der CONCACAF ist ein wichtiges Zeichen. Die nächste FIFA Futsal-Weltmeisterschaft wird 2008 in Brasilien ausgetragen. Im November 2006 findet eine Inspektionstour für die Auswahl der Spielorte statt. Die Spielregeln für Futsal und Beach Soccer wurden kürzlich überarbeitet und entsprechen dem FIFA-Qualitätsstandard. Dieses Jahr spielen erstmals alle Verbände gemäss FIFA-Futsal-Spielregeln – ein weiterer wichtiger Schritt für die Entwicklung dieses Sports.

Die Kommission beschloss zudem, dass die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft 2007 wiederum in Brasilien durchgeführt wird, wobei der genaue Spielort noch nicht bestimmt ist. „Wir haben grosse Anstrengungen unternommen, um diesen Wettbewerb auf das Qualitätsniveau der FIFA zu bringen, auch in Bezug auf das Schiedsrichterwesen und die Spielregeln. Bei der dritten Ausgabe nächstes Jahr werden alle unsere Wettbewerbsstandards vollständig umgesetzt sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wiederum dieser erfahrene Ausrichter zum Zuge kommt“, erklärte der Vorsitzende Teixeira. Das Bewerbungsverfahren für die beiden Austragungen 2008 und 2009 beginnt noch 2006.

Die Kommission begrüsste auch die weitere Herstellung von Unterrichtsmaterial für Futsal und Beach Soccer auf fortgeschrittenem Niveau einschliesslich Trainingshandbüchern, Programmen für Schiedsrichterinstruktoren sowie audiovisuellem Material. Im Zusammenhang mit Unterrichtsmaterial und der Förderung von Beach Soccer ist ein Werbefilm mit dem früheren französischen Nationalspieler Eric Cantona in Produktion. Cantona war letztes Jahr Trainer des ersten Siegers einer FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft. Bei der diesjährigen FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft vom 2. bis 12. November am Strand der Copacabana in Rio de Janeiro werden 16 Teams aus allen Konföderationen um den Titel kämpfen. Dieses Jahr finden auch erstmals in allen sechs Konföderationen Ausscheidungen statt.

Zum Schluss der Sitzung wurden zwei neue Kommissionsmitglieder bestätigt: Vairani Davio aus Tahiti und Samir Zaher aus Ägypten. Die beiden wurden vom FIFA-Präsidenten und vom Vorsitzenden offiziell willkommen geheissen.